Full text : Königlich-Baierisches Regierungsblatt. 1807. (2)

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waͤrtigen  Scheidemuͤnzen  bergestalt  erstrecken,
daß  Niemand  gehalten  ist,  dieselben  in  einem
hoͤheren,  als  dem  hieroben  bestimmten  Werthe
anzunehmen.
Muͤnchen  den  24.  April  1807.
Mar  Joseph.
Freiberr  von  Hompesch.
Auf  kbniglichen  allerhöchsten  Vefehl.
Geiger,

 

Provinzial-Verordnungen.

 

(Dle  alleeweine  Freizügigkeit  im  Inneren  des  Relchet
  betreffend.)
Im  Namen  Semer  Majestét  des  Köniqgs.
Nachdem  die  diesseitige  Stelle  durch  Ansrage
  in  Kenntniß  gesezt  worden  ist,  daß  die
allerhöchste  Verordnung  vom  28.  Septonber
  1886,  wodurch  die  allgemeine  Freizugigkeie
  im  Inneren  des  Reiches  festgesezt
wurde,  besonders  unter  dem  Vorwande,  als
wäre  sie  niehr  für  die  mittelbaren  Gerichte
verbindlich,  nicht  allentbalben  befelgt  werde;
so  ergebet  hiemit  an  sämtliche  tandgerichte,
ständische  Hofmärke,  und  übrige  Patrimonial=Gerichte
  der  ernstliche  Auftrag,  durchaus  im
Inneren  des  Reiches  keine  Nachsteuer  ferner
mebr  zu  erheben,  noch  deren  Erhebung  zu
gestatten.  Neuburg  den  23.  April  1807,

Königliche  handes-Direktion  in
Neuburg.
Graf  von  Tassise.
von  Walck

 

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(Die  Fronleichnams-  Prozession  in  der  Provinz

Balern  betreffend.)

Im  Namen  Seiner  Majestäát  des  Königs.

Es  ist  zwar  bereits  unterm  r7.  Mai
1803  eine  allerböchstlandesberrliche  Verord--nmung,
  in  Betreff  der  Fronleichnams=  Prozessionen,
  erlassen  worden,  welcher  zu  Folge
seder  exponirte  Seelsorger,  der  die  pfarrlichen
  Funktionen  in  seiner  Filialkirche  zu
leisten  bat,  verbunden  ist,  am  Frenleichnamstage
  die  feierliche  Prozession  an  seinem
Seelsorgersorte  nach  geendigtem  Gortes-Dienste
  zu  balten.  Demungeachtet  bat
man  in  Erfahrung  gebracht,  daß  sich  die
Geistlichkeit  nicht  allentbalben  nach  dieser
Verfügung  achte,  wie  dann  auch  in  einigen
  Orten  am  Fronleichnamstage,  und  in
der  Oktav  zwei,  und  in  anderen  sogar  drei
derlei  Prozessionen  gebalten  werden.

Diese  Ungleichbeit  in  Znkunft  zu  entfernen,
  wird  hiemit  Nachstebendes  neuerdings
  verordnet:

7.  Die  Fronleichnams-Prosessson  wird
in  Städeen  und  Märkten  sowohl,  als  auf
dem  étande,  nur  am  Feste  allein  gebalten,
und  weder  am  Sonntage,  der  in  die  Oktave
fällt,  noech  am  Schlußtage  der  Oktade
selbst,  wiederholt.

2.  In  Städten,  wo  mebrese  Pfarreien
sind,  wechseln  die  Pfarrer  alle  Jahre  mit
der  Prozession.

3.  Der  Pfarrer  auf  dem  tande,  der
ohne  Hilfspriester  ist,  hält  am  Fronleichnamstage
  die  Projessseon,  so  wie  den  Gottesdienst,
  in  der  Pfarrkirche.