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Neben diesem Theil der Alkalien aber treten in die Exkrete
auch die Chloralkalien über. Wenn es sich darum handelt,
die Ursprungsstellen desjenigen Theils von Natrium und Kalium
zu ermitteln, weiche im Urin allein gefunden werden, so
bietet diese Untersuchung nicht bloss desshalb eine besondere
Schwierigkeit, weil die Vertheilung des Chlors zwischen beide
Alkalimetalle nicht ohne eine gewisse Willkür vorgenommen
werden kann, sondern besonders auch desshalb, weil ausser
durch den Urin auch durch die übrigen Exkrete Alkalien und
Chlor in nicht unerheblicher Menge ausgeschieden werden.
Nach den Analysen von Schottin und Funke (eit. bei Gorup-Besanez)
enthält der menschliche Schweiss 4—7 p. M. anorganische
Salze, die bis auf Spuren von Erdphosphaten aus Chloriden, Phosphaten
und Sulfaten der Alkalien bestehen, wobei die Natriumsalze in überwiegender
Menge vorkommen.
Im normalen Schleim der Lungen und Trachea findet Nasse (l. c.)
8 p. M. anorganische Salze, die ebenso fast ausschliesslich aus Chloriden,
Phosphaten und Carbonaten der Alkalien bestehen. Eine ähnliche Zusammensetzung
zeigt nach Jacubowitsch die Asche des Speichels (gemischtes
Sekret der verschiedenen Speicheldrüsen), dessen gesammten
Gehalt an anorg. Salzen Frerichs auf 2,19 p. M. bestimmt. Salkowski*)
ermittelte, dass in diesem Exkret während des Bestehens einer starken
Salivation in Folge von Stomatitis innerhalb 24 Stunden im Ganzen 0,697
Gramm Kali und 0,116 Grm. Natron ausgeschieden wurden, während der
Urin desselben Tages 1,36 Grm. Kali und 2,84 Grm. Natron enthielt.
Derselbe Forscher fand in den Sputis einer in der Heilung begriffenen
Lungengangrän durchschnittlich in 24 Stunden (nach einer 3tägigen Beobachtung)
sogar 1,26 Grm. Kali und 2,2 Grin. Natron, dagegen in einem
andern Falle von Pneumonie im 24stünd. Sputum (nach einem Ötägigen
Durchschnitt) nur 0,046 Grm. Kali und 0,148 Natron und in einem 3. Falle
(ebenfalls nach 6täg. Durchschnitt) 0,026 Grm. Kali und 0,123 Natron.
Sehr reich an Alkalien sind die Fäces in allen Fällen von Diarrhoe.
Bei der asiatischen Cholera beohachtete C. Schmidt **) 7,5—8,8 p. M.
anorganische Bestandtheile in den Fäkalmassen. ktwa dieselbe Menge
(8,5 p. M.) enthielten sie auch in einem Falle, wo künstliche Diarrhoe
durch ein Senna-Inf. erzielt wurde; im Ganzen wurden hierbei in 24 Stunden
durch den Stuhl entleert: 5,04 Grm. Chlor, 3,4 Kalium und 4,9 Natrium.
— In dysenterischen Dejektionen stieg die in 24 Stunden enthaltene
Menge anorg. Bestandtheile noch höher.
*) Salkowski, Virchow’s Archiv Bd, 53, p. 209.
**) (, Schmidt, Charakteristik der epid, Cholera, 1850, p. 75 fi.