Volltext : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1845. (29)

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Ministerial-Bekanntmachung.

Da  nach  Mittheilung  der  Königlich  Bayerischen  Staatoregierung  in  der
jenseitigen,  vom  Gebiete  des  Thüringischen  Zoll=  und  Handels-Vereins  umschlossenen
  Erklave  Caulsdorf  vom  1.  Oktober  d.  J.  ab  die  Entrichtung  der
Braumalzsteuer  mit  Zwanzig  Silbergroschen  von  jedem  Zentner  (Kölnisches
Gewicht)  des  zum  Bierbrauen  verwendeten  Malzschrotes  eingeführt  werden
wird:  so  hört  von  dem  bezeichneten  Tage  an  die  Erhebung  der  Ausgleichungsbezüglich
  Uebergangs  =  Abgabe  auf,  welche  in  Gemäßheit  der  unter  dem  19.
April  1839  erlassenen  Ministerial-Bekanntmachung  zeither  von  dem  aus  dem
Orte  Caulsdorf  nach  Preußen,  Sachsen  und  Thüringen  ausgeführten  Biere
mit  36  Kreutzern  im  211  Guldenfuße  vom  Bayerischen  Eimer  oder  1  Gulden
12  Kreutzern  von  der  Ohm  zu  erlegen  war.

Es  wird  solches  daher  hiermit  zur  öffentlichen  Kenntniß  gebracht.

Weimar  am  23.  September  1845.

Großherzoglich  Sächfßsches  Staats-Ministerium,
Departement  der  Finanzen.
von  Gerödorff.

Bekanutmachungen.

I.  Nach  unserer  Bekanntmachung  vom  5.  September  1843  unter  Nr.  4
(Reg.  Bl.  v.  J.  1843  Nr.  13  S.  103)  „ist  jeder  Heimathsschein  eines  Ausländers
  als  unwirksam  zurückzuweisen,  in  welchem  die  Klausel  vorkömmt:  derselbe
  verliere  auch  dann  seine  Gültigkeit,  wenn  der  Inhaber  nach  den  Gesetzen
des  Landes,  in  welchem  er  sich  aufhäált,  stillschweigend  ein  anderweites
Heimaths=  oder  Unterthanen-Recht  daselbst  erworben  habe.“

Da  indeß  jetzt  das  Königl.  Preußische  Ministerium  in  Beziehung  auf  das
Bedenken,  welches  aus  der  gedachten,  in  den  Königl.  Preußischen  Heimathsscheinen
  allerdings  enthaltenen  Klausel  hergeleitet  werden  könnte,  die  Versicherung
  abgegeben  hat:

„daß  während  der  Gültigkeitsdauer  des  Heimathsscheines  aus  dem
blosen,  wenn  auch  zehenjahrigen  Verweilen  des  Inhabers  im  Großherzogthume
  für  letzteres  eine  Uebernahmeverbindlichkeit  nicht  entstehen
olle“