Volltext : Rosenheimer Anzeiger. 61. Jahrngang (61)

numme#r-——3b

Verbot  der  Lebe#Witteiessjah:
aus  ien.

Berlin,,  14.  Fn-  Jaann  hat  das  Aus.

fuhrverbot  auf  samtliche  Lebensmitiel  ausgedehnt.
  (3.)
Zürich,  14.  Juni.  Zu  der  von  Italien

verfügten  öölligen  Einstellung  des  Wakenver
lehrs  nach  der  Schweiz  schkreibt  die  Züricher
Post:  Wir  stehen  vor  der  folgenschweren  Tatsache,
  dah  Italien  gegen  die  Schweiz  ein  Aussuhrverbot
  für  sämtliche  Lebensmittel  erläßt  und
dieses  Verbot  ur  unter  der  Bedingung  auf
heben  will,  daß  die  Schweiz  Sicherheit  gibt,
die  in  dem  gewünschten  allgemeinen  Umsang
aus  inneren  schweizerischen  Gründen  nicht  ge
geben  werden  kann.  Die  Angelegenheit  ist
peinlich  aus  wirtschaftlichen  und  politischen
Gründen.  Wir  müssen  daraus  schließen,  daß  in
Italien  das  von  einem  Teil  der  italienischen
und  französischen  Presse  systematisch  groß  gezo
gene  Mißtrauen  gegen  den  Schweizer  Handels
verkehr  auch  verantwortliche  *z  erfaßt  hat.

Dieses  Mißtrauen  ist  angesichts  der  Bemuhun

en  des  Bundesrais,  auch  in  wirtschaftlicher
Hinsicht  korrekleste  Neutralität  durchzusühren,
kränkend  und  nich.  geeignet,  die  gulen  Beziehun
gen  zwischen  den  in  Betracht  kommenden  Staalen
  und  der  Schweiz  zu  festigen.  (.)

Eine  Prämie.

Paris,  14.  Juni.  Der  „Temps“  meldet
aus  Nom:  Der  Verband  der-  italienischen
Schiffelonstrulteure  setzte  eine  Prämie  von
15000  Lire  für  die  Besatzung  des  italienischen
Unterseebootes  oder  Torpedobvotes  aus,  wel
ches  zuerst  eine  erfolgreiche  Aktion  ausführt.  (J.,

JIn  Albanien.

Paris,  14.  Juni.  „Petit  Parisien“  mel
det  aus  Rom:  Man  erfährt,  daß  der  Führer
der  albanischen  Ausstandsbewegung,  Mussa  Es
sendi,  sich  zum  Präsidenten  der  Republik  Alba
nien  auorufen  ließ.  (.).)

Die  Serben  vor  Durazgo.

Wien,  14.  Juni.  Zuverlässige,  über  Sku
tari  aus  Albanien  lommende  Nachrichten  be
stätigen,  daß  sich  reguläre  serbische  Truppen
Durazzo  genähert  und  die  Hügel  in  der  Um
gebung  der  Stadt  besetzt  haben.  In  Durazzo
selbst  hält  sich  Essad  Pascha  noch  mitiitalieni
scher  Hilse.  Jedoch  soll  die  italienische  Trup
penmenge  in  Durazzo  gering  sein.  In  der  Gegend
  des  chridasees  fanden  wiederholte  hef
tige  Zusammenstöße  zwischen  serbischen  und
griechischen  Banden  stalt.  Auch  im  Nordepirus
wird  die  griechische  Bandentätigleit  kebhaster

Serbisch-montengrinische
Unstimmigkeiten.

Sofia,  14.  Juni.  Hier  eingelrofsene  Nach
richten  besagen,  daß  zwischen  Serbien  und
Montenegro  in  der  letzten  Zeit  große  Meinungs
verschiedenheiten  wegen  Albanien  ausgebrochen
sind.  Wie  behauptet  wird,  soll  es  sogar  zu  3
sammenstößen  gekommen  sein.  Euvdlich  solien
auch  die  Montenegriner  gedroht  haben,  sich  an
Albonien  anguschließen,  salls  die  Serben  gegen
Skutari  zögen.  (J.)

