Full text : Großherzoglich Sachsen Weimar-Eisenachisches Regierungs-Blatt aufs Jahr 1836. (20)

28

V.  Se.  Königliche  Hoheit,  der  Großherzog,  haben  in  Genehmigung
eines  dießfallsigen  ständischen  Antrages  die  Vorschrift  des  Einkommensteuer-Regulatives
  vom  6.  November  1823,  wonach  bey  dem  jährlichen  Auswurfe
derjenigen  Anzahl  Pfennige,  welche,  nach  Maßgabe  des  durch  gesetzmäßige
Schätzung  erlangten  Orts-Steuerkapitales,  von  jedem  Thaler  des  zum  zweyten
  Theile  der  Orts-Quote  beytragspflichtigen  Einkommens,  jedes  Ortes  zu
entrichten  sind,  um-  den  vollen  Betrag  dieser  Orts-Quote  in  demselben
Jahre  aufzubringen,  bisher  nicht  unter  halbe  Pfennige  herabgegangen  werden
durfte,  dahin  zu  modifiziren  gnadigst  geruhet:  daß  künftig  bey  solchem  Auswurfe
  bis  auf  Viertelpfennige  herabgegangen  werden  soll.

 

Höchstem  Befehle  gemäß  erhalten  sämmtliche  Einkommensteuer  =  Lokalkommissionen
  andurch  die  Anweisung,  sich  hiernach  bey  der  Berechnung  und
dem  Auswurfe  der  zur  Aufbringung  der  Orts-Quote  zweynten  Theiles,  jedes
Ortes,  in  jedem  Jahre  erforderlichen  Anzahl  Pfennige  von  jedem  Thaler  des
durch  die  Schätzung  für  dasselbe  Jahr  erlangten  Orts-Steuerkapitales  fortan
und  auch  schon  für  das  gegenwärtige  Jahr  auf  das  Genaueste  zu

achten.
Weimar  am  24.  Februar  1836.
Großherzoglich  Sächsisches  Landschafts-Kollegium.
Ch.  Weyland.