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Florez blieb nicht bloß bei der Geschichte der Erzbisthümer,
Bisthümer und Klöster stehen, er recensirte nicht nur
die bekannteren Heiligen oder Kirchenschriftsieller, die etwa aus
einer Didzese herstammten, sondern er verbreitet sich auch sehr
oft uͤber die politische Geographie und Geschichte Spaniens,
untersucht Alterthuͤmer, eroͤrtert chronologische Zweifel, und
wird also nicht nur wegen der allgemeinen Verbindung der
Kirchen= und. Staatsgeschichte, sondern selbst wegen solcher
einzelnen Untersuchungen für die politische Geschichte Spaniens
unentbehrlich. Es wäre unbillig, von einem Manne in Florez
Lage strenge historische Kritik zu fordern; wir schenken
ihm also gerne die vielen Beweise, die er oft einzig aus der
Tradition hernimmt; auch die manchem Bande beigedruckten
Heiligenleben sind nicht verführerisch zu unrichtigen historischen
Vorstellungsarten. Aber viel beschwerlicher dünkt es uns, daß
überall so wenig Räcksicht auf die Geschichte der Kirchen-Verfassungen
genommen wurde, daß das Einzige, was man
aus dem Tert selbsi für die spanische Kirchengeschichte lernr,
fast nur darauf hinauskommt, daß man die Reihe der Bieschöfe
ein wenig berichtigter hat, den Umfang der Diözesen
genauer kennen lernt, manchmal auch noch einigen Beitrag
zu der Konciliengeschichte erhält, von den Schicksalen und
Schriften einiger Bischfe der spanischen Kirche etliche zuverläßigere
Nachrichten ersährt. Durch dasjenige aber, was Augusiin,
Aguirre und Marka aus spanischen Handschriften schon
herausgegeben haben, ist man winklich auf viel wichtigere Sachen
begierig worden, und da sich die Hierarchie nirgends so
furchtbar, als in Spanien entwickelt hat, so waren wir voll
Erwartung, in der Geschichte einiger Erzbisthümer und Bisthümer
zu entdecken, wie es um diese Zeit in dem Innern
der einzelnen Kirchen ausgesehen habe. Außer manchen einzelnen
chronologischen und politisch-historischen Fragen, welche