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g. ZB.
Solchen Gewerbetreibenden, welchen das Aufsuchen von Bestellungen nur
bei denjenigen Personen gestattet ist, die mit der in Frage stehenden Waarengattung
Handel treiben oder dieselbe zu ihrem Gewerbe beduͤrfen, ist es auch
verboten, außerhalb des Wohnortes Bestellungen von anderen als den gedachten
Personen, selbst wenn sie ohne Aufforderung eingehen, anzunehmen.
Die Zeit der Jahrmärkte macht hiervon insofern eine Ausnahme, als
während derselben in einem bestimmten Lokale Aufträge von jedermann angenommen
werden dürfen, in welchem Falle aber dann von diesem Geschäfts-Lokale
die für Marktstände ortsüblichen Abgaben zu entrichten sind.
g. 4.
Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften dieses Gesetzes sind — vorbehaͤltlich
der etwa für den Fall der Hinterziehung der Jahrmarkt-Standgelder
(F. 3 a. E.) vorgeschriebenen ortsstatutarischen Ahndung — nach Maßgabe
des Gesetzes vom 4. März 1839 F. 8 zu bestrafen.
Urkundlich haben Wir diesen gesetzlichen Nachtrag höchsteigenhandig vollzogen
und mit Unserem Großherzoglichen Staatsinsiegel bedrucken lassen.
So geschehen und gegeben Weimar den 26. April 1844.
—
7. Carl Friedrich.
Freiherr von Gersdorff. Schweitzer. von Watzdorf.
rndt. Ernst Müller.
Nachtrag,
das Aufkanfen von Waaren oder das
Suchen von Bestellungen im Umherziehen
betreffend, zu dem Gesetze über den
Hausirhandel vom 4. März 1839.