Metadata : Regierungs-Blatt für das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin. Jahrgang 1918 (5)

Nr.  231.  1918.  170P

der  Unterzeichner  und  Vertrauensmänner,  spätestens  am  23.  Januar  1919  durch
die  zu  amtlichen  Veröffentlichungen  dienenden  Blätter  des  Wahlkreises  bekanntzumachen.

d  *  ist  zugleich  anzugeben,  welche  Wahlvorschläge  miteinander  verbunen
  sind.
In  der  Bekanntmachung  soll  die  rechtliche  Bedeutung  der  Wahlvorschläge
und  ihrer  Verbindung  kurz  erläutert  werden.

8  29.

Die  nach  §  10  zuständigen  Behörden  haben  bei  der  Ernennung  des  Wahlvorstehers
  und  seines  Stellvertreters  zugleich  den  Raum  zu  bestimmen,  in  dentd
die  Wahl  vorzunehmen  ist.

830.

Die  Abgrenzung  der  Stimmbezirke,  die  Ernennung  des  Wahlvorstehers  und
seines  Stellvertreters,  die  Bestimmung  des  Wahlraumes  sowie  Tag  und  Stunde
der  Wahlen  sind  spätestens  am  19.  Januar  1919  durch  die  zu  amtlichen  Veröffentlichungen
  dienenden  Blätter  zu  veröffentlichen  und  außerdem  von  den  Gemeindevorständen
  in  ortsüblicher  Weise  bekanntzumachen.

831.
Die  Wahlhandlung  beginnt  um  9  Uhr  vormittags.

§  32.
Der  Wahlvorsteher  ladet  die  Mitglieder  des  Wahlvorstandes  spätestens  am
23.  Januar  1919  ein,  bei  Beginn  der  Wahlhandlung  zur  Bildung  des  Wahlvorstandes
  im  Wahlraum  zu  erscheinen.

§  33.

Der  Tisch,  an  dem  der  Wahlvorstand  Platz  nimmt,  ist  so  aufzustellen,  daß
er  von  allen  Seiten  zugänglich  ist.

An  diesen  Tisch  wird  ein  verdecktes  Gefäß  (Wahlurne)  zum  Hineinlegen  der
Stimmzettel  gestellt.  Die  Wahlurne  muß  viereckig  sein.  Im  Innern  gemessen
muß  ihre  Höhe  mindestens  90  Zentimeter  und  der  Abstand  jeder  Wand  von  der
gegenüberliegenden  Wand  mindestens  35  Zentimeter  betragen.  Im  Deckel  muß
die  Wahlurne  einen  Spalt  haben,  der  nicht  breiter  als  2  Zentimeter  sein  daef
und  durch  den  die  Umschläge  mit  den  Stimmzetteln  hineingesteckt  werden  müssen.
Vor  dem  Beginne  der  Abstimmung  hat  sich  der  Wahlvorstand  davon  zu  überzeugen,
  daß  die  Wahlurne  leer  ist.  Von  da  ab  bis  zur  Herausnahme  der  Um-