Full text: Reichs-Gesetzblatt. 1901. (35)

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§. 3. 
Etatsmäßig angestellte Reichsbeamte, welche außerhalb ihres Wohnorts an 
einem und demselben Orte länger als einen Monat beschäftigt werden, erhalten 
neben ihrer Besoldung für den ersten Monat die im §. 1 festgesetzten Tage- 
gelder. Für die folgende Zeit einer solchen Beschäftigung etatsmäßig angestellter 
Beamten sowie in dem Falle, wenn nicht etatsmäßig angestellte Reichsbeamte 
außerhalb ihres Wohnorts verwendet werden, bestimmt die vorgesetzte Behörde 
die zu gewährenden Tagegelder. 
Für die Dauer der Hin= und Rückreise haben die Beamten in jedem 
Falle auf die im §. 1 festgesetzten Tagegelder Anspruch. 
§. 4. 
An Fuhrkosten einschließlich der Kosten der Gepäckbeförderung erhalten: 
I. bei Dienstreisen, welche auf Eisenbahnen, Dampfschiffen oder Segel- 
schiffen gemacht werden können: 
1. die im §. 1 unter I bis V bezeichneten und die ihnen nach §. 22 
gleichgestellten Beamten für das Kilometer 9 Pfennig und für 
jeden Zu= und Abgang 3 Mark. 
Hat einer der im §. 1 unter I bis IV bezeichneten Beamten 
einen Diener auf die Reise mitgenommen, so kann er für ihn 
5 Pfennig für das Kilometer beanspruchen, 
2. die im §. 1 unter VI bezeichneten und die ihnen nach §. 22 
gleichgestellten Beamten für das Kilometer 7 Pfennig und für 
jeden Zu- und Abgang 2 Mark, 
3. die Unterbeamten für das Kilometer 5 Pfennig und für jeden 
Zu= und Abgang 1 Mark; 
II. bei Dienstreisen, welche nicht auf Eisenbahnen, Kleinbahnen, Dampf- 
schiffen oder Segelschiffen zurückgelegt werden können: 
1. die im §. 1 unter I bis IV bezeichneten und die ihnen nach 
§. 22 gleichgestellten Beamten 60 Pfennig, 
2. die im §. 1 unter V und VI bezeichneten und die ihnen nach 
§. 22 gleichgestellten Beamten 40 Pfennig, 
3. die Unterbeamten 30 Pfennig 
für das Kilometer der nächsten fahrbaren Straßenverbindung; 
III. für die bei Dienstreisen außerhalb des Reichsgebiets zurückgelegten 
Wegestrecken die im §. 1 unter I bis VII bezeichneten und die ihnen 
nach §. 22 gleichgestellten Beamten die den entsprechenden Klassen der 
gesandtschaftlichen und Konsularbeamten des Reichs für Dienstreisen 
außerhalb des Reichsgebiets zustehenden Sätze. 
Bewegt sich eine Dienstreise innerhalb und außerhalb des Reichs- 
gebiets, so ist für die Feststellung der außerhalb des Reichsgebiets
	        
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