Auch  Bulgarien  lehnt  ab.

Wien,  14.  Juni.  Aus  Sosia  wird  gemeldet.
daß  der  russische  Gesandte  zwei  Stunden  lang
mit  dem  Minittert  räsidenten  Radoslawow  kon
feriert  habe,  nach  dem  russischen  Gesandten  habe
Radoslawow  den  ösvterreichisch  ungarischen  Gesandten
  empfangen,  dem  er  ilziie,  daß  Bulgarien
  auch  nach  dem  neuen  (t.isi##en  Antrag
seine  Politik  nicht  ändere  und  seine  Neatralität
weiter  aufrecht  erhält.  (3.)

D'Annunzio  in  Bukarest.

Bukarest,  14.  Juni.  „Adverul“  und  „Universul“
  melden  die  Ankunft  Gabriele  d'Annunzio
  für  unmittelbar  bevorstehend.  Die  „Moldawa“
  fordert  die  Regierung  in  einem  Leitartikel
  auf,  die  kriegsheherische  Agitation  d-Annunzios
  nicht  zu  gestatten.  (J.)

Die  Wahlen  in  Griechenland.

Athen,  14.  Juni.  Nach  den  bis  jetzt  vorliegenden
  Nachrichten  sind  der  Regierung  bereits
  150  Sitze  in  der  Kammer  sicher.  Saloniki
  wählte  sämtliche  32  Regierungsvertreter.
In  Attika  behauptete  sich  die  Venizelospartei
mit  sämtlichen  22  Sitzen.  Die  Lage  für  die
Regierung  ist  in  den  Provinzen  überall  günstig.

  (3.)  .

die  Tariei  lu  Velices

Vor  der  Dardanellenfront.

WITB.  Konsta  nti  nopel,  14.  Juni.  Das
Eroße  Heoe  teilt  mit:  An  der  Dardanellenfront
  schossen  gestern  morgen  zwei  feindliche
  se  unter  dem  Schutz  von  sieben
Torpedobooten  ungeföhr  90  Granaten  auf  einige
  unserer  Stellungen  bei  Ari  Burun  und
Seddil  Bahr  ab.  Sie  erzielten  keinerlei  Wir- 



Nolen#—  —

kung  und  zogen  n  baald  Ms  nach.  Imbros

zurück.  Zu  Land  d  bloß  ein  schwacher  Aus
sansch  von-  e  und  Infanteriefeuer  statl.
Unsere  anatolischen  Batterien  richteten  ein  ersolgreiches
  Feuer  auf  den  Feind.

Ein  englischer  Flieger  heruntergeschossen.


WIITB.  Konstantinopel,  14.  Juni.
Große  Hauptquartier  teilt  mit:  Am  24.
erschien  ein  englischer  Kreuzer,  vor  der  ½
nen  Stadt  Moyleh  an  der  düste  von  Medina
am  Roten  Meer  und  ließ  ein  Flugzeug  über
diese  Stadt  aussteigen.  Der  Flieger  wurde
durch  das  Feuer  unserer  Soldaten  und  Feldwa:
chen  abgeschossen  und  stürzte  ins  Meer.

20n

Im  Kaukasus.

WIB.  Konstautinopel,  14.  Juni.  Das

Hauptquartier  teilt  mit:  An  der  Kaukajusfront
  ging  der  Feind  gestern  aus  der  Nichtung
Olty  vor.  Nachdem  er  sich  überzeugt  halte,
daß  unsere  Truppen  gegen  ihn  vorrücken,  zog
er  sich  eilends  zurück  und  ließ  seine  Stellun
gen  völlig  im  Stich.  Wir  wirder  sie.

porlugn.
Portugiesische  Kriegsheßer.

