Full text : Amtliche Kriegsdepeschen Band 7 (7)

 

An  der  slandrischen  Landfront  blieb  bei  starkem  Dunst  bis  zum  Abend  die
Feucrtätlgkeit  eingeschränkt.  Vor  Einbruch  der  Dunkelheit  verstärkte  sich  das  Feuer
an  der  Küsic,  bei  Dixzmuiden  und  in  einigen  Abschnitten  des  Hauptkampffeldes.
Mehrsach  vorsioßende  Erkundungsobteilungen  der  Gegner  wurden  verlusireich  zurück.
geworsen.

Heeresgruppe  Deutscher  Kronprinz:  Nach  nebligem  und  daher  etwas  ruhigerem
Morgen  steigerte  sich  bei  mittags  besser  werdender  Sicht  die  Artillerieschlacht  von
VBaukaillon  bis  Brapc  wieder  zu  größter  Heftigkeit.  Sie  dauerte  unvermindert,
vielsach  zum  Trommelfeuer  anschwellend,  auch  während  der  Nacht  an.  Gröhere
Angriffe  sind  bisher  nicht  erfolgt.

Bei  den  übrigen  Armcen  blieb  die  Gefechtstätigkeit  meist  gering.

feindliche  Flieger  wurden  abgeschossen.

Oestllicher  Kriegsschauplatz.  Aut  der  Insel  Dags  ist  die  Osiküsse  von  unseren
Truppen  erreicht;  Streifabteilungen  durchdringen  das  Innere.  Bieher  sind  mehrere
hundert  Gefangenc  gemeldet.

Die  zwischen  der  Insel  Moon  und  dem  Festland  gelegene  Insel  Schildau  wurde
von  uns  besehl.

Dic  russischen  Seestreitkräste  haben  den  Moon-Sund  nach  Norden  verlassen  unter
Dreiegabe  des  Wracks  der  „Slawa“  und  von  4  auf  Eteand  gesetzien  Dampsern.

Von  der  vusüsch-rumänischen  Landsront  iss  nichts  von  Bedentung  zu  melden.

Mazedonische  Front.  Im  Gebirgssiock  zwischen  Skumbi,  Tal  und  Ohrida,  See
griffen  gesiern  nach  krältiger  Feuervorbereitung  siarke  französische  Kräste  an.  Deutsche,
ösierreichischungarische  und  bulgarische  Truppen  brachten  durch  Feuer  und  im
Gegensioß  den  feindlichen  Anssurm  zum  Scheitern.

Oestlich  des  Ohrida-Sees  sowie  vom  Drespa-Ser  bis  zur  Cerna  und  auf  beiden
VWardar,-#rern  hat  die  Kampftätigkeit  der  Artillerien  merklich  zugenommen.

Der  Ersse  Gencralquartiermeister.
Ludendoess.  (W.  T.  Z.)

Angriff  eines  Luftschiffgeschwaders  auf  England.—  Vier  Luftschiffe
auf  französisches  Gebiet  verschlagen.

Berlin,  21.  Oktober.  Zn  der  Nacht  vom  19.  zum  20.  Oklober  griff  ein
Marincluftschifgeschwader  Englond  besonders  erfolgreich  an.  Mit  rund  26000  Kito.
gramm  Bomben  wurden  die  Industrieanlagen  folgender  Plätze  belegt:  London,
Manchester,  Birmingham,  Notlingham,  Derky,  Loweslost,  Hull,  Grimeoby,  Norwich
und  Mapptelon.  Gute  Spreng=  und  Brandwirkung  wurde  überall  beobachtet  Der
Luftschiffkommondam  Kapitkänleutnant  Freiherr  Preusch  v.  Bunlar-Brandenfels
fuhr  mit  seiner  Besahung  den  14.  Angriff  gegen  England,  dovon  4  gegen  TLondon.
Auf  dem  Rückmarsch  von  glänzend  durchgeführter  Unternehmung  sind  4  Luftschifse
unter  Führung  ihrer  erprobten  Kommandanten,  der  Kapitänleutnonte  Etabbert,
Kölle,  Gayer  (Oans)  und  Schwander  infoige  außergewöhnlich  storker  Wind-3



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