Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1843. (27)

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dem  Universitäts-Diener  zur  Immatrikulation  anmelden,  und  demselben  die
zur  Erlangung  der  Immatrikulation  nöthigen  Zeugnisse  einhändigen.

Ueberhaupt  ist  die  Anmeldung  beschränkt  auf  die  ersten  acht  Tage  nach
dem  Beginn  der  Vorlesungen,  wie  solchen  der  Lektions-Katalog  angezeigt  hat.
Spätere  Immatrikulationen  sind  nach  jenen  acht  Tagen  nur  noch  mit  Zustimmung
  des  außerordentlichen  Regierungsbevollmächtigten  zulassig,  und  dürfen
nach  vier  Wochen  von  jenem  Zeitpunkte  an  auch  mit  dieser  Zustimmung,  also
überhaupt  nicht  mehr  verstattet  werden.

g.  4.

Die  von  anderen  Universitaͤten  Kommenden  haben  bei  ihrer  Ankunft  auch
die  Matrikel  der  zuletzt  besuchten  Universitaͤt  an  den  Universitaͤts-Diener  abzugeben.

g.  5.

Wer  die  vorgeschriebene  Anmeldung  unterläßt,  oder  nach  geschehener  Anmeldung
  der  Anordnung  des  Prorektors  durch  den  Universitäts-Diener  nicht
Folge  leistet,  wird  zur  Immatrikulation  förmlich  vorgeladen.  Wer  auf  diese
Vorladung  nicht  erscheint,  ist  für  das  laufende  akademische  Halbjahr  zur  Immatrikulation
  unfähig,  und  hat  sich  sofort  aus  der  Universitäts-Stadt  zu  entfernen.

g.  6.

Wer  die  Immatrikulation  nachsucht,  muß  der  Kommission  (siehe  oben
§.  2)  folgende  Urkunden  vorlegen:

1)  wenn  er  das  akademische  Studium  beginnt,  ein  zeugniß  seiner  wissenschaftlichen
  Vorbereitung  und  erlangten  Reife  zu  demselben  und  seines  sittlichen
Betragens  während  der  vorausgegangenen  Schuljahre;

2)  wenn  er  von  einer  andern  Universität  kommt,  ein  Zeugniß  über  sein
Betragen  auf  der  früher  besuchten  Universität,  oder  auf  jeder  der  früher  besuchten
  Universitäten;

Landeskinder,  d.  i.  Unterthanen  eines  der  Durchlauchtigsten  Erhalter  der
Universität,  haben,  sie  mögen  unmittelbar  von  Schulen  oder  von  einer  andern
Universität  kommen,  Dimissions-Scheine,  oder  wenn  sie  aus  anderen  Verhültnissen
  sich  zur  Universität  begeben,  Erlaubnißscheine  der  zuständigen  Landesbehörden
  beizubringen;

3)  wenn  seine  akademischen  Studien  eine  Zeit  lang  unterbrochen  gewesen
sind,  ein  Zeugniß  über  sein  Betragen  von  der  Obrigkeit  des  Ortes,  wo  er
sich  in  dem  letzten  Jahre  die  längere  Zeit  aufgehalten  hat,  mit  einer  Besta-22

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