Köln,  14.  Juni.  Die  „Köln.  Ztg.“  meldet
aus  Madrid:  Aus  einer  in  Lissabon  veranstal
stalleten  politischen  Versammlung,  in  der  auck
der  Marincoffizier  Do  Rego  das  Wort  ergriff,
der  bei  der  letzten  Mdülih  eine  große  Nollspielte,
  ist  besondero  hervoczuheben,  daß  der
frühere  Ministerpräsident  sich  dahin  aussprach,
daß  nach  dem  Niederwerfen  der  Dillatur  die
Regierung  das  Bündnis  mit  England  durch
Taten  befestigen  müsse  und  daß  Portugal  nack
den  Ereignissen  von  Angola  nicht  zögern  dürfe,
an  der  Seite  Großbritanniens  die  von  Deutsch
land  angelane  Schmach  zu  rächen.  (.).

Die  Wahlen  in  Portugal.

Lissaklon,  14.  Juni.  (Meldung  der  Agence
Havas.)  Die  letzten  Wahlergebnisse  sichern  den
Demokraten  die  Mehrheit.  Es  herrscht  vollige
Ruhe.  (I.)

—.  —

Altötting,  14.  Juni.  Erschossen.
Gastwirt  Sertl  in  Kroberg  hantierten  zwei
Burschen  mit  einem  geladenen  Gewehr.  Dabei
ging  der  Schuß  los  und  verletzte  den  einen  so
schwer,  das,  in  kurzer  Zeit  der  Tod  eintrat.

Caufen,  14.  Juni.  In  der  Bäderei  von
Graf  brach  während  der  Nacht  Feuer  aus,
das  rasch  großen  Umfang  annahm  und  auf  zwei
Nachbargebäude  übergriff.

Oberammergau,  14.  Juni.  Ein  schwerer
Wolkenbruch  hat  am  Samstagabend  in  kurzer
Zeit  dem  olfienrdor  großen  Schaden  zuge.
sügt.  Um  1½½8  Uhr  ging  das  Unwetter  mieder
und  eine  halbe  Stunde  später  war  das  Ver
hängnis  vollendet.  Die  über  das  Georgenlirch
lein  herabkommende  Leine,  ein  kleines  Wasserrinnsal,
  das  in  die  Ammer  mündet,  schwoll
zum  reißenden  Fluß  an.  Das  We  sser  suchte  sich
ein  neues  Bett,  drang  in  das  Dorf,  viele  Häuser
  überschwemmend.  Einzelne  standen  so  tief
im  Wasser,  daß  man  bis  an  die  Hüfte  im  Wasser
  waten  mußte,  um  zu  ihnen  zu  gelangen.  Es
wurden  dementsprechend  auch  verschiedene  Bauschäden
  angerichtet.  Grohe  Vermüstungen  verursachte
  das  Unwetter  in  den  Anlagen  und  Feldern.
  Die  Heuernte  ist  verwüstet,  auch  die  Kartoffelernte
  ist  für  viele  in  Frage  gestellt.  Eine
Kommission  war  bereits  an  Ort  und  sctelle.
Man  hofft,  Gefangene  zur  Hilfeleistung  zu  erhalten.


Weißenburg  i.  B.,  14.  Juni.  Die  Mühlbesitzersgattin
  Gollisch  i  in  Weiboldsh  hausen  suchte
mit  ihren  zwei  Mägden  während  eines  schweren
  Gewitters  noch  das  Heu  hereinzubringen.
Plötzlich  fuhr  ein  Blitzstrahl  nieder  und  erschlug
die  Frau  und  die  jüngere  Magd.

