Volltext : Reichs-Gesetzblatt. 1891. (25)

Artikel  10.

Alle  in  Beschlag  genommenen  Gegenstände,
  welche  sich  zur  Zeit  der  Festnahme
  im  Besitze  des  Auszuliefernden
befinden,  sollen,  sofern  nicht  besondere
Bedenken  entgegenstehen,  dem  ersuchenden
  Theile  mit  übergeben  werden,  und
es  soll  sich  diese  Ueberlieferung  nicht
blos  auf  die  entfremdeten  Gegenstände,
sondern  auf  alles  erstrecken,  was  zum
Beweise  der  strafbaren  Handlung  dienen
könnte.

Jedoch  werden  die  Rechte  dritter
Personen  an  den  oben  erwähnten  Gegenständen
  vorbehalten,  und  es  sollen
ihnen  dieselben  nach  dem  Schlusse  des
strafrechtlichen  Verfahrens  kostenfrei  zurückgegeben
  werden.

Artikel  11.

Die  vertragschließenden  Theile  verzichten
  darauf,  die  Erstattung  derjenigen
Kosten  zu  verlangen,  welche  ihnen  aus
der  Festnahme  und  dem  Unterhalte  des
Auszuliefernden  und  seinem  Transporte
bis  zur  Grenze  erwachsen,  willigen  vielmehr
  gegenseitig  darin,  diese  Kosten
selbst  zu  tragen.

Artikel  12.

Die  vertragschließenden  Theile  gestatten
  ausdrücklich  die  Auslieferung
mittelst  Durchführung  Auszuliefernder
durch  ihr  unter  den  Vertrag  fallendes
Gebiet  auf  Grund  einfacher  Beibringung
einer  der  im  Artikel  8  aufgeführten  Urkunden,
  in  Urschrift  oder  beglaubigter
Abschrift,  vorausgesetzt,  daß  die  strafbare
  Handlung,  wegen  welcher  die  Auslieferung
  beantragt  wird,  in  dem  gegenwärtigen
  Vertrage  inbegriffen  ist  und
nicht  unter  die  Bestimmung  des  Artikels
  7  fällt.

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Aricr  10.

Tous  les  objets  saisis  qul  au
moment  de  Tarrestation  se  trouvent
een  possession  de  Tindividu  à  erxtrader,
  seront  remis  à  la  Partie
requérante,  à  moins  qdue  des  raisons
spéeciales  ne  Sy  opposent,  et  cette
remise  s'étendra  non  seulement  aux
objets  soustraits,  mais  à  tout  ce
qui  pourrait  servir  de  preuve  de
Tinfraction.

Sont  cependant  réservés  les  droits
des  tiers  sur  les  objets  sus-mentionnés
qdui  devront  leur  étre  restitués  sans
frais  après  la  fin  du  proces.

ARTICLE  II.

Les  Parties  contractantes  renoncent
à  requérir  la  restitution  des  frais,
qui  leur  surviennent  du  chef  de
Tarrestation  et  de  Tentretien  de  Pindividu
  à  extrader  et  de  son  transport
  jusqu’à  la  frontière.  Elles  consentent
  au  contraire  de  part  et
d’autre  à  les  supporter  elles-mémes.

Aricrze  12.

II  est  formellement  stipulé  que
Textradition  par  voie  de  transit  d’'un
individu  livré  à  Tune  des  Parties
contractantes  à  travers  leurs  territoires
  soumis  au  traité  sera  accordée
sur  la  simple  production  en  original
u  en  expédition  authentique  de  l’un
des  actes  Cnumérés  à  Iart.  8,  pourvu
due  le  fait  servant  de  base  à  Textradition
  soit  Compris  dans  le  présent
Traité  et  ne  rentre  point  dans  les
dispositions  de  Tart.  7.