Aum̃mer 2211
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Das Gemeindekollegkum beschließt nach kurzer
Debatte, welche von den Gemeindebevollmächtigten
Geymayr, Rais und Holmayr in
zuslimmendem Sinne geführt wird, daß die
Schaffung einer Volkslüche in Instruktlion genommen
und zur Beschaffung der nötigen Mittel
auch eine Sammlung ins Auge gesaßt werden
soll.
Zur Frage der Projekte des Schulhaus- u.
des Bürgerspitalneubaues stellt der Vorsitzende
einen eingehend begründeten Antrag, das Kollegium
möge beschließen, daß das Projekt dieser
Neubanten, namentlich wegen der Schwierigleit
der Mittelbeschaffung, voreril als Mittel
zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit nicht
weiter in Betracht kommen möge.
Nach kurzer Beratung sindet dieser Antrag
einstimmig Annahme.
(Gemeindewahlen 1919, hier Verschiebung
des Wahltermins.
Aus den in der Presse schon vielfach erörlerten
Gründen spricht sich das Kollegium einstimmig
für die Verschiebung der Gemeinde
wahlen in Uebereinstimmung mit dem Magijirate
aus.
Hieben wurde von dem Vorsitzenden festgestellt,
daß von den genau 680 Nosenheiwer
Bürgern nun Über 100 zum Heeresdienste einberusen
sind.
Die Jahrmärkte.
Schließlich frägt G.-B. Wendl an, wie es
während des Krieges mit den Jahrmärkien
gehalten werden soll, und gibt der Meinung
Ausdruck, daß sehr wohl der Simon= und
Judä--Markt im Oktober abgehalten werden
lönnte.
G.-B. Bauer äuhert sich in gleicher Weise.
Das Kollegium beschließt, an den Stadtmagistrat
die Anfrage zu richten, ob der
Simon= und Judä-Warenmarkt abgehalten werde,
wenn bis dahin die Maul- uno Klauenseuche
dies zulasse.
Cokalnachrichken.
Rosenheim, 21. Sept.
Aus dem Felde der Ehre gefallen:
Metzger Joses Sterzl aus Rosenheim, Reservist
im B. Inf.-Reg.; Maschinist Matth.
Fußeder aus Bruckmühl; Unteroffiner Joh.
endinger im 16. Inf.-Reg., aus Traunslein:
Maierbauer Alois Thaller aus Burgstall bei
Schnaitsee; Geschäftsführer Joh. Krombart aus
ühldorf; Oberblümhuberbauerssohn Joseph
Kainzmaier von Oberneulirchen, Soldal beim
16. Infanterieregiment.
Ehrenvolle Auszeichnung. Dem Unterofsizier
Ludwig Schill des preuß. Inf.-Neg.
Nr. 152 wurde für schneidiges Verholten vor
dem Feinde das Eiserne Kreuz verliehen. Schill
ist der Sohn unseres Kaiserbad-Direklors Paul
Schill. Wir gratulieren!
Cin Opfer des öslerreichisch russischen
Krieges. Der österres.husch-russtiche
Krieg hat auch aud unserem schönen Inntake bereils
ein Opfer gefordert. In einer der’Schlachten
an der galizisch-russischen (Greus fand den
Veldentod Johann Techner, Poininerbauer in
Hocheck, der Besitzer des herrlich gelegenen Bauernhoses
oberhalb Oberaudork, weller insbeso
ders den winterlichen Rodelfahrern wohlbelaunt
ist. Der Vater des Gefallenen, ein Tirhleraus
Thiersce, hat vor etwa J0 Jahren das
Pointnergut in Hocheck durch Kauf erworben.
allein weder er noch sein Sohn und. Gutsnachfol-=###haben
die bayerische Staats#angehörkaleit
anworben, sondern sind Tiroler geblieben. Insolgedessen
mußte Johann Lechner sofoct nach
Ausbruch des Krie# in seinem Tiro##e#r Kaiierjager-Regiment
ein= und an die russisch: Gren##
ausrücken, um nicht wieder in seinen schönen
Bauernhof zurüclzulehren. Johann Leckner
hatte erst im Mai dieses Zahres das elterlicke
Anwesen übernommen und geheiratet. Unter
riesiger Beteiligung fand am letzten Mittwoch
der Trauergottesdienst ftatt.
In französischer Gefangenschaft.
