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G. 10.
Zur Eintragung eines erhöhten Zinsfußes nach Maßgabe des §. 25 des
Gesetzes über den Eigenthumserwerb bedarf es nicht der Einwilligung der nach
dem Inkrafttreten des bezeichneten Gesetzes gleich= oder nachstehend eingetragenen
Gläubiger.
KE. 11.
Privilegien zur Sicherung einer Forderung und gesetzliche Hypotheken begründen
nur einen Anspruch auf Bewilligung einer zur Sicherung der Forderung
hinreichenden Hypothek.
Die Eintragung einer gerichtlichen Hypothek (Artikel 2123 des bürgerlichen
Gesetzbuchs) findet nur nach Maßgabe der §#. 6 bis 12 des Gesetzes, betreffend
die Zwangsvollstreckung in das unbewegliche Vermögen, statt.
Jeder Erbschaftsgläubiger und Legatar kann verlangen, daß die Erben die
Eintragung der in Artikel 2111 Absatz 2 des bürgerlichen Gesetzbuchs vorgesehenen
Verfügungsbeschränkung bewilligen. Die Eintragung eines oder mehrerer Erben
als Eigenthümer ist nicht Voraussetzung der Eintragung der Verfügungsbeschränkung.
§. 12.
Die gesetzliche Hypothek der Ehefrau (Artikel 2121 des bürgerlichen Gesetzbuchs)
begründet für dieselbe nur die Befugniß, wegen des gesetzlich in die Verwaltung
des Ehemannes gekommenen oder als Heirathsgut eingebrachten Vermögens
innerhalb eines Jahres nach dem Beginn der Verwaltung oder der Einbringung,
die Eintragung einer Kautionshypothek zu verlangen.
Erwirbt der Ehemann nach dem Beginn der Verwaltung oder der Einbringung
ein Grundstück, so kann die Eintragung noch innerhalb eines Jahres,
vom Erwerb des Grundstücks an gerechnet, verlangt werden.
Ist die gesetzliche Hypothek der Ehefrau vor dem Inkrafttreten der eingeführten
Gesetze erworben, so kann die Eintragung noch innerhalb eines Jahres
nach diesem Zeitpunkte und wegen aller Forderungen verlangt werden, deren Eintragung
nach den bisherigen Vorschriften verlangt werden konnte.
Die Vorschriften der Artikel 551 bis 553 des Rheinischen Handelsgesetzbuchs
werden aufgehoben.
. 13.
An die Stelle des F. 29 des Gesetzes über den Eigenthumserwerb tritt die
nachstehende Bestimmung:
Eine Hypothek kann auf Antrag des Eigenthümers und des Gläubigers
in eine Grundschuld umgewandelt werden, wenn diejenigen in der zweiten
und dritten Abtheilung gleich= oder nacheingetragenen Berechtigten einwilligen,
welche vor dem Inkrafttreten der eingeführten Gesetze eingetragen oder vorgemerkt
sind.
(Xr. 9205,)