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bour, welcher ohne Wissen oder Befehl seines
Vorgesszten die Trompete eder Trommel
gebraucht, um zur Unzeit die Truppen zu
allarmiren, soll in Friedenszeiten mit geschlossenem
engen Arreste # in Kriegszeiten
aber, wenn es im Angesichte des Feindes
geschteht, und dahin abzweckt, Unordnung
in die Reihen zu bringen, gemäß Arc. 10.
Ziser 1. als des Verraths schuldig angeseben,
und als solcher mit dem Tode bestraft
werden. 4
Zweiter The il.
Erster Titel.
Von der Art der Volziehung der Tode
urtheille.
Arr. 1. Die auf die gemeinen Verbrechen
der Soldaten verhängte Todesstrafe wird
in Friedenszeiten und in Garnisonen des Reiches
nach den hierüber in dem Satrasgesetzbuche
vorgeschriebenen Bestimmungen pünkelich
vollzogen.
Art. 2. Wenn die Armee sich im Felde
befindet, so werden alle, sewohl nach den
vorstehenden milirärischen Strasgesezen, als
auch nach dem Strafgesezbuche für gemeine
Verbrechen ergangene Todesurtheile, und
zwar die ersten sowohl in als außer dem
Reiche durch das Erschiefen, — mit der
einzigen Ausnahme der Spione, welche
durch den Serang gerichtet werden sollen, —
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zum Vollzug gebracht, und ist bei der Art
der Vollziehung dassenige zu beobachten,
was desfalls in dem Reglement vorgeschrieben
ist.
3 weiter Titel.
Von der Befugniß der Vollziehung
der Straferkenntnisse.
Art. 3. In Hinsicht der Befugnisse zur
Vollziehung der gefällten Erkenntnisse, so
wie der Instanzen Ordnung hat es bis weiters
bel der Dienst= und Justiz : Instrukzion
vom 15. März 1803. sein Verbleiben.
Act. 4. Sobald aber die Armee oder
eln beträchtliches Korps derselben im Kriegszustande
über die Grenzen des Königreichs
geschritten, oder im Kenigreiche selbst zusammengezogen
ist, so hat der Kommandi
rende die Macht und Gewal#
a) bei Deserzions: Komplotten, b) Auf
ruhren, c) bewaffneter Widersezlichkeit,
) bei Verrätherei, e) bei überhand nehmender
Plönderung, D bei grösseren Insubordinazions:
Verbrechen,
sogleich ein Standrecht anzuordnen, dem ihm
untergebenen Korps= oder Festungs-Kommandanten
die Vollmacht zur Anordnung
eines Standrechtes in den eben bezeichneten
Fällen zu ertheilen, über die Verbrecher
nach den vorstehenden Strafgesezen, binnen
der gesezlich bestimmten Zeitfrist erkennen,
und das standrechtlich gefällte Urtheil —
wenn er nicht nach vorher deshalb durch den