Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin. Jahrgang 1917 (4)

Nr.  26.  1917.  157

Leben  des  Lammes  gefährdenden  Umstandes  (5.  B.  Tod  des  Mutterschafes)  verenden
  werde,  oder  weil  es  infolge  eines  Unglücksfalles  sofort  getötet  werden

muß.
83.

Die  Kreisbehörden  für  Volksernährung  können  auf  vorg  ängigen  Antrag
  Ausnahmen  von  dem  Schlachtverbot  zulassen:
(a)  für  solche  Lämmer,  deren  Durchhalten  aus  wirtschaftlichen  Gründen
unmöglich  ist,
b)  innerhalb  der  nächsten  6  Wochen  nach  dem  Inkrafttreten  dieser  Vorschriften
  für  angemästete  Lämmer,  deren  Mästung  nachweislich  mindestens
  6  Wochen  vorher  begonnen  hat.

.  §4.

Zuwiderhandlungen  gegen  diese  Anordnungen  werden  gemäß  §  5  der  eingangs
  erwähnten  Bundesratsverordnung  mit  Geldstrafe  bis  zu  1500  Mk.  oder
mit  Gefängnis  bis  zu  3  Monaten  bestraft.  "

§5.
Die  bestehenden  Vorschriften,  betreffend  die  gewerblichen.  Schlachtungen
und  die  Schlachtungen  der  Selbstversorger,  bleiben  unberührt.

Schwerin,  den  9.  Februar  1917.

Großherzoglich  Mecklenburgisches  Ministerium  des  Innern.
L.  v.  Meerheimb.

(3)  Bekanntmachung  vom  9.  Februar  1917,  betreffend  Schutz  der  Schafherden
gegen  bissige  oder  wildernde  Hunde.  «

Nachstehende  Verordnung  des  stellvertretenden  Generalkommandos  IX.  Armeekorps,
  betreffend  Schutz  der  Schafherden  gegen  bissige  oder  wildernde  Hunde,
wird  hiermit  zur  allgemeinen  Kenntnis  gebracht.

Schwerin,  den  9.  Februar  1917.

Großherzoglich  Mecklenburgisches  Ministerium  des  Innern.
L.  v.  Meerheimb.