Noch ein Rosenheimer ist in franz. Gefangenschaft
in Montbrison. Es ist der Schlossergehilfe
Johann Kotz, welcher seit einer Reihe
von Jahren bei Herrn Schlossermeister Ewald
in Diensten stand. Als Landwehrmann rückte
er am 23. August aus München aus und am
27. August war er bereits in Gefangenschaft
geraten. ·
Gymnasisten im Felde. Von den Ober-Uassen
des K. (öymnasiums Nosenheim stehen
18 Schüler im Felde. Chre den tapferen Vaterlandsverteidigern!
Die Gesamtfrequenz des
K. Gymnasiums Nosenheim beträgt im neuen
Schuljahr 207 Schüler. -
Bahndienst. Der Stationsdiener im gemischten
Dienst Sebastian Heber in Schwindegg
ist unter Anerkennung seiner Dienstleistung in
den daue enden Ruhesiand versetzt worden. Veördert
wurden in etatsmäßiger Weise zu
Amtsassistenten die Amtsgehilfen Jos. Weilert
und Simon Kaltenmarktner bei der Bahn-Station
Kufstein. Ernannt wurde in etatsmä-Piger
Eigenschaft ab 1. Sept. 1914 zum Ober-Jwagenmeister
der Wagenmeister Jos. Summer
in Kufstein.
„Todes fall. Eine allen Besuchern des
Viltualienmarttes lehr bekannte Person ist
Rosenhelmer Anzeiger.
heute gestorben. Es ist die Händlersgattin
Frau Kreszenz Maier, welche setzt nach längerem
Leiden im Alter von 48 Jahren verschieden
ist. Ein Schwiegersohn steht zurzeit im
Felde. Sie ruhe im Frieden!
Die Kriegsfürsorge in Rosenheim
finnet auch in der „Munchner Pl“ Anerien-=nung.
Das Blatt schreibt in Nr. 221 vom 24.
September: „In Nosenheim genährt die
Stadtgemeinde den bedürftigen Frauen und Kindern.
deren Männer und Väter zum Krieg einbezogen
wurden, ein reichliche Mittagessen, das
bfsoher allgemeines Lob janr. Täglich werden
bie zu 500 Personen auf diese Wesse Jesreist.“
Fernie schreibt das Blalt: „In RNieseroselden
k## lebhaft darüber gellagt, daß oie Lebens—
mittelpreise eine enorme Höhe erreicht haben.
Das Pfund Kalb- und Schmeinefleisch mun mit
35 Pfg. be:ahlt werden, ein Preis, der zu dem
Einkanfopreio in gar teinem Verhälluis flebt.
Man erwartel von den zustandigen Stellen, daß
sie regulierend eingreifen.“
Die Landsturmriege des Turuvereinsd
von 13860 rersammett sich heulte abend
. Uhr in der Kaiserstraße. Uebungestoff:
Formveränderungen während des Marsches.
Schötzenlinic.
Meitere Ausbreitung der Marlund
Klauenseuche. Am 21. September
wurde unter dem auf der Schlipfgrubalm (Gemeinde
Brannenburg) befindlichen Vieb bede
des Bauern Kaspar Gasteiger in Aich, Gemeinde
Brannenburg, dler Ausbruch der Maul- und
Klauenseuche amtstierärztlich festgestelil. Ferrer
nurde am 22. September unter den Vieh-=beständen
der Bauern Martin Kurz und Joht.
Bich ler in Niederaudorf der Ausbruch der Manlund
Klauenseuche amtotierärztlich zeslgestellt.
Eingemeiner Betrüger. Am 23. ds.
Mi., abends 8 Uhr seellte sich der ledige Knecht
Franz Kistler von Aßling am Kircdeneingang
am und jammerte den Kirchenbesuchern vor,
sein Sohn sei im Rriege gefallen, um Mitlerd
du erregen. Er wurde fegenommen.
Feuer. Am 23. ds. Mts., abends brach
im Hofraum eines Bälermeisters am Mar Josejsplatz
ein Brand aus. Er wurde durch vie
Haucbewohner gelöscht.
