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Die durch Magen= und Darmkatarrh verursachten Sterbefälle haben von 1901 zu
1902 unter den Angehörigen aller Altersklassen abgenommen, und zwar:
unter Kindern des ersten Lebensjahrses um 37 113, d. i. 25 00,
„ von 1—15 Jahttten „ 3891, „ 23 „ 9„
„ Personen von 15—60 Jahren % 21, „ 1, „„
6 „ 60 und mehr Jahren » 115, „ 6 „
Die tödlich verlaufenen Unglücksfälle sind unter Angehörigen der höchsten
Altersklasse etwas häufiger, unter jüngeren Personen, namentlich unter Säuglingen erheblich
seltener vorgekommen. Es starben durch Verunglückung:
im ersten Lebensjahre während d. Berichtsjahres 672, während d. Vorjahres 774(— 102 = 13,2 0),
im Alter v. 1—15 Jahren „ „ „ 5397, „ „ „ 5599 (— 202= 3%½ „),
„ „ „15—60 „ „ „ „ 119592 „ „ „ 12913/(— 961= 74,),
„ „ „ 60 u. mehr „ „ „ (2 2967, „ „ " 28738(— 94— 3, „),
in unbekanntem Alter „ „ (2 159, „ „ » 151H-8-5,«,,),
insgesamt während d. Berichtsjahres 21147, während d. Vorjahres 22310 (— 1163 — 5,5 90).
Nur in Mecklenburg-Schwerin und Lübeck, in Sachsen-Altenburg, Lippe und Schwarzburg-Sondershausen,
sowie innerhalb Preußens in Schleswig-Holstein, Ostpreußen, der Rheinprovinz
und Hohenzollern sind mehr tödliche Unglücksfälle, sonst überall weniger als im
Vorjahre gemeldet.
Unter denjenigen Todesursachen, welche im Jahre 1902 häufiger als im Jahre 1901
genannt sind, verdienen die entzündlichen Krankheiten der Atmungsorgane besondere
Beachtung; sie haben in allen 4 Altersklassen, namentlich aber unter Säuglingen und unter
Personen von mindestens 60 Lebensjahren häufiger zum Tode geführt. Es starben an
Lungenentzündung und anderen entkündlichen Krankheiten:
während während U mithin Zunahme
d. J. 1902 d. J. 1901 " zu 8
im ersten Lebensjahr 38 542 35726 2816 = 7,9 %
im Alter von 1—15 Jahren 31 322 30 963 359 = 1, „
» „ 15—60 „„„„„„„ 37 359 36 203 1 156 = 3, „
„ „ „60 und mehr Jahren 4 387 41 663 2724 = 6,6 „
in unbekanntem Alter 12 6 6
in ganzen 151622 145617061 = 45%
Abweichend von diesem für die Gesamtheit der 21 Staaten festgestellten Ergebnisse
sind seltener als im Vorjahre die entzündlichen Krankheiten der Atmungsorgane hauptsächlich
in Elsaß-Lothringen und Baden, in der Provinz Brandenburg und in Oldenburg,
etwas seltener auch in Anhalt, Sachsen-Coburg-Gotha, Schwarzburg-Sondershausen, Schaumburg-Lippe,
Hamburg und Bremen als Todesursache beobachtet.
Die durch Neubildungen veranlaßten Todesfälle haben am stärksten im jugendlichen
Alter von 1 bis 15 Jahren, demnächst unter Säuglingen, am wenigsten in der mittleren
Altersklasse zugenommen; es stieg deren Zahl
in der Altersklasse . von 96 auf 103, d. i. um 7,3 %
„ „ „ b. . .. . .. . ... „ 350 „ 3822, „ „ „ 12 „
„ „ „ .—.. „ 20 215 „ 20 305, „ „ „ 0,“5 „
„ „ d „ 20 844 „ 21 472,,„ „ 3 „
im ganzen von 41 505 auf 42 276, d. i. um 1,9 1%
Eine Abnahme der auf Neubildungen zurückgeführten Todesfälle wurde in Elsaß-Lothringen
(— 26), Hessen (— 19), Schaumburg-Lippe (— 12), Lippe (— 11), Lübeck (— 7)