Full text : Die Gründung des Deutschen Ordenstaates in Preußen.

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sein  Werk  auch  der  bewaffnete  Schutz  war,  das  eigentliche  Ziel,
das  er  im  Auge  hatte,  konnte  nur  die  Befestigung  und  Ausbreitung
  des  christlichen  Glaubens  und  Lebens  in  Preußen  sein.  Es
mußte  darum,  so  stand  es  bei  ihm  fest,  eine  allgemeine  Kreuzfahrt
in  allen  christlichen  Ländern  aufgeboten  werden,  die  ihn  jeder  störenden
  Reise  außer  Landes  überhob,  unter  deren  Schuß  das  kirchliche
Leben,  geleitet  von  ihm,  dem  Bischofe,  in  den  bekehrten  Theilen  sich
ruhig  entfalten  und  in  immer  weitern  Kreisen  das  ganze  Land  siegreich
  durchdringen  mochte.  5)  Gelang  es,  den  Papst  zu  bestimmen,
  daß  er  mit  dem  ganzen  Gewichte  seines  Wortes  dem  Abendlande
  im  Kampf  gegen  die  Heiden  des  Nordens  ein  würdiges,  gnadenreiches
  Ziel  christlicher  Begeisterung  zeigte,  so  konnte  die  Bekehrung
  des  ganzen  Landes  nicht  fern  sein.  Dieses  Alles  setzte  Christian
in  einem  neuen  Schreiben  dem  Papste  auseinander  und  richtete  an
ihn  die  inständige  Bitte  um  Verkündigung  einer  allgemeinen  Kreuzfahrt.


Nachdem  Honorius  III.  aus  den  Mittheilungen  desselben  erkannt
  hatte,  daß  es  sich  um  den  Gewinn  eines  durch  seine  Tapferkeit
berühmten  Volkes  für  die  Kirche  handle,  um  ein  Werk,  das  zu  seiner
Vollendung  nur  des  päpstlichen  Machtgebotes  harrte,  entschloß  er  sich,
alle  Kräfte,  welche  der  Kreuzzug  nach  Palästina  nicht  in  Anspruch
nehme,  dafür  aufzubieten.  Zuerst  erließ  er  an  die  Bischöfe  Deutschlands,
  Pommerns  und  Polens  einen  begeisterten  Aufruf.  in  welchem
er  auf  die  wichtigen  Ereignisse,  welche  sich  in  Preußen  vorbereiteten,
und  auf  die  Nothwendigkeit  hinwies,  das  dem  Heidenthume  bereits
entrissene  Land  gegen  die  Rache  der  Feinde  zu  vertheidigen.  Deßhalb
möchten  sie  alle  diejenigen,  welche  den  Zug  ins  gelobte  Land  nicht

 

25)  Nicht  zur  Eroberung  des  noch  heidnischen  Gebietes,  sondern  nur  zum
Schupe  des  christlichen  wünschte  der  Bischof  bewaffneten  Beistand;  in  succursum
fidelium  de  Pruscia,  ad  defendendum  fideles  contra  barbaras  nationes,  in
succursum  Prutenice  gentis  heißt  es  in  den  entsprechenden  Bullen  des  J.  1218.

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