Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1844. (28)

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Art.  12
zu  H.  u5  des  Gesetzes.

In  Betreff  des  zu  erlassenden  Bahn-Polizei-Reglements  behalten  die  kontrahirenden
  Regierungen  Sich  die  gegenseitige  Verständigung  vor.

Art.  18
zu  S.  8#.  26  bis  33  des  Gesetzes.

Die  in  den  F.  ö.  26  bis  35  enthaltenen  Bestimmungen  finden  nur  insoweit
  Anwendung,  als  nicht  rücksichtlich  dieser  Bestimmungen  in  dem  Statute
abweichende  Festsetzungen  enthalten  sind.

Rücksichtlich  der  Einrichtung  des  Transport-Betriebes  auf  der  Bahn  durch
andere  Unternehmer,  als  die  Gesellschaft  selbst,  ist  man  übereingekommen,  daß
solche  nur  nach  vorgängiger  gegenseitiger  Verständigung  der  kontrahirenden  Regierungen
  Statt  finden  solle.

Art.  14
zu  NS.  S.  36,  27  des  Gesetzes.

Die  in  den  §.  S.  86  und  37  zum  Vortheil  der  Post  bestimmten  Leistungen
sollen  sich,  unbeschadet  der  Verabredungen  im  Art.  10  des  Vertrages  vom  20.
Dezember  1841,  nur  auf  die  Postverwaltung  jeder  der  drei  kontrahirenden
Regierungen  innerhalb  des  eigenen  Gebietes  beziehen.  Da  jedoch  in  dem  Großherzogthume
  Sachsen-Weimar-Eisenach  und  in  dem  Herzogthume  Sachsen-Gotha
der  Fürstlich  Thurn  und  Tarisschen  Postverwaltung  die  im  vorgedachten  F.  36
bezeichneten  Vorrechte  nicht  zustehen  und  eine  Entschädigung  von  derselben  nicht
in  Anspruch  zu  nehmen  ist,  so  behält  sich  die  Großherzoglich  Sachsen-Weimar-Eisenachische,
  sowie  die  Herzoglich  Sachsen-Coburg  und  Gothaische  Regierung
die  Bestimmung  darüber  vor,  ob  und  inwieweit  die  fraglichen  Leistungen  der
Fürstlich  Thurn  und  Tarisschen  Postverwaltung  wirklich  überwiesen,  oder  für
die  Staatskasse  in  Anspruch  genommen  werden  sollen.

Im  Uebrigen  soll  eine  besondere  Entschädigung  für  die  Postverwaltung
der  Gesellschaft  nicht  angesonnen  werden;  die  Lebtere  bleibt  jedoch  in  Ansehung
der  Beförderung  der  dem  Postzwange  unterliegenden  Gegenstände  den  in  jedem
der  betheiligten  Staaten  bestehenden  Vorschriften  unterworfen.