Der Helferinnenkurs des hiesigen
Frauenzweigvereins vom Noten Kreuz jand
vorgestern in Gegenwart der Vorstandschaf! mit
einer Prüsung seinen Abschluß. Sie umfaßte
erste Hilfeleistung bei den verschiedeniten Ungiückssällen,
Anlegen von Verbänden, Ant'septik
und Aseptik usw. und lieferte einen sprechenden
Beweis dafür, wie Lehrer und Schülerinnen während
der 7wöchigen Kursdauer in Fieiß und
Auedauer wetteiferten. Herr Dr. Heißlet kann
mit Stolz und Genugluung auf den Ersolg seiner
Shülerinnen zurückblicken. Diese selbst, ob jie
nun als Helferinnen der Bernisschwestern imchiesigen
Lazarett Verwendung finden oder ihre
Kenntnisse im eigenen Hauie und in Famiilicn
verwerten, gedenlen gewiß noch in späleren Jahren
dankbar ihres Lehrers. Nach Schiuf, der
Prüfung übermittelte die Schriftführerin des
veranstaltenden Bereins, Frl. Böhm. Heirn Dr.
Heißler den Dank für seine Bemuhnungen in folgenden
Worten: „Von Seite des Frauenzieeig-=nereins
vom Roten Kreuz ist mir der ehrenvolle
Auftrag geworden, dem hochverdienien Leiter
##meres Kurses zu danken, daß er seit saft?
Wochen seine ohnehin larg bemessenen Mußesiunden
dem Roten Kreuz geopfert hat. Wenn
wir zurückdenken an die lehten Julilage dieses
Jahres, welche der allgemeinen Mobilmachung
v rausgingen, so durchlebt das Rotz Kreuz im
Geiste nich einmal Stunden banger Sorge. Un-Leichreibliche
patriolische Begrillerung hatte
Männer wie Frauen ersaßt. Jedes ward von
dem Wunsche beseelt, zu helfen, sei e3 mit llingender
Münze, sei cs durch Bereicherung des
Wöscheschranks, durch Pflege der Soldaten, im
Köchen= und Wirtschaftsbetrieb der 29 zare“te,
Au helfen vor Allem aber auch jenen Armen, die
der Schlachtenruf des Ernährers beraubt, je-#nen
Frauen und Kindern, die der Krieg vielleicht
zu Witwen und Waisen macht und die
nicht in der Lage sind, in Krankheit und Siechtum
Hilfskräfte zu bezahlen. Da empfaad fast
jede deutsche Frau, jedes Mädchen eine Lucke in
ihrem Können, die Krankenpflege, Jere trug
n#en Wissensdurst zum Noten Kreuz und dieses
sah sich vor die bange Frage gestellt: „Werden
wir all die Anmeldungen zurückweisen müssen?
oder wird Einer der wenigen hier zurückbleibenden
Herren Aerzte sich bereit sinden, unseren
Frauen in seinen Mußestunden das ABC
der Krankenpflege zu lehren? Der erste schũch
terne Versuch galt Herrn Doktor Heißfer und
— er ward von Erfolg begleitet! Die fa#n 400
Anmeldungen zu dem Kurie, die von Vortrag
zu Vortrag wachsende Begeisterung und nicht
zuietzt das Bedauern Jener, welche wegen Ueberfüllung
zurückgewiesen werden mußten mag
Herrn Toktor Heißler ein schwacher Lohn für
seine liebenswürdige Zusage gewesen sein. Wir
ab#er die wir bis zum Schlusse ausharren durflen
wir können erzählen, mit welcher Auf wserung
unser hochverehrter Lehrer uns in die
Gcheimmisse der ersten Hilfeleistung. in den belfenden
Dienst im Krankenzimmer eingesuhrt hat
und ich spreche gewiß im Sinne aller Kursteilnehmerinnen,
wenn ich Herrn Doltor Heißler
auch in Ihrem Namen den herllichsten. aufrich.
tigsten Tank ausspreche für die hochinteressan-
ten Stunden, die er uns bereitet.
