Full text : Königlich-Baierisches Regierungsblatt. 1807. (2)

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H.  Sektion  der  Heilkunde.

1.  Anuatomie;  a)  vergleichende,  b)  pathologische,
  mit  Angabe  der  Erschelnungen,  wodurch
  sich  die  berschiedenen  Misbildungen  der
Organe  im  Leben  äußern,  und  der  Ursache
ihres  Entstehens.

Professor  Tiedemann,  nach  eigenen
Hesten,  täglich  von  11  —  12  Uhr.

2.  Physiologle  des  Menschen.

Professor  Waltber,  nach  eigenem  Lehrbuche
  (landehur  bei  Krüll  1807),  täglich
von  7—8  Uhr

3.  Phe  sielogische  Anthropologie.

Professor  von  Leveling,  nach  Ith,
fuͤr  die  Litteraten  aus  allen  Staͤnden,  woͤchentlich
  dreimal  von  7—  8  Uhr.

4.  a)  Besondere  Nosologle  und  Tberapie.

Professor  Röschlaub,  nach  eigenem
tehrbuche,  täglich  zwei  Stunden.  Er  haͤlt
auch  taͤglich  Stunden  medicinischklinische
  Schule.

b)  Pathologie  und  Therapie  der  ehronischen

Krankheiten.

Professor  Walther,  nach  eigenen  Heften,
  und  van  Hovens  teitfaden,  täglich
in  noch  zu  bestimmenden  Stunden.

§.  Theorle  der  ärztlichen  Praris
traͤgt  Hrofessor  Röschlaub  täglich  in
einer  Stunde  vor.
6.  Cbirurgle.

Professor  Walther,  nach  Tictmann,
täglich  von  11  —  12  Uhr.

7.  Medizinisch  chirurgische  und  ophthalmologische

  Klinik

haͤlt  Ebenderselbe  in=  und  außerhalb  des

Krankenhaufes.

8.  Theoreiistye  und  prakiksche  Geburts-Hulfe.
Professor  Schmidtmüller,  vach

Froriep,  täglich  von  0—  so  Uhr.

9.  Hebärztliche  Klinik.

Professor  Schmidemiüller,  im  Entbindungsinstitute,

  täglich  von  10—  11  Uhr.

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ro.  Ueber  Krankhesten  der  Wochnerinnen  und
engebohrnen
sezt  Ebenderselbe  seine  Verlesungen,  nach
Schäffer  und  eigenen  Heften,  in  noch  zu
bestimmenden  Stunden  fort.
11.  Praktische  Einleitung  in  die  Bbysikatsgeschäfte,
  mit  Ausarbeltungen.
Professor  Schmidtmüller,  wöchentlich
  drei  Stunden.
6  Ebendersbe  erdietet  sich,  auf  Perlangen,  allgemelue

  Krankheitslehre  täglich  nach  Heften
  vorzutragen.

13.  Pharmacie,  mit  pharmaceotischer  Waaren-+


unde.
Professor  Bertele,  nach  Tromsdorf,
  tüglich  von  11—  12  Uhr.
13.  Tor  kologie.

Professor  Bertele,  nach  Joserh
Frank,  wöchentlich  dreimal  ron  4—3
Ubr.

14.  Medlzinissce  Formellehre.

Ebenderselbe  nach  eigenem  Entwurse,
wéchentlich  dreimal  ron  4—  5  Uhr.

15.  Thierbeilkunde.

Professor  von  teveling,  nach  Wollstein,
  für  Aerzte  und  Kameralisten,  wöchentlich
  dreimal  von  7—  8  Uhr.

*)  Dr.  Pe'scher  bält  privatdemonstrartonen  über
Oueologte,  wöchentlich  dreimal,  in  noch  zu
bestimmenden  Stunden.

Luh  diejenlgen  Studierenden,  welche  Unterricht  in
den  neueren  Spracken,  im  Französischen,  Engllschen,
und  IJalienlschen;  im  Jeichnen  und  Schkrelben;  im
Relten,  Tanzen  und  Fechten  wünschen,  sinden  diezu
die  geschlcktesten  Lehrer.

Dle  Professoren  Sailer  und  Krüll  baben,  dem
allerhöchsten  Austrage  gemäb,  das  Geschäst  übernommen,
  die  Elnnahmen  und  Ausgaben  der  Studierenden
(gegen  eln  Honor  ##  von  drei  Procent  für  ihre  untergeordneten
  Führer  der  Geschäste)  auf  Verlangen  der
Aeltern  und  Kuratoren  zu  besorteu.

Kost=  und  Miethe-Bestellungen  werden  der  Unlversirétspedell
  Lus,  und  der  Substitut  Heilmaler
besorgen.