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Mißvergnuͤgten zu den Deutschen, und wen sie vielleicht
noch zu den Daͤnen zählten. Sollten Männer, die oft
zehell, zwanzig Jahre iu Dänmark zugebracht hatten, und
durch Verdienste oder Verbindungen aller Art wahrhaft nationalisirt
zu seyn schienen, noch immer als Ausländer anzusehen
seyn? Wer wollte den alten. Bürgermeister Nansen
von Coppenhagen, den ersten Mann bei der ersten Municipalität
des Reichs, wer ihn noch einen Fremdling nennen?
Schon als sechzehnjähriger Jüngling hatte er seine Vaterstadt
Fleusburg verlassen. Schon seit seinem 23sten Jahr
war er als Kaufmann in Coppenhagen, und hatte schon
vorher dem Könige bei russischen Negociationen Diensie gethan.
Bereits seit 1630 war er Rathsherr, und schon.
seit 1644 Bürgermeister in Coppenhagen. Ein alter, gescheidter
Mann, in Handels-Sachen trefflich erfahren, und
dabei während der schwedischen Belagerung so wacker, daß
der Koͤnig einmal auf dem Wall seinen eigenen Degen sich
abgürtete, und ihn im Angesichte aller, gleich mit dem kosibaren
Gehänge, dem unermüdeten wackern Nansen gab.
Doch der reizbare oder vielleicht manchmal auch gereizte
National-Eifer schien wirklich oft ungerecht zu seyn. Der
gelehrte Stand im Lande klagte nicht so sehr, daß Fremde
ihm Abbruch thäten. Auch nicht der Bürger-Stand, daß
ihm seine Nahrung durch sie verkümmert werde; nur der
Adel war's, der sich hier gewaltig gedrängt glaubte. Sie
hatten daher auch schon 1054 auf dem Tage zu Odensee die
Motion gemacht, daß kein fremder naturalisirter Edelmann
dänische Adels-Freiheiten erlangen, noch ein Bürgerlicher
anders geadelt werden sollte, als blos wenn er in einer
Schlacht besondere Tapferkeir erprobt habe. Vielleicht mochten
diesmal auf dem Rrichstage, wo man ohnedieß man-