Full text : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1892. (69)

163

seitens  der  Studierenden  aller  drei  Fachri  chtungen:

1)  ein  eigenhändig  geschriebener  Lebenslauf,  in  welchem  auch  die  Militärverhältnisse
darzulegen  sind,

2)  das  Reifezeugniß,  erforderlichenfalls  mit  Ergänzungszeugniß  im  Englischen  (§.  3,
Ziff.  1c  und  Ziff.  2  b  der  K.  Verordnung  vom  13.  April  1892),  in  welchem  Fache
diejenigen  Kenntnisse  nachzuweisen  sind,  die  bei  den  Reifeprüfungen  der  württembergischen
  Realgymnasien  und  zehnklassigen  Realanstalten  verlangt  werden,

3)  der  Ausweis  über  mindestens  einjähriges  beziehungsweise  zweijähriges  Hochschulstudium
  (§.  4  der  K.  Verordnung  vom  13.  April  1892),

4)  Zeugniß  über  sittliche  Führung,

5)  von  dem  Kandidaten  selbstgefertigte  Studienzeichnungen,  darunter  müssen  sich  befinden
  Blätter  von  Darstellungen  aus  folgenden  Fächern:

I.  Bei  Studierenden  des  Hochbaufachs:
2)  Darstellende  Geometrie  einschließlich  Schattenkonstruktionen  und  Perspektive,

b)  Graphische  Statik,  #
c)  Freihandzeichnen,  insbesondere  Ornamentenzeichnen,

d)  Bauformenlehre,
e)  Baukonstruktionslehre.
II.  Bei  Studierenden  des  Bauingenieurfachs:
a)  Darstellende  Geometrie  einschließlich  Schattenkonstruktionen  und  Perspektive,

b)  Graphische  Statik,
e)  Freihandzeichnen,  insbesondere  Ornamentenzeichnen,

0  Bauformenlehre,
c)  Planzeichnen.
III.  Bei  Studierenden  des  Maschineningenieurfachs:
a)  Darstellende  Geometrie  einschließlich  Schattenkonstruktionen  und  Perspektive,

b)  Graphische  Statik,  #
c)  Freihandzeichnen,  insbesondere  Ornamentenzeichnen,