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der katholischen Parthie wirkte ganz anders auf den Staat
als die Hierarchie der Arianischen. Auch entsieht hier ein
klerikalischer Dominat, der in der Geschichte seines gleichen
nicht hat, und ohne sehr merkbaren, Römischen Einfluß bloß
als einheimisches Phänomen sich entwickelt. Das Wahlreich
wird dadurch völlig zerrürtet, und der Untergang des Staats
dadurch nicht nur vorbereitet, sondern zunächst veranlaßt.
Probincialen und West-Gothen, bisher noch immer zwei
Hanz geschiedene Nationen, fliessen jetzt erst in eine zusammen;
denn jetzt erst durften sic unter einander heurathen. Auch
wird die Sprache der letzteren von der lingua Rom. rustica,
wie sie in Spanien war, ganz verdrängt, und eben so die
Gothische Schrift von der Lateinischen. Am meisten erhält
sich von den West-Gothischen Rechten, deun noch sind diese
in den ältesten Spanischen Gesetzen kennbar.
12. Verschiedene Versuche der Araber aus Afrika herü-(25
ber, Laudungen an den spanischen Küsten zu machen, schon
seit König Wamba's Zeit. Eine mißvergnügte. Parthie
unter den Gothen selbst, lockt sie endlich als Hülfsvölker herüber,
und erleichtert ihre Eroberungen in der Hoffnung, daß
sie sich bloß als Hülfsvôlker betragen würden.
" 13. Letzter entscheidender Sieg der Araber bei Feres de
Ju'kla Frontera in Andalusien. Sie eignen sich das Land zu,
dringen 712 selbst über die Pyrcnäen, und erobern auch jenseits
derselben die Besitzungen der West. Gothen. Carl Martells
Sieg bei Tours i in Autergne rettet Frankreich