Full text : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1882. (59)

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15)  Als  die  erste  Meldung  ist  nur  eine  solche  zu  betrachten,  mit  welcher  die  vorgeschriebenen  Nachweise
  vollständig  vorgelegt  werden.

16)  Die  Bewerber  sind  von  dem  Erfolge  ihrer  Bewerbung  zu  benachrichtigen  und  die  Stellenanwärter
  hiebei  auf  das  Erforderniß  der  Wiederholung  der  Meldung  hinzuweisen.  Diese  Benachrichtigungen
  vermittelt  das  Kriegsministerium,  insoweit  es  die  Bewerbungen  vermittelt  hat.

17)  Sämmtliche  Wiederholungen  der  Meldung  müssen  die  Angaben  etwa  eingetretener  Aenderungen
in  den  Familien-,  Vermögens-,  Gesundheits=  und  sonstigen  wesentlichen  Verhältnissen  der  Anwärter
  enthalten.  Für  die  im  aktiven  Dienst  befindlichen  Stellenanwärter  genügt  zutreffenden
Falls  die  Bescheinigung  ihrer  Vorgesetzten,  daß  eine  Aenderung  in  den  Verhältnissen  des  Bewerbers
  nicht  eingetreten,  bezw.  inwieweit  eine  solche  eingetreten  sei.  Die  nicht  mehr  im  aktiven
Dienst  befindlichen  Stellenanwärter  haben  bei  der  Wiederholung  ihrer  Meldung  ein  neues  gemeindeobrigkeitliches
  Prädikats-  und  Vermögenszeugniß  beizubringen.

Wird  von  einem  Stellenanwärter  die  Meldung  bei  mehreren  eine  Anwärterliste  führenden
Behörden  wiederholt,  so  sind  für  jede  dieser  Behörden  die  vorgenannten  Papiere  in  besonderer
Ausfertigung  bezw.  Abschrift  einzureichen.

Die  Wiederholungen  der  Meldung  erfolgen  auf  demselben  Weg,  welcher  für  die  erste
Meldung  angeordnet  ist  (zu  vergl.  oben  §.  12  und  Ziff.  6).

18)  Wird  mit  dem  Ansuchen  um  Wiedereintragung  in  die  Anwärterliste  der  Nachweis  genügender
Entschuldigungsgründe  für  die  Unterlassung  der  Wiederholung  der  Meldung  verbunden,  so
findet  die  Wiederaufnahme  in  der  früheren  Reihe  statt.

S.  16.

Stellen,  für  welche  Stellenanwärter  nicht  notirt  sind,  werden  im  Falle  der
Vakanz  durch  eine  allwöchentlich  herauszugebende  Liste  („Vakanzenliste")  bekannt  gemacht.
Die  Herausgabe  der  Vakanzenliste  veranlaßt  das  zuständige  Kriegsministerium.
Die  Aufnahme  der  Stellen  in  die  Liste  vermittelt  eine  für  den  Bereich  eines
oder  mehrerer  Ersatzbezirke  besonders  bezeichnete  Militärbehörde  —  Vermittelungsbehörde
  —,  welcher  zu  diesem  Zweck  seitens  der  Anstellungsbehörden  Nachweisungen
G.  nach  Anlage  G  zuzusenden  sind.
Bestimmung  für  Württemberg:

19)  Die  Aufnahme  der  Stellen  in  die  Vakanzenliste  vermittelt  das  Kriegsministerium,  welchem  die
Anstellungsbehörden  die  Nachweisungen  unmittelbar  zusenden,  ohne  daß  es  eines  Begleilungs-Berichts

  oder  Schreibens  bedarf.
Der  in  der  Nachweisung  eingetragene  Tag  der  Absendung  ist  von  der  Behörde  in  ihren

Akten  vorzumerken.

Aulage