Bambers,  14.  Juni.  Der  Magistrat  genehmist:
  i.:  s.  ihrcr  heutigen  Sitzung  gemäß  den
Veschlällen“  der  Finanzkommission  einstimmig
eine  Teuerungszulage  an  die  städtischen  Arbeiter
von  2  bis  10  Mk.  per  Monat.  Dabei  wurde
vom  Referenten,  Rechtsrat  Nuißl,  hervorgehoben,
  daß  für  Lohnaufbesserung  der  städtischen
Arbeiter  in  den  letzten  drei  Jahren  23.000
Mark  aufgewendet  worden  selen.  Trotzdem
wurde  die  Teuerungszulage  für  begründek  erachtet
  und  mit  besonderer  Entrüstung  hervorgehoben,
  daß  die  Kartoffelpreise  auf  dem  Wochenmarkt
  in  Bamberg  geradezu  wuch.  risch  gefördert
  würden.  In  den  letzten  Wochen  sei  der
Preis  pro  Zentner  von  4.50  auf  7  Mk.  gestiegen.


#s  —

Bolzkirchen,  14.  Juni.  Von  einem  mehr
als  halbstündigen  Hagelwetler  wurde  am  Samstag
  unsere  Umgegend  heimgesucht.  Am  schwersten
  traf  es  die  Gegend  von  id  und  den
Markt  Holzkirchen.  ie  Schlossen  richteten  an

Obstbäumen  und  in  den  Pflanzgärten  arge  Verwüstungen
  an.  Zum  Glück  ilt  der  betroffene

 

Beim

 

 

Landstrich  *  groß.  In  der  Otterfinger  und
Warngauer  Gegend  wurde  nichts  mehr  verspürt.


Miesbach,  14.  Juni.  Vom  Blitze  erschlagen
  wurde  Aarn  nachmiktags  der  auf  der
Suche  nach  Munikablumen  auf  der  Schöpfer
weide  in  Bergham  befindliche  Gemeindearme
Josef  Ahrainer  von  Niklasreuth.  Der  Getötete
hatte  unter  einem  Fichtenbäumchen  Schutz  vor
dem  Regen  gesucht.

Ruhpolbing,  14.  Juni.  Der  Wagner  Jo
hann  Bantist  Schmuck  in  Entselden  unterhielt
schon  seit  Jahren  mit  der  Ehefrau  seines  Miet
gebers,  der  Bauersfrau  Windbichler  in  Enlfel
den,  Gde.  Ruhpolding,  ein  sträfliches  Verhält
nis.  Zwischen  ihm  und  dem  Ehemann  Wind
kichler  kam  es  deswegen  östers  zu  Streitig
keilen;  schon  im  November  1909  hat  Schmuck
auf  Paul  Windbichler  einen  Revolverschuß  abgegeben.
  (Der  Vorfall  kam  damals  nicht  zur
Anzeige  und  Schmuck  setzte  das  ehebrecherische
Verhältnis  mit  der  Frau,  die  Mutter  von  10)
Kindern  ist,  fort.  Am  19.  April  abends  9  Uhr
drang  Schmuck  in  das  Schlafzimmer  des  Paul
Windbichler  ein  und  gab  auf  diesen  einen  Re
Uolverschuß  ab,  der  den  Getroffenen  schwer  am
Kopfe  verletzte.  gen  erdversuches  wird
sich  nun  Schmuck  bei  der  nächsten  Schwurge
richtsperiode  zu  verantworten  haben.

Endorßf,  14.
Unter  dem  Vorfig  von  Frau  Dr.  Weinhar:
aus  Prien  fand  am  6.  Zuni  1915,  nachmit
lags  3  Uhr,  im  Saale  des  Gasthaufes  Mrhrri
zu  Endorf  eine  reich  besuchte,  durch  das  Er
scheinen  hoher  Gäste  besonders  ausgezeichnel-Generolversammlung
  der  Ortsgruppe  Endors
des  Frauenvcreine  Prien  vom  Roten  Kreuz
stalt.  Außer  dem  Aueschuß  und  den  zahlreichen
Mitgliedern  und  Gästen  von  Endorf  und  aus
wärts,  waren  erschienen:  Frau  Dr.  L.  Sepp,
zweite  Vorsitzende  vom  Pflegerinnenkomilee
des  Zentrallomitees  des  Bayer.  Frauenver
eine  vom  Noten  Kreuz  in  München,  Frau
Baronin  Schady,  die  Vorsitzende  des  Orissammellomitees
  vom  Roten  Krenz  und  des
Vereins  für  Krankenpflege  in  den  Kolonien
von  Nosenheim  und  Frau  Professor  Emma
Merlk-  Haushofer,  die  zweite  Vorsitende  des
Vereins  für  Fraueninteressen  in  München.

