Full text : Ergänzungsband zum Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1838. (15a)

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5)  Bei  gemeinsamen  Zusammenwirken  der  vorbezeichneten  Mannschaften  mit  den  Gendarmen  liegt  den

6)  Die
der

Letzteren  die  Anordnung  und  Leitung  des  Dienstes  der  Mannschaften  ihrer  Patrouille  bbb.
eim  Zusammenwirken  mehrerer  Patrouillen  hat,  wenn  nicht  ein  Oberwachtmeister  betheiligt  ist,
der  älteste  Landgendarm  die  Leitung  2c.  zu  übernehmen.

 
 
       
 
 
  
     
     
  
    
    

Anordnungen  mit  zu  befolgen,  welche
innerhalb  seiner  Kompetenz  zu
Gendarmen  aus  verschiedenen
verwendet,  so  gehen  die  den
hat  aber  eine  Hel  e

vielmehr

zu

     

  

 
 

in  von  so  haben
zur  seitens
betreffenden

Bezüglich  des

2c.  (vergleiche
Nr.  9)  sind  indessen  h

gegebenen

7)  Unbeschadet  des  unter  Nr.  6  erörterten  Verfügungsörechtes  des  Landraths  beziehungsweise  des  Gen-□



S

darmerie-Offiziers  haben  sich  die  als  Patrouillenführer  zu  verwendenden  Landgendarmen,  beziehungsweise,
wenn  dieselben  dem  Kommando  eines  Gendarmerie-Offiziers  oder  Oberwachtmeisters  unterstellt  sind,
diese  Persönlichkeiten  an  jedem  Uebungstage  vor  Beginn  der  Uebung  bei  dem  leitenden  Truppen-Kommandeur
  zu  melden,  um  über  den  voraussichtlichen  Gang  des  Gefechts,  die  wünschenswerthe
Dirigirung  des  Publikums  und  über  sonstige,  für  die  Ausübung  des  Patrouillendienstes  nothwendige
Einzelheiten  informirt  zu  werden.  Die  direkte  Ertheilung  dieser  Information  an  die  einzelnen
Patrouillen  unterbleibt  auch,  falls  etwa  der  Landrath  zur  Stelle  ist,  um  diese  Information  selbst
entgegen  zu  nehmen.

Die  Patrouillen  sind  außerdem  angewiesen,  den  Requisitionen  der  für  die  Blurschäden-Ablahe  ungs-Kommission
  kommandirten  Offiziere,  soweit  sich  dieselben  auf  das  Zurückhalten  des  zuschauenden  Publikums
von  den  bestellten  Fluren  beziehen,  in  jedeni  einzelnen  Falle  nachzukommen.

Nach  Schluß  der  täglichen  Uebungen  treten  in  der  Regel  die  zur  Unterstützung  der  Gendarmen
kommandirten  ns  unter  den  direkten  Befehl  des  leitenden  Truppen-Kommandeurs  zurück,
um  erforderlichen  Falls  noch  zu  militärpolizeilichen  Diensten  in  den  Biwaks  und  Kantonnements
verwendet  zu  werden.  Eine  Verwendung  zu  Ordonnanzdiensten  bleibt  indessen  ausgeschlossen.

ie  Befugnisse  der  zu  den  Gendarmerie-Patrouillen  gehörigen  Landgendarmen  regeln  sich  nach
der  Dienst-Instruktion  vom  30.  Dezember  1820  resp.  vom  23.  Mai  1867  für  die  neuen  Landestheile.

Die  von  den  Truppen  zur  Unterstützung  der  Landgendarmen  kommandirten  Mannschaften  sind,  sobald
sie  zur  Wahrnehmung  des  Polizeidienstes  auftreten,  im  Dienst  und  es  stehen  ihnen,  solange  sie  sich
im  Dienst  befinden,  diejenigen  Befugnisse  zu,  welche  durch  die  Instruktion  vom  29.  Januar  1881
für  die  Wachen,  in  brnich  der  von  denselben  vorzunehmenden  Verhaftungen  und  vorläufigen  Festnahmen,
  vorgeschrieben  find.

Das  Einschreiten  der  Patrouillen  in  Aufrechthaltung  der  Ordnung  der  marschirenden  Truppenbagage
  (vergleiche  Nr.  1)  beschränkt  sich  indessen  auf  die  Anzeige  an  den  Führer  der  Bagage  2c.
bezw.  dessen  anwesenden  Stellvertreter.

Stellt  derselbe  die  ihm  kundgegebenen  Unregelmäßigkeiten  nicht  ab,  so  darf  die  Patrouille  doch
ihre  Autorität  gegen  die,  ersterem  unterstellten  Personen  nicht  geltend  machen  und  übernimmt  dann
der  Führer  die  Verantwortung.  Die  Patrouille  macht  alsdann  dem  etwa  vorhandenen  Gendarmerie-Offizier
  oder  Oberwachtmeister  (vergleiche  Nr.  5  und  6),  andernfalls  direkt  dem  Leitenden  des
Manövers  über  den  Vorfall  Meldung.

Die  Eskadron-Chefs  sind  dafür  verantwortlich,  daß  die  zu  den  Gendarmerie-Patrouillen  kommandirten
  Mannschaften  mit  dem  Inhalt  der  vorbezeichneten  Instruktion  vom  29.  Januar  1831  durchaus
vertraut  sind.

Bei  den  Divisions-Uebungen  (Anhang  III.  I.  3,  der  Verordnungen  über  die  Ausbildung  der  Truppen
für  den  Felddienst  2c.  vom  17.  Juni  1870)  ist  durch  den  die  Uebung  leitenden  Kommandeur  (Brigadebeziehungsweise
  Divisions-Kommandeur)  mit  der  betreffenden  Civilbehörde  (Landrath,  Regierungs-Präsident)
  jedesmal  eine  Vereinbarung  —  jeitens  der  letzteren  nach  Kommunikation  mit  der  betheiligten
  Gendarmerie-Behörde  —  über  die  Zahl  der  zu  sormirenden  Gendarmerie-Patrouillen  zu  treffen.