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sagen wir zuviel, wenn wir behaupten, daß selbst die in der
That großartigen kriegerischen Leistungen und die glänzenden
Beispiele militärischer Aufopferung, welche Frankreich auch in
neuester Zeit aufzuweisen hat, mehr aus Durst nach Ehre und
Ruhm als aus Pflichtgefühl hervorgegangen sind?
Damit berühren wir denn auch den letzten Grund dieser
Verschiedenheit zwischen ausschließlich durch Besoldung und
ähnliche Vortheile oder Auszeichnungen herangezogenen Dienern
des Staats und der Arbeit möglichst weiter Kreise für das
gemeine Wesen auf Grund ihrer Bürgerpflicht. Er liegt in
einer Verschiedenheit der Ansichten über die letzten Ziele des
menschlichen Lebens. Das eine System hält Geld und Vermögen,
Ehre und Ruhm als Lohn und Ziel der Thätigkeit für
den Staat vor, das andere beruht auf selbstloser Pflichterfüllung,
Hingabe der eigenen Interessen und zuletzt der eigenen
Person für das Vaterland und für jene ewigen sittlichen Güter,
die über dem vergänglichen Einzelleben stehn. Steht aber die
Sache so zwischen uns und unsern Gegnern, so können einzelne
Niederlagen, wenn sie uns treffen sollten, gar nichts bedeuten.
Der endliche Sieg muß den Ideen verbleiben, die wir vertreten.
Dazu helfe uns der gerechte und allmächtige Gott!
Bonn, Druck von Carl Georgi.