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Reich, vollends im Frieden selbst, einige seiner besten Provinzen
und schoͤne Huͤlfsquellen von Einnahme verloren.
Weun man auch das Deficit der Finanzen deckte, und
zu Boezahlung des rückständigen Truppen = Soldes Rath.
schaffte, so hatte man noch nicht, was man haben mußte.
Sollte Dänmark noch fernerhin sicher als ein eigenes Reich
bestchen, so mußte die Defensiv-Verfassung des Landes,
deren kläglichen Zustand jetzt leider Feinde und Freunde
gleich gut wußten, ganz neu geschaffen werden. Coppenhagen
war jetzt Gränzstadt gegen Schweden geworden.
Der Koͤnig verlangte also einen Reichstag. Die Reichsräthe
aber schienen ihn nicht für eben so dringend zu halten,
und. wenn er je seyn sollte, so meinten sie zu Odensec.
Dies waren Ahnungen, wie sie aus dem Bewußtseyn
der Gesinnungen der Coppenhagenschen Bürgerschaft entspringen
maßten, die zwar seit der großen Privilegien-Urkunde,
die sic vor kurzem erst erhalten hatte 2), gemeinschaftliche
Sache mit dem Adel zu haben schien, jetzt aber
vollends erst noch durch die Art, wie der Adel diese neuerhaltenen
Vorrechte behandeln wollte, erbittert worden war.
Natürlich aber bestund Kdnig Fricdrich I. eben so
auf Kopenhagen, denn wenn er schon keinc Revolutions-Plaue
im Sinne hatte, so schien er doch alles so leiten zu
wollen, daß sich frei und ungehindert entwickeln koͤnne,
was sich entwickeln wolle. Daher erklärte er auch voraus
daß er wegen Norwegen auf dem künftigen Reichstage nichts
handeln lassen würde. Dieß sey sein Erbreich, für dessen
Wohl er allein sorgen wolle; sie mochten nur für Daͤumark
rathen; für Dänmärk sey genug zu thun.
*) 1658. Mon. Aug.