Mittel des
Verbandes.
Beilragsflicht.
Katasier.
g. 4.
Der Verband erhebt jaͤhrlich nach Maaßgabe seines Katasters pro Morgen
Einen Silbergroschen zur Kasse seines Verbandes.
K. ö.
Die Beitragspflicht ruht als Reallast unablbslich auf den Grundstücken.
Sie ist den öffentlichen Lasten gleich zu achten und hat in Kollisionsfallen vor
denselben den Vorzug.
Die Erfüllung der Beitragspflicht kann wie bei den offentlichen Lasten
durch Exekution erzwungen werden.
Die Exekution findet auch statt gegen Pächter, Nutznießer, oder andere
Besitzer des verpflichteten Grundstücks, vorbehaltlich ihres Regresses an den
eigentlich Verpflichteten.
S. 6.
In dem Kataster des Verbandes werden alle beitragspflichtigen Grundstücke
gemeindeweise, oder, soweit sie außer dem Gemeindebezirke liegen, güterweise
aufgeführt, gleichgültig, ob sie aus Acker, Wiese, Holz oder Hütung bestehen.
— Oen betheiligten Grundbesitzern bleibt es überlassen, die Art der
Subrepartition ihrer Beiträge unter sich zu ordnen. Unterbleibt dies, so hat
der Gemeindevorstand den bohen auferlegten Beitrag auf die einzelnen Grundbesitzer
nach der Morgenzahl zu vertheilen, die Beiträge von den Zahlungspflichtigen,
nöthigenfalls durch Exekution, einzuziehen und den eingezogenen Betrag
mit der gehörig bescheinigten Liste der unbeibringlichen Beiträge zur Verbandskasse
abzuführen.
S. 7.
Vorläufig werden die Beiträge nach dem aufgestellten Encwurfe des Katasters
des Verbandes vom 22. März 1857. erhoben.
Behufs der Feststellung des Katasters ist dasselbe von dem Regierungs-=Kommissarius
dem Vorstande vollständig, den einzelnen Gemeindevorständen, sowie
den Besitzern der Güter, welche einen besonderen Gemeindebezirk bilden,
extraktweise mitzutheilen, und zugleich um Amtseblatte eine vierwöchentliche Frist
bekannt zu machen, innerhalb welcher das Katasier von den Betheiligten bei
den Gemeindevorständen eingesehen und Beschwerden dagegen bei dem Kommissarius
angebracht werden können.
Die eingehenden Beschwerden sind vom Regierungskommissarius unter Zuziehung
der Beschwerdeführer, eines Vorstandsmitgliedes und der erforderlichen
Sachversiändigen zu untersuchen. Diese Sachverständigen sind ein vereideter
Feldmesser, oder nöthigenfalls ein Vermessungsrevisor, und zwei grenech
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