Zündnadel — Zündspiegel.
der Oberzündung wird das Rohrmetall
da durchbohrt und geschwächt, wo es die
größte Widerstandsfähigkeit gegen Gasdruck
besitzen soll; da aber die Centralzündung
des nach hinten ausströmenden
Beuer wegen nicht überall anwendbar ist,
o ist bei den Feldgeschützen C/73 und den
5 em Ringkanonen das Rohr oberhalb
des Keillochs schräg von hinten nach vorn
durchbohrt, so daß das Z. an der Vorderfläche
des Keils in der Scelenachse mündet.
Auf diese Weise sind die Vorteile der
Ceutral- mit der Oberzündun vereinigt
In die Rohrdurchbohrung ist die Zün
lochschraube geschraubt, die das 3 ent-Hält,
gleichzeitig als Grenzschraube für den
Keil dient und mit ihrer Endfläche durch
eine Kupferliderung im Keil abgedichtet
ist. Bei den übrigen Geschützen mit Oberzündung
steht das 3. senkrecht zur Rohrachse
auf etwa ein Drittel der Kartuschlänge
vor dem Boden. Alle Küsten= und Schiffsgeschütze
haben Centralzündung. Das
Ausströmen der Gase aus dem Z. bei der
Oberzündung vermehrt das Bucken und
vermindert die treibende Kraft der Gase;
es ist aber erst in neuerer Zeit gelungen,
diesen Nachteil zu beseitigen, wenn an
noch nicht mit befriedigendem Erfolg. Bei
der langen 15 cm Kanone ist ein Kugelverschluß
im Gebrauch, bei welchem eine
stählerne Kugel derart im 3. gelagert ist,
daß das Feuer der Schlagröhre dieselbe
umspielen und zur Ladung gelangen kann,
während die rückströmenden Gase der letztern
die Kugel gegen ihr Lager pressen
und so das Z. gasdicht verschließen. Der
versuchte Zündschloßapparat unter Anwendung
von Metallpatronen (ohne Geschoß)
hat noch weniger befriedigt. Das
Z. ist in einen kupfernen, in das Rohr
eingeschraubten oder eingeschobenen Zündlochsstollen
eingebohrt, der jederzeit ersetzt
werden kann.
S#ndssden, s. Handfeuerwaffen
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l
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. 110).
Zündpapier, auf beiden Seiten mit
einem Brei aus Mehlpulver und Spiritus
bestrichenes Löschpapier, wird jetzt nur noch
zur sichern Entzündungder Ausstoßladung
in Bomben verwendet.
Zündpille, eine gewisse Menge von
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Knallsatz, meist in Cylinderform gepreßt,
wird seiner großen Neigung wegen, Feuchtigkeit
anzuziehen und sich zu zersetzen, für
Zünder in Pergamentpapier und Kautschuk
Grnisktel, so in sein Lager gepreßt und
mit Schellack oder Goldlackfirnis bedeckt.
ladrute
» üudsgcäteh s. v. w. Mausefalle.
Zündschnur, Fäden losen Baumwollgarns,
in Meblpulver und Spiritus mit
einem Zusatz von arabischem Gummi getränkt.
Sie dient zur Anfertigung von
Stoppinen, Leitfeuern, Zündern 2c. 1878
ist für die Pioniere die -Spandauer
Schnellzündschnur= zum Zünden von
Minen in Erde oder Wasser eingeführt.
Sie besteht aus drei Fäden Z., die zunächst
mit Band umwickelt, dann mit Garn umsponnen,
in Kantschuk wasserdicht eingehüllt
und abermals mit feinem Bindfaden
umsponnen sind. Die Fortpflanzung des
Feuers ist so schnell, daß auf 50 m das
Feuer im Augenblick des Zündens durchschlägt.
— Die Bickfordsche Z. besteht
aus einer Schnur von Hanffäden, die eine
Seele von langsam brennendem Kornpulver
umschließen. Diese Schuur erhält noch
eine Umspinnung von Hauffäden nach der
andern Richtung und wird zum Schutz gegen
Feuchtigkeit auf nicht lange Zeit stets
geteert. Für den Gebrauch unter Wasser,
in feuchter Erde 2c. erhält sie eine Umhüllung
von Kautschuk. 1 m dieser Z. brennt
1,5 Minuten. Sie dient zum Entzünden
der Dynamitsprengpatronen, zu Wasserzündern
für Eissprengbüchsen 2c.
Zündschraube, eine ein Zündhütchen
(s. d.) enthalteunde messingne Knopfschraube,
welche in die Mundlochschraube
oder Bolzenkapsel des Feldgranatzünders
C/(3 (s. Zünder, S. 380) geschraubt
wird, um nach erfolgtem Austich des
Zündhütchens durch den Nadelbolzen die
Spreugladung zuentzünden. Zündschrauben
für Geschosse mit großer Anfangsgeschwindigkeit
haben, umden Zündsatzgegen
Zerbröckeln durch den Stoß beim Abfeuern
zu schützen, im Boden ein Brandloch für
den Anstich und eine Verschlußschraube,
welche, oben in die Z. 8 chraubt, den Zündsatz
berührt, diesen also fest einschließt.
Zünpspiegel, beim preußischen Zünds.
Feuerfahne.