Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1897. (81)

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Schon  jetzt  sehen  wir  uns  zu  folgenden  allgemeinen  Anordnungen  ver—
anlaßt:

1.  die  Großherzoglichen  Rechnungsämter  und  Steuerlokal—
kommissionen  haben  für  ihre  Bezirke  nach  Maßgabe  der  ihnen  durch
die  Ministerial-Verordnung  vom  16.  Dezember  1896,  insbesondere  im
§b  ff.  ertheilten  Anweisung,  auf  Grund  der  Staatsstenerrollen  getrennte
Verzeichnisse  der  nach  den  §§  7  und  8  des  cit.  Gesetzes  Wahlberechtigten
aufzustellen  und  binnen  14  Tagen  an  den  Bezirksdirektor  abzugeben.

2.  die  Gemeindevorstände  haben  binnen  vier  Wochen  vom  Erscheinen
dieser  Bekanntmachung  ab  die  Liste  derjenigen  wahlberechtigten  Personen
aufzustellen,  welche  zur  Theilnahme  an  der  Wahl  der  im  8§  2  unter  #
des  Gesetzes  bezeichneten  Abgeordneten  befugt  sind  —  (s.  8  13  des  Ge—
setzes)  —.  Die  Aufstellung  hat  in  Gemäßheit  der  Vorschriften  im  §  14
des  Gesetzes  zu  geschehen.  Die  fertiggestellte  Liste  ist  an  einem  in  ortsüblicher
  Weise  bekannt  zu  machenden  Ort  während  acht  Tagen  zur  Einsicht
  für  jeden  Ortseinwohner  aufzulegen.

Hierauf  ist  die  Bekanntmachung  des  durch  den  Bezirksdirektor  nach
§  35  des  Gesetzes  anzuberaumenden  Termins  zur  Wahl  der  Wahlmänner
  sowie  die  Verfügung  wegen  Bildung  der  Urwahlbezirke  und  beziehungsweise
  die  Bestimmung  derjenigen  Wahlvorstände  zu  erwarten,
welchen  in  Wahlbezirken,  die  mehrere  Gemeinden  umfassen,  die  Ermittelung
des  Wahlergebnisses  und  die  Befragung  der  Gewählten  über  die  Annahme
  der  Wahl  obliegen  soll.

3.  Wegen  Ernennung  der  nach  dem  Gesetz  erforderlichen  Wahlkommissare
bleibt  weitere  Bestimmung  vorbehalten.

Weimar,  den  1.  Juni  1897.

Großherzoglich  Sächsisches  Staats-Ministerium,
Departement  des  Innern.
v.  Groß.