Full text : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1902. (79)

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Vor  Abgabe  der  Lösung  soll  ein  Kandidat  das  Prüfungszimmer  nicht  oder  nur
unter  angemessener  Aufsicht  verlassen.

Diejenigen  Arbeiten,  welche  nach  Ablauf  der  Lösungsfrist  noch  unvollendet  sind,
werden  in  diesem  Zustand  übergeben.

Aenderungen  nach  der  Abgabe  an  den  Aufsichtsbeamten  sind  nicht  zulässig.

An  Stelle  gar  nicht  gefertigter  Lösung  ist  eine  Fehlanzeige  zu  übergeben.

Der  Aufsichtsbeamte  hat  festzustellen,  ob  jeder  Kandidat  zu  jeder  Aufgabe  eine
Bearbeitung,  oder  eine  Fehlanzeige  übergeben  hat.

Die  abgegebenen  Lösungen  und  Fehlanzeigen  sind  von  dem  Aufsichtsbeamten  nach
vorgängiger  Beurkundung  der  Zeit  der  Abgabe  versiegelt  dem  betreffenden  Berichterstatter
zuzustellen,  welcher  für  die  Uebermittlung  an  den  Mitberichterstatter  sorgt.

§.  12.
Zur  Bestimmung  der  Prüfungszengnisse  dienen  folgende  Anhaltspunkte:
1)  Für  jedes  Prüfungsfach  (§.  3),  sowie  für  das  Zeichnen  (Beurtheilung  der  eingereichten
  Zeichnungen)  sind  besondere  Zeugnisse  zu  ertheilen.
2)  Die  für  die  einzelnen  Prüfungsfächer  zu  ertheilenden  Noten  sind:

unbrauchbar  oder  gar  nicht  gefertiit  0
schwach.  ..  1
mittelmäß.iig  ......  2
mittelmäßig  bis  ziemlich  zur  3.
ziemlich  gut..
ziemlich  gut  bis  gut  5
gut.  6
gut  bis  recht  hut  7
recht  gut  ..  .s
ausqezetchnet.....  9.

3)  Die  Note  wird  zunächst  auf  Grund  der  sgyriftlichen  begehungswess  zeichnerischen
  Arbeiten  unter  Berücksichtigung  der  eingereichten  Zeichnungen  ertheilt  und  dann
nach  dem  Ergebniß  der  mündlichen  Prüfung  unter  Umständen  erhöht  oder  niedriger  gestellt.