die wir nicht Hinansziehen können mi: Schwert
und Geschutzen, wir haben andere Wafsen ermähll
die Nächstenliebe und das (Hottvertrauen,
ane wenn es auch Menigen von uns belchieden
sein wird Krieger gesund zu pflegen, so Hat und
Ler Dofktor Heißler wiederholt auf andere saß
noch notwendigeren Aufgaben hingewiesen. Wir
wollen in diesem Winter ratend u. helbend trelen
zu unseren Bekannten. in die Hütten TArmer
und Bedrängter, auf daß jede Seiche, jede
Epidemie, wie sie ersahrungsgemäß ein Krieg
mit sich bringt, v#r unseren Wassen zie Flucht
ergreift. Und wenn es Jeder von unz auch nur
cinmal gelingen sollte, einen solchen Kamosf siegreich
zu beistehen, so wäre das ein schöner Erfola
unseres Kurses und ich bin es überzeugt
unserem hochverehrten Lehre: der
liebite Danl für seine viele Mühe. Mit einer
gewonnenen Schlacht wird sich aber gewin Keine
von uns zufrieden geben das geloben wir in
dieser Stunde wir werden mit 110 seren erworbenen
Kenntnissen wuchern, sie immer mehr
zu befesilgen trachten und reicher Segen wird
die Folge sein: Segen für unsere Stadt, fur
unsere Armen, Segen für uns selbst, die wir
nedes Leid gelindert haben, und Segen für den
hochverdienten Leiter des schönen patriotischen
Werles. In sein und seiner hochgeschätzten Fami
ie Haus möge dieser Segen in tausendfacher
Gestalt wiederkehren. Das walte Gott!“
Feldpofkbriefe und Feldpofkkarlen.
Rosenheim, 24. Sept.
Einem unter dem 3. September geschriebenen
nach Rosenheim adressierten Feldpostbrief, entnehmen
wir folgendes: „Verzagt nicht, den
Kopf immer noch! Ihr seht doch, daß cs
immer vorwärto geht, ein Zurückgehen gibt'#
ja nicht. Wir verlieren den Mut nicht. Neben
dem vielen Elend, das jeden Tag neu auftritt,
sieht man lauter frohe Gesl##ter. Nur
die großen Märsche bei großer Hitze machen einen
laput; oft 50—70 Kilometer im Tag.
Schlechtes Wetter gibt es saft nicht. Da quäl:
einen der Durst oder es heißt entbehren. Sft
wmird Wasser mit den Pferden getrunken oder
aus einer Pfütze genommen. Meine Kompagnie
lag schon im Gesecht. Wir gingen
gegen .. .. vor. Bald wurden wir unter Feuer
genommen, dessen ungeachtet gingen wir vor.
Plötzlich krepierte unweit von uns eine feindliche
Schrapnellkugel, welche wahrscheinlich auf
die Pferde gerichtet war. Dann gab es lein Zogern
mehr, wir gingen im Lauischeitt vor.
immer im feindlichen Feuer. Als wir nahe
genug heran waren, rissen die Rothosen aus. uir
schossen ihnen nach, da lugelten ganze Kom
pagnien. Als der Gegner im Wa.###
schwand, stellten wit das Feuer ein. In . . . .
pflanzten wir auf und durchsuchten ein Haus
nach dem andern. Da Wajfen nicht gesunden
wurden, blieb der Ort verschont. Abends wur
de requiriert. Uns erbarmien die alen Leute.
welche am Bette saßen und beteten. Später siel
ein Schuß, wir machten den Missetäter aus
findig, ein Zivilift. Wir erschossen ihn und
stecklen sein Haus in Brand. Auch lan ein
Pferd angelaufen, auf welchem ein Huiar mit
ausgestochenen Augen ausgebunden war. Ein
französischer Rachealt! Wir waren in .. . . . .
in Ortsunterkunft. Hier gab es keine Leute
mehr, nur noch der Bürgermeister und in ei
nem Haus zwei deutsche Frauen, eine mit cinem
Beinbruch; sie wurde von uns gepfiegt
Der Bürgermeister schoß auf und und hält: und
vergisteten Wein vorgestellt. Er wurde auf der
Straße auf einen Stuhl gesetzt und mußte zusehen,
wie sein Haus ein Naub der Flammen
wurde. Am nächsten Morgen wurde er er
schossen. Sein Knecht mußte Zeuge sein.“
Aus dem Gerichlssaale.
Strefkammer des Kgl. Landgerichts Traunstein.
Ein Unverbesserlicher.
Traunstein, 23. Sept. Der Dienstknecht
Johann Aschenbrenner von Prien ist schon
neunmal wegen Diebstahlo und Betrugs bestraft.
Im heurigen Sommer war er bei einem
Bauern in Gensbach bedienstet. Dort entwendete
er den Hausbewohnern nach und nach
etliche Geldbeträge. Im Hinblick auf seine vielen
Vorstrafen erhielt er jetzt 6 Monate Gefängnis.
—d
Oberbayerisches Schwurgerichk.
Eine Rabenmutter.
Munchen, 23. Sept. Vollständig unvorbereitet
wurde die in einem Münchener Holel
als Küchenmädchen bedienstete Anna Priegler
von Grohgrundertshausen, A.-G. Mainburg,
von einer Geburt überrascht. Sie nahm
das Neugeborene, mißhandelte es durch Stohe
auf den Hals und Schläge an den Kopf,
sodann warf sie den armen Wurm in eine Kehrichttonne.
