Contents : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1844. (28)

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stände  des  Nachlasses  mit  Ausnahme  ausländischer  Immobilien  (F.  4)  der  Verrechtung,
  jedoch  unter  den  in  den  §.  §.  8  und  9  enthaltenen  Einschränkungen.

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Dafern  am  Wohnsitze  des  Erblassers  im  Auslande  gleichfalls  eine  Abgabe
von  dem  Nachlasse  erhoben  wird,  so  sollen  diejenigen  beweglichen  Vermögensgegenstände,
  welche  sich  zur  Zeit  des  Ablebens  in  dem  fremden  Staate  befinden,
ingleichen  die  in  letzterem  ausstehenden  Forderungen  von  der  diesseitigen  Abgabe
insoweit  befreit  bleiben,  als  dieselben  dort  verrechtet  werden,  dergestalt,  daß
nur  dann,  wenn  die  jenseitige  Abgabe  weniger  als  vier  Prozent  betragt,  der
Unterschied  diesseits  erhoben  wird.

g.  9.

Von  solchen  Mobilien  und  Forderungen,  welche  zur  Zeit  des  Ablebens
in  einem  dritten  Staate,  wo  der  Erblasser  keinen  Wohnsitz  gehabt  hat,  sich
befinden  oder  ausstehen,  soll  die  Abgabe  in  dem  Falle  des  §.  7  in  gleicher
Maße,  jedoch  mindestens  zur  Hálfte  —  zwei  Prozent  —  erhoben  werden.

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Sollten  irgendwo  Unterthanen  des  Großherzogthumes,  welche  in  einem
fremden  Staate  erben,  dort  höheren  Abgaben  unterliegen,  als  die  eigenen  Unterthanen,
  so  sollen  in  dem  Falle,  wenn  Unterthanen  eines  solchen  Staates  im
Großherzogthume  erben,  dieselben  in  gleicher  Maße  höher  besteuert  werden,
als  Unterthanen  des  Großherzogthumes.

8.  11.

Bei  Bestimmung  des  zu  verrechtenden  Betrags  werden  1)  die  von  dem
Abgabepflichtigen  zu  vertretenden  Nachlaßschulden  und  Begraͤbnißkosten,  2)  der
ganze  auf  die  Uebernahme  der  Erbschaft  oder  des  Vermaͤchtnisses  zu  machende
Aufwand  abgezogen,  und  es  soll  nur  von  dem  sich  alsdann  ergebenden  Ueberschusse
  die  Abgabe  entrichtet  werden.

Bei  dieser  Veranschlagung  der  zu  verrechtenden  Summe  finden  die  Grundsäbee
  Anwendung,  welche  im  gemeinen  Rechte  für  Berechnung  des  Nachlaßbestandes
  im  Verhältnisse  zwischen  Erben  und  Vermächtnißnehmern,  zum  Behufe
des  den  Ersteren  in  gewissem  Falle  zustehenden  Abzugs  (s.  g.  Falcidische
Quart)  gelten.