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Przemysl zu entsetzen, teils aber auch, weil er, nachdem die Pässe
verloren waren, einen Einbruch in die ungarische Ebene befürchtete.
Von deutscher Seite aber hielt man es für dringend geboten, die
Esterreicher hierbei direkt zu unterstützen, da sie sonst ihren Sweck
wahrscheinlich nicht erreichen würden und es zweifelhaft war, ob sie
dann noch beim Bunde aushalten würden.
Don einzelnen aus der Front gezogenen Truppen wurde daher
unter dem Kommando des Generals von Cinsingen eine neue Süd-Armee
gebildet, die aus der 48. Reservedivision, der I. Division, der
5. Kavalleriedivision und einer aus drei Regimentern zusammengesetzten
verstärkten Brigade bestand, und nach Ungarn gefahren wurde.
Aus dieser letzteren wurde später — soviel ich habe ermitteln
können — eine Garde-Reservedivision gebildet. Auch das Korps
des Feldmarschalleutnants Hoffmann trat am 18. Januar unter
LCinsingens Befehl, so daß dieser außer den deutschen Truppen
die 10. und 55. österreichische Division, die 151. Brigade und die
12. Candsturmbrigade befehligte. Auch eine österreichische Kavalleriedivision
wurde beigegeben. General von Conrad wollte den Rauptstoß
zwischen dem Uzszoker und Duklapaß gegen Przemysl ansetzen.
Rechts davon sollte die deutsche Süd-Armee vorgehen, an
die sich weiterbin General von Pflanzer-Baltin anschließen sollte, dem
später auch die 5. Kavalleriedivision unter dem General von Marschall
unterstand. Su dem Hauptangriff wurde die 3. Armee Boroevic
verwendet, während die 4. Armee Westgalizien des weiteren sichern
sollte.
Den 25. schritt Linsingen zum Angriff, während der rechte Flügel
der 5. Armee schon am 22. antrat. Die Süd-Armee ging aus dem
Raume nordöstlich Munkacs und nördlich Ruszt vor und hatte die
HBöhenstellungen der Kliva und der Kiczirka zu Überwinden, die beide
genommen wurden, und auf denen ein Gegenangriff der Russen
blutig abgewiesen wurde. Der Angriff der Süd-Armee ging dann
unaufhaltsam weiter. Linsingen entriß den Russen den Wyskowsattel,
den Beskidpaß, die Cysahöhe und die bei Smorze und überschritt
siegreich den Kamm des Gebirges. Auch der Uszoker Paß
kam Ende Januar wieder in die Hand der Esterreicher. Als aber der
deutsche General am 5. Februar 1015 gegen die mächtige Stellung
am Swinin vorging, kam sein Angriff zum Stehen. Auch die Macht
des