Lebend fanden Hotelbedienstete das
Kind noch vor, doch auf dem Wege zum Krankenhause
starb es. Die Angellagte will in grober
Aufregung, zum Teil in Bewußtlosigkeit
gehandelt haben. Sie büßt die Untat mit
Zu Jahren Gefängnis.
n———|.—,8:“
Wir Alle,
Freitag, 26. September 1914
Der Weltkrieg.
Letzte Telegramme bis nachm. 3 Uhr.
Ilclien über die RVernichtung der
Englischen Kreuzer.
Rim, 24. Sept. Die italienischen Blätter
preisen einstimmig die hervorragende Tat des
.I “. Der „Popolo Romano“ ichreibt: Die
Tatl ist für unsere Marine unter Berütfithtigung
unserer maritimen Lage von ganz herrorragender
Bedeutung. Dieser Erfolg ist der springende
Punlt des Tages, während die Schlacht zwischen
den Franzysen und den Deutschen ohne Dervorstechende
Veränderungen noch andauert. Man
acht kaum fehl. wenn man sagt. da dieser
Erf#i zur See für die Bedeutung der deutschen
Maditellung holhler anzuschlagen ist Jie die
lielerigen deufschen Siege zu Lande. Dah
oie deutsche Armee Siege zu verzeichnen haben
werde, sei hier nie bezweifelt worden, daß
qlu: auch die Flotie so eklatant bie englische
Kebermacht zu schädigen vermochte, hätte man
hicr nicht fur möglich gehalten. Das fei ein
Erfolg hder in ganz befonderer Weise eingeschätt
uno gebucht werden müssc. *
Auf eine Mine gestoßen.
Grimsbey, 24. Sept. Ein S#llepper ist
auf eine Mine gestoßen. Sechs Mann der
Besatzung sind getötet worden.
Heldentat eines ehemaligen Fremlegionärs.
Rastatt, 24. Sept. Eine besondere Auszeichnung
wurde dem in einem hiesigen Lazxrelt
liegenden Gefreiten Vreidenbroich zuteil.
Er wurde wegen besonderer Tapferkeit vor dem
Feinde zum Unteroffizier beforder' und mit
dem Eisernen Kreuz ausge zeichnet. Breikenbroich
hatie, de er in das Regiment eintrat,
Jahre in der Fremdenlegion gedient und es
dort ebensalls zum Unteroffijier gebracht. Seine
in der Fremdenlegion erwordenen Renntnisse
des franz. Kriegswesens erbiöglichien es
ihm, im Aufklärungsdienit Hervorragendes zu
leislen. Er verkleidete sich als franz8 Soldat
und gelangte inmitten des feindlicher Lagers.
Dort erfuhr er die gewünschten und sehr wi
ligen Nachrichten über den Feind und konnte
diese unserer Heeresleitung unbeschad#t zurückbringen.
Belgische Fluchilinge.
Rotterdam, 21. Sept. 57 600 Flüchtlinge,
zumeist Belgier, sind nach einer Meldung
aus London vom 27. August bis 17. September
in Falkestone eingetroffen. %
Botha als Oberkommandant.
Kapstadt, 21. Sept. Botha übernimmt
das Oberkommando gegen Deutsch-Südwest-Afrila.
«
Für das Rote Kreuz sind ferner ber uns
eingegangen: ·
Uebertrag: 3077.01 Mark
Von den Gästen im Flötzinger-16.—
Mark
Gymnasiallehrer O. L. 30.— Mark
Summa: 3093.01 Mark
Weiteren Gaben sehen wir gerne entgegen.
——— 1*
Für die Angehörigen-Unterflützung sind ferner
bei unserer Inseratenverwaltung eingegangen:
Uebertrag: 2359.10 Mark
Tarock beim Floßinger (Haus) 2.30 Mark
A. L. .— Mark
Aus den leßzten Extrablältern
des „Rosenheimer Anzeiger" 102.35 Mark
E. K. J. — Mar
J. K. 2.— Mark
Gymnasiallehrer O. L. 30.— Mark
Summa: 7565-35 Mark
Weiteren Gaben sehen wir gerne entgegen.
Detter bericht
Für Freitag, den 25. September:
oder nebelig, Nachtfrost.
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