Die  Einleitung  der  Versammlung  bestand  in

 

Juni.

der  Begrüßung  aller  Anwesenden  durch  die
Vorsitzende  und  der  Beglückwünschung  von

Fräulein  Amelie  Guggemos,  der  Vorsitzenden
der  Ortsgruppe  Endorf,  zu  einer  ihr  von  aller
höchster  Seile  verliehenen  Auszeichnung  für  20
jährigen  Dienst  im  Roten  Kreuz.  Ein  vorzüglich
  durchgeführter  Jahres=  und  Kriegsberich!
über  die  rege  Tätigkeit  der  Orteagruppe  En
dorf,  besonders  während  der  ersten  Kriegs
monate,  vorgetragen  von  Fräulein  A.  Gugge
mos,  folgte  und  brachte  nähere  Angaben  der
Gesamtbeträge  der  Rote-Kreuz=  Sammlungen  in
ihrem  Bezirk,  sowie  der  Wäsche=  und  Kleidungs
stücke,  die  durch  den  unermüdlichen  Fleiß  der
Bevölkerung  dem  Rolen  Kreuz  zur  Verfügung
gestellt  werden  lonnten.  Nach  einem  von  den
Verwundeten  des  Priener  Vereinslazarelts  ge
sungenen,  feierlich  wirkenden  Soldatenliede  gab
Herr  Erpositus  Wenning  von  Hirnsberg  einen
kurzen  Bericht  über  die  Arbeitsleistung  der  zwei
Gemeinden  seiner  Expositur,  Hirnsberg  und
Pietzing.

Nachdem  auch  die  Vorsitzende  der  Versamm
lung,  Frau  Dr.  Weinhart  eine  kurze  Angabe
über  die  Kriegsleistungen  des  Priener  Zweig
vereins  gegeben  hatte,  sprach  sie  im  Namen  des
Ausschusses  ihren  Dank  all  denen  gegenüber  4o,
die  durch  ihre  Opferwilligkeit  ein  reichliches  E
gebnis  der  Sammlungen  und  Kriegs  *i
tungen  herbeiführten;  ferner  munterte  sie  die
Anwesenden  auf,  auch  künftighin  nicht  zu  ruhen,
den  Verein  durch  neuen  Beitritt  und  Opserfinn
zu  unterstützen.  Frau  Dr.  Sepp,  zweite  Vorsitzende
  des  Pflegerinnenkomitees  vom  Zenlralkomitee,
  erfreute  durch  einige  wohlgewählte
Worte  die  Versammelten.  Sie  gab  der  Anerlennung
  für  die  große  Kriegssürsorge  an  hiesigem
  Orte  Ausdruck,  hob  die  Wichtigkeit  des
Vereins  in  unserer  ernsten  Zeit  hervor,  erzählte
von  den  auheror  dentlichen  Leistungen  der  Schwestern
  des  Roten  Kreuzes  in  Heimat  und  Etappe
und  sprach  endlich  von  der  Landsturmpflicht  der
deutschen  Frau,  die  durch  sparsame  Haushallung,
  großen  Opfermut  und  Gebet  den  Staat
zu  unterstützen  und  zu  kräftigen  hat.

