Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1897. (81)

Vorbemerkungen.

1.  Für  Gebäude,  in  welchen  die  in  diesem  Verzeichnisse  aufgeführten  Gewerbe  betrieben
werden,  sind,  falls  nichts  Anderes  bestimmt  ist,  nur  dann  Beitrags-Zuschläge  zu  ent—
richten,  wenn  der  Betrieb  den  Umfang  des  gewöhnlichen  Handwerksbetriebs  übersteigt
oder  durch  elementare  Kraft  bewegte  Triebwerke  dabei  zur  Anwendung  kommen.

2.  Für  Gebäude,  in  welchen  im  Verzeichnisse  nicht  genannte  Gewerbe  betrieben  werden,
sind,  vorbehaltlich  abweichender  Festsetzung  in  Einzelfällen,  die  unter  Nr.  52  genannten
Zuschläge  zu  erheben,  wenn  daselbst  durch  elementare  Kraft  (Wasser,  heiße  Luft,  Wind,
Gas,  Dampf,  Elekricität  u.  s.  w.)  bewegte  Triebwerke  zur  Anwendung  kommen.

3.  Maschinenbetrieb  mittelst  elektrischer  Kraftanlagen  oder  mittelst  Gas-,  Petroleum-,
Benzin=  und  dergleichen  Motoren  wird  dem  Dampfbetriebe  gleichgeachtet;  es  treten  aber
für  Kleinbetriebe  folgende  Erleichterungen  ein:

a)  Gebäude,  in  welchen  elektrische  oder  Gasmotoren  von  nicht  mehr  als  vier  Pferdestärken
  betrieben  werden,  bleiben  von  Zuschlägen  befreit.

b)  Bei  größerer,  jedoch  acht  Pferdestärken  nicht  übersteigender  Kraftleistung  der  zu  a
genannten  Motoren,  ingleichen  bei  Betrieben,  welche  Motoren  anderer  Art  von
nicht  mehr  als  acht  Pferdestärken  verwenden,  wird  der  tarifmäßige  Zuschlag  zur
Hälfte  erhoben.

4.  a)  Werden  Fabrikgebäude,  gewerbliche  Anlagen  oder  Mühlen  zu  gemischtem  Betriebe
verwendet,  so  kommt  die  Beitragserhöhung  für  den  höchsttarifirten  Betrieb  in  Anrechnung.


b)  Gemischte  Anlagen  mit  Dampf-,  Heißwasser-,  erwärmter  Luft-,  Kanal=  oder  Ofenheizung
  sind  stets  nach  der  gefährlicheren  Heizungsart  zu  tarifiren.