Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1885. (69)

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Eine  solche  wird  in  Jena  in  Verbindung  mit  der  daselbst  bestehenden
Hufbeschlags-Lehranstalt  gebildet.

Die  Prüfungskommission  besteht  aus:

a)  dem  Dozenten  für  Thierheilkunde  an  der  Lehranstalt  für  Landwirthe
bei  der  Universität  Jena  als  Vorsitzenden;

b)  einem  Hufbeschlaglehrer;

c)  zwei  Mitgliedern,  welche  aus  der  Zahl  der  Pferdebesitzer  zugezogen
werden.

Die  Ernennung  erfolgt  durch  das  Großherzogliche  Staats-Ministerium,
Departement  des  Aeußern  und  Innern,  bezüglich  der  unter  b  und  c  Genannten
  auf  Vorschlag  des  Vorsitzenden  der  Kommission.

Für  jedes  der  unter  c  genannten  Mitglieder  ist  gleichzeitig  ein  Stellvertreter
  zu  bestimmen,  welcher  im  Falle  der  Verhinderung  des  betreffenden
Mitgliedes  einzutreten  hat.

Den  Prüfungen  wohnt  nach  Befinden  des  Großherzoglichen  Staats-Ministeriums,
  Departement  des  Innern,  ein  von  demselben  zu  bezeichnender
Regierungs-Kommissar  bei.

§  2.

Die  Prüfungen  finden  nach  Bedarf,  aber  mindestens  einmal  im  Jahre  statt.

Denselben  geht  ein  Unterrichtskursus  im  Hufbeschlag  und  in  den  äußeren
Fußkrankheiten  der  Pferde,  sowie  eine  Unterweisung  in  der  Anfertigung  landwirthschaftlicher
  Geräthe  voraus,  an  welchem  diejenigen  theilzunehmen  berechtigt
  sind,  welche  sich  zur  Prüfung  gemeldet  haben.

Die  Festsetzung  und  Bekanntmachung  des  Zeitpunktes  für  den  Unterrichtskurfus
  und  für  die  Prüfung  erfolgt  durch  das  Großherzogliche  Staats-Ministerium,
  Departement  des  Innern.

Die  übrigen  Vorbereitungen  zur  Abhaltung  des  Kursus  und  der  Prüfung
hat  der  Vorsitzende  der  Kommission  zu  treffen.

§  3.

Wer  zur  Prüfung  zugelassen  sein  will,  hat  an  den  Vorsitzenden  der
Prüfungskommission  rechtzeitig,  vor  Beginn  des  im  §  2  erwähnten  Unterrichtskurfus,
  ein  schriftliches  Gesuch  zu  richten  und  demselben  außer  den  Angaben
über  seinen  Geburts=  und  Wohnort  glaubhafte  Nachweise  über  seine  erlangte
technische  Ausbildung,  sowie  die  Prüfungsgebühr  (§  4)  beizufügen.

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