tische Gesichtspunkt der vorherrschende war, sondern
der der auswärtigen Politik, sowie der Gefahr, in welche
Wilhelm und seine Gemahlin geraten mußten, wäre der
König in England durch das Volk verjagt worden.
Wilhelm III. wollte also keine populäre Rebellion her:
vorbringen, sondern umgekehrt das Staatswesen, wie es
durch die Restauration begründet war, gegen alle widerstrebenden
Elemente sicherstellen. Von Ludwig XIV. war
es eine unbegreifliche Fahrlässigkeit, daß er von dieser
Kombination, die zu seinem Verderben geschlossen wor:
den war, erst dann Kenntnis erhielt, als es für ihn bereits
zu spät war. Das Merkwürdige bei der Sache ist
außerdem noch, daß Papst Innozenz XI. damit einverstanden
war, daß der große Protestantnach England ging.
Auch die deutschen Fürsten, namentlich die norddeutschen,
sahen diese Veränderung nicht ungern; branden>
burgische Truppen zogen sogar in die Niederlande ein,
um Holland gegen etwaige Angriffe von seiten Frankreichs
zu schützen.
Wilhelm ging im Jahre 1688 nach England hinüber,
zu derselben Zeit, da Ludwigs XIV. Truppen sich nach
der Pfalz wälzten und dort schreckliche Verheerungen
anrichteten. Jakob II. hatte den Mutnicht, zuwiderstehen;;
er floh, als er sah, daß alles von ihm abfiel. Man legte
seiner Flucht nichts in den Weg; seine Gegner sahen
nichts lieber, als daß er diesen Schritt tat. Als Wilhem
in England angekommen war, wurde sofort ein Parlament
zusammenberufen, und dieses setzte fest, daß es
keinen anderen König in England geben dürfe als einen
protestantischen. Was die Sukzession betraf, so bestand
anfangs die Absicht, Wilhelms Gemahlin zur Königin
zu machen; da aber Wilhelm erklärte, in diesem Falle
würde er nach Hause gehen, so wurde er als König
anerkannt. Der ganze Vorgang war ein ungeheuer wichtiges
Ereignis. Der Tod Karls I. war die Sache einer
fanatischen Faktion gewesen; diese Empörung aber war
eine Sache des ganzen englischen Staates, wie er leibte
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