Einer  kurzen  Pause  s#olgte  der  zweile  Teil
der  Versammlung,  der  in  der  Aufführung  zwei
vortresalich  gewählter  Theaterstücke  bestand.  Das

e  Stück:  lles  fürs  Rote  Kreuz“  gab  den
S#t  der  velehiü  Jugend  kund,  die  alles
aufwandt,  auch  ihrerseits  ein  Schär  lein  fü

#eheilige  Sache  beizutragen.  Das  zweite  Stück:

„Der  Weltkrieg  19147,  eine  allegorische  Aufsilang
  m  in  der  die  Verbündeten:  Leostal.
Neid,  Lüge  und  Krieg  Germania,  dem  Frieden,
der  Treue  und  dem  Gebete  ——.  landen,

ab  einer  tiefen  Hoffnu  deutschen  Volles
.t  für  die  Leistung

usdruck.  Nach  lautem
venr  Spieler  endigte  unter  allseitiger  Begeisteng
  für  das  Note  die  Generalversamm-1

  lung  1915  im  Krie

 

mittwoch,  16.  Juni  1013
sitzung  de-  Kolleglum  ber  Gemelnöe-Vevollmachtis#ten
  in  Rosen  heim.

am  Mittwoch,  16.  Juni  1915,
vormittags  1½9  Uhr.

—

.  Rechnung  über  den  am  7.  und  3.  Mai
aufgestellten  Glückshafen;

Abänderung  des  Statutes  des  Eleltrizitäts-Werkes


Geheime  Sitzung.
u.  Prüfung  der  Rechnungen  der  drei  flädt.
Pensionate  pro  1913,
u.  Unwiderrufliche  Anstellung,
Teuerungszulagen,
Freund-Anwesen.

k#kalus  Hüchten.

NRosenheim,  15.

Auf  dem  Felde  der  Ehre  gefallen:
Johann  Scheiber,  Pllasterer  aus  Nosenheim,
Soldat  im  16.  Res.  Juf.-Reg.;  Joses  Hechenleimner,
  Schreiner  aus  Rosenheim,  Sohn  des
Salinarbeiters  Phil.  Hechenleilner,  Reservist  im
3.  Res.-JInf.-Reg.;  Josef  Schleipfner,  Gruber
bauerssohn  von  Grub  bei  Presk  Kanonier  im

NRes.-Fuß  Art.-Reg.;  Aloi?  Zimmerling,
Hausbesitzer  in  Moos,  Expositur  Hirnsberg,
Ers.  Res.  im  J.  Inf.  Reg.:  Georg  Hainzl,  .
nomenssohn  aus  Buch,  Soldat  im  12.  Res.  Inj.
Reg.:  Georg  Kochwagner,  Huberssohn  von
Graf,  Res.  im  15.  Juf.-Reg.;  Balthafar  Reier,
  Bauer  in  Oberschönberg,  Ers.-Res.  im  J.
Inf.-Reg.;  Marin  Heiß,  Bergschmiedsohn  von
Dellendorf,  Ers.  Res.  im  1.  Nes.-Juf.  Reg.;
Zeno  Feuerer,  Güller  in  Edling.  Gesr.  im  2.
Nes..  Inf.-Reg.;  Josef  Cjtermauer,  Bruder  der
Frau  Frida  Pohlhammer  in  Mühldorf,  Soldatl
  im  Ins.  Leib  Reg.;  Valentin  Schwaiger
W  Ruhpolding,  Soldat  im  2.  Schweren  Neier
  Neg.;  (beorg  Aigner,  Badergehilse  in
Traunstein,  Unteroffizier  im  2.  Res.-Juf.-Reg.:
Alois  Pedersdorfer  aus  Siegs  dorf,  Dienstiuccht
in  der  Kuranftalt  Adelholzen,  Soldat  im  15.
Ins.  Neg.:;  Ludmig  Nieder,  Schreiberssohn  von

Z

—

*

 

Juni.

Miedling,  Pf.  Trannwalchen,  Soldat  im  10.
Res.-Jus.-Reg.
Aus  zeichnungen  im  Felde.  Der  Insanterist

  Lechenleitner  im  1.  Nes.-Juf.-Reg.,  der
seinerzeit  schon  mil  dem  Eisernen  Kreuz  ausgezeichnet
  wurde,  erhielt  jetzt  auch  das  Militär-=verdienstlreuz
  3  Kl.  mit  Schwertern  und  ist  (Gefreiter
  worden.  Heck  eul  itner  ist  ein  Sohn  des
Salinarl  eiters  Rrit.  Öcchenleitner  in  Rosenheim;
  sein  Bruder  murde  heute  als  gefallen
gemeldet.

