Full text : Königlich-Baierisches Regierungsblatt. 1817. (12)

121

Ertrag  in  der  Fassion  vom  Jahre  1807
auf  672  fl.  berechnet  worden  ist.

 

Im  Regenkreise.
za)  Die  Pfarrei  Unterauerbach.

Die  Pfarrei  Unterauerbach,  im
bandgerichtee  Neunburg  /W.,  ist  durch
die  Versezung  des  Dfarrers  Bartholoms
Prechtl  erlediget  worden.  Diefelbe  zähl
in  ihrem  Umkreise  238  Stelen,  welchon  der
Pfarrer  allein  vorstehrt.  Die  Einkünfte
fließen  aus  den  Realitaͤten,  GeatreidGuͤlten,
Zehenten  und  Stolgefaͤllen,  in  einem  jdhrlichen
  Ertrage  zu  559  fl.  47  kr.  Die  staͤndigen
  Lasten  belaufen  sich  auf  23  fl.

Im  Sber  Ddonaukreise.
3)  Die  Pfarrei  Emsing.

Am  kb.  Jänner  l.  J.  wurde  durch  Sterbfall
  des  bisherigen  Pfarrers  die  Pfarrei
Emsing  eeledigt.  Diese  Pfarrei  liege  in
der  Diecese  Eichstädt,  im  Landgerichte
Greding.  Sie  enthäle  376  Seelen.  Dazu
zehört  einm  Filialort  Stunden  von  dem
Pfarrsize  entfernt,  dann  zwei  Einödhöfe
4  Stunde  entlegen.

Außer  den  Gottesdiensten,  welche  nur
zu  gewissen  Zeiten  in  der  Filialkirche  zu  haltren
  sind,  muß  alle  Wochen  in  einer  3  Stunden
  entfernten  Kapelle  eine  Messe  gelesen
werden.

Die  Schule  befindet  sich  an  dem  Pfarrsize.
  Die  Pfarrei  wird  ohne  Hilfpriester
versehen.

Dau  Einkommen  des  Pfarrers  berechnet

 

144

sich  im  Durchschnitte  auf  1000  fl.  jährlich
und  fließt  groͤßtentheils  aus  dem  Zehent.
Die  Lasten  sind:
a)  Steuern  ..  ..  75ssl.  28  kr.
b)  Schuzgeld,  Dioͤcesan  Verband
und  Grundzinse  G
c)  Abgabe  an  die  Pfarrei  Kalldorf
  an  Naturalien,  in  einem#festbestehenden
  Normalpreies
  30  ffl.  40:  „

Summe  120  fl.  z77  ke.
Im  Unter  Donaukreise.
4)  Dir  Pfarrei  Schwar  zach.

Drrch  den  Tod  des  Pfarrers  Stegmiller
  ist  die  organisirte  Pfarrei  Schwarzach
erlediget  worden.  Dieselbe  liegt  in  dem
Landgerichte  Deggendorf,  und  in  der  bischöflichen
  Dibcese  Passau.  Sie  zählt  in  einem
Umfange  von  beinahe  vier  Stunden  16037
Seelen.  Den  Pfarrer  unterstüzt  in  Ausübung
  der  Seelsorge  ein  Hilforiester,
dessen  Gehalt  mit  zoo  fl.  auf  die  Staats-=kasse
  angewiesen  ist,  und  bei  dem  königlichen
  Rentamte  ausbezahlt  wird.

Das  jährliche  Einkommen  des  Pfarrers
  bestehr  in  einem  firen  Gehalte  von  boo  fl.,
in  dem  Genusse  von  20  Tagwerk  Feldgründen,
und  in  dem  Ertrage  der  Stole  zu  475  fl.

Im  Fllerkreise.
5)  Die  Pfarrei  Scebach.
Durch  den  Tod  des  Pfarrers,  Priester
Adam,  Schön,  ist  die  Pfarrei  zu  See  bach
erlediget  worden.  Dieselbe  liegt  in  dem