Volltext : Regierungs-Blatt für das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin. Jahrgang 1915 (2)

zwecken  —  bekanntgegeben  im  Regierungs-Blatt  Nr.  35  —  für  die  Zeit  nach
dem  31.  Juli  1915  außer  Kraft  gesetzt.
Schwerin,  den  6.  August  1915.

Großherzoglich  Mecklenburgisches  Ministerium  des  Innern.
L.  v.  Meerheimb.

(2)  Bekanntmachung  vom  7.  August  1915,  betreffend  Gebührenfreiheit  für
Telegramme.
Seitens  mancher  Zivilbehörden,  Kommissionen  und  Beamten  ist  neuerdings  für
Telegramme,  die  mit  Heeresangelegenheiten  in  irgend  welcher  Beziehung  stehen,
eind  ihnen  nicht  zustehende  Gebührenfreiheit  in  Anspruch  genommen.

Das  unterzeichnete  Ministerium  nimmt  hieraus  Veranlassung,  die  in  Betracht
  kommenden  Vorschriften  der  Kaiserlichen  Verordnung  vom  2.  Juni  1877,
betnaffend  die  gebührenfreie  Beförderung  von  Telegrammen  (Reichs-Gesetzbl.
S.  524)  nachstehend  in  Erinnerung  zu  bringen:

„§  1.
Auf  sämtlichen  Telegraphenlinien  des  Deutschen  Reiches  genießen  die  Gebührenfreiheit:

4.  Telegramme  von  oder  an  Reichsbehörden  in  reinen  Reichsdienstangelegenheiten;

5.  Telegramme  von  oder  an  Militär=  und  Marinebehörden  des  Deutschen
Reiches,  mit  Einschluß  der  solche  Behörden  vertretenden  einzelnen
Offiziere  und  Beamten,  in  reinen  Militär=  und  Marinedienstangelegenheiten;
  im  Falle  einer  Mobilmachung  auch  diejenigen  Telegramme,
  welche  von  einzelnen  mit  dienstlichen  Aufträgen  kommandierten
  Militärpersonen  oder  Beamten  der  Militär=  und  Marinevermaltung
  des  Deutschen  Reiches  in  reinen  Militär=  und  Marinedienstangelegenheiten
  ausgehen  oder  an  solche  Militärpersonen  oder
Beamte  gerichtet  sind;“
Vermeidung  der  damit  verbundenen  Weiterungen  ist  bei  der  Inanspruchnahme
  der  Gebührenfreiheit  für  Telegramme  sorgfältig,  zu  prüfen,  ob  die