80.  Gebur  tetag.  Major  a.  D.  Edmund
v.  Schmid,  einer  der  Senioren  unseres  Ossizier-.
lorrs,  feiert  in  München  am  17.  Juni  den
30.  Geburletag.  Geboren  1835  zu  Nosenheim
als  Sohn  des  Vezirksgerichtsdireltore  Anton
v.  Schmid,  *  er  1859  nach  einer  Dienstleistung
  im  Zus.  Reg.  zum  Leutnant  des
2.  Onfanterie-  Higie  vor,  wurde  vor  seiner  Beseilsun
  am  Kriege  1866  Oberleutnant  des

7.  Juf.  Reg.  in  Bayreuth  und  1870  im  Dezember
  im  Felde  Hauptmann.  Als  Kompagniechef
wirlle  er  bis  187.3  im  Neuburger  15.  Juf.=Reg.
  Mehrere  Medaillen  schmücken  seine  Brust.
Unsern  Glückwunsch!

Rentamt.  Die  nicht  elatsmäßige  Rentamloassistentin
  Anna  Sronan  in  Wasserburg
a.  Inn  wurde  ab  1.  i  l.  J.  in  etalsmäßiger
Weise  bei  dem  vorigen  Rentamt  ernannt.

Neuerliche  Erhöhung  der  Bierausschankpreise.
  Der  Bayer.  Brauerbund
teilt  mit:  Durch  Bundesratsbeschluß  vom  15.
Februar  1915  wurde  der  Malzverbrauch  der
Brauereien  im  Deutschen  Reich  auf  60)  Prozent
der  Malzmenge  eingeschränkt.  Durch  eine  weitere
  Bundesralsverordnung  vom  17.  März  1915
wurde  sodann  die  Gerstevermälzung  überhaupt
verboten.  Weiter  hat  das  stellvertretende  Generalkommando
  des  K.  B.  1.  Armeekorps  zur
Sicherstellung  des  Bierbedarfes  unserer  tapferen
Feldiruppen  bei  den  Münchner  Brauereien  am
6.  Juni  einen  großen  Teil  ihrer  Biererzeugung
unter  Strafandrohung  beschlagnahmt.  Die
Münchner  Brauereien  sind  daher  nicht  mehr  in
der  Lage,  die  geforderten  Biermengen  zu  liesern,
  sie  mrüssen  künftig  diese  Lieferungen  bei
ihren  sämtlichen  Abnehmern  bedeutend  verringern.
  Sie  hoffen,  daß  die  Notwendigkeit  dieser
Verringerung  der  Bierlieserungen  von  der
völlerung  anerkannt  wird,  zumal  es  die  in  der
Heimat  zurüdgebliebenen  sicherlich  als  vaterländische
  Pflicht  betrachten  werden,  den  gewohnten
  Biergenuß  zugunsten  der  Truppen  einzuschränken.
  Durch  die  Verminderung  der  Bierlieserungen
  an  die  Wirte  und  Wiederverkäufer
werden  diese  jedoch  in  ihrer  Verdienstmöglichleit
  stark  geschmälert.  Um  ihnen  zur  Erhaltung
ihrer  Existenz  einigermaßen  behilflich  zu  lein,
wurde  die  Vereinbarung  getroffen,  a  16.

1915  den  Ausschankpreis  für  Fan  u#  gia
schenbier  um  2  Pfg.  für  den  Lüc  ha  etrhöhen.
Der  Betrag  der  hung  lommt  ausschliehlich,
den  Verkäufern  zugute  und  stellt  nur  eiien  teilweisen
  Ausgleich  dex  ihnen  infolge  der  ver-