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steueranstalt verbundenen höhern Töchter-Erziehungs-Instituts
sich für immer ein gesegnetes Andenken erhalten hat. Auch erschien noch
1803 eine neue evangelische Schulordnung, welche jedoch nur vorübergehende
Bedeutung hatte.
Was katholische Lehranstalten betrifft, so ist vor Allem noch der Thitigkeit
der Benedictiner von St. Ulrich in Augsburg zu erwähnen. Zu
Anfang des 17. Jahrhunderts verfaßte der Prior Gregor Gastel besondere
Schulgesetze. Freilich verlor nach Berufung der Jesuiten die Schule allmählich
ihre Bedeutung. Dagegen betheiligte sich das Stift in Verbindung
mit andern Benedictinerklöstern an wissenschaftlichen Bestrebungen. Gegen
Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Bibliothek (mit über 700 Bänden
Handschriften) neu geordnet, ein mathematisches Museum mit trefflichen Instrumenten
ausgestattet und ein reichhaltiges Naturaliencabinet so wie eine
Münzsammlung angelegt. Die Dominicaner in Augsburg leiteten in der
2. Hälfte des 18. Jahrhunderts ein zahlreich auch von andern Religiosen
besuchtes „Generalstudium“, in das 1759 40 Lpceisten übertraten, die mit
den Jesuiten in Mißyelligkeiten gerathen waren. Für die seelsorgerische Bildung
des Secularklerus insbesondere sorgten die Bischöfe Alexander Sigmund
(7 1737) und Joseph (1 1738) durch Gründung des Seminars
in Pfaffenhausen bei Mindelheim, dessen Freiplätze durch eine reiche
Stiftung des Kaufmanns J. A. v. Obwexer beträchtlich vermehrt wurden.
Bischof Clemens legte 1783 in seinem Hochstift Normalschulen an und
empfahl in einem Hirtenbriefe den Pfarrern, alles beizutragen, damit da,
wo noch keine Schulen sind, solche errichtet würden.
Ueberblickt man den Bestand der höhern Lehranstalten zu Anfang dieses
Jahrhunderts im dermaligen Regierungsbezirke Schwaben und Neuburg, so
wird man gewiß nicht über einen Mangel derselben bezüglich der Zahl klagen
können, da im Gegentheil die große Zerstückelung der Territorien fast
ein Ueberwuchern solcher Anstalten meist auf Kosten ihrer innern Beveutung
zur Folge hatte. In Dilingen gab es eine katholische Universität mit
drei Facultäten und zwei Klericalseminarien (dem des hl. Hieronymus und
dem 1665 errichteten der Bartholomäer zum hl. Franz von Sales). In
Pfaffenhausen bestand ein Priesterhaus zur Vorbildung für die Seelsorge.
Lyceen gab es in Augsburg bei St. Salvator (mit theologischer
und philosophischer Section) und in Neuburg a. d. D. (mit philosophischem
Curs). Gymnasien und Lateinschulen bestanden, und zwar katholische:
in Augsburg bei St. Salvator nebst vorbereitender Demcapitel'scher
Schule, in Dilingen, Neuburg, Kempten, Ottenbeuren, Donauwörth,
Füßen, Kaufbeuren, Mindelheim, Günzburg, Wallerstein,
Immenstadt und Babenhausen, wozu noch die Studien der
Klöster für ihre eigenen Novizen kommen; protestantische: in Augsburg
bei St. Auna mit städtischer Vorbereitungsschule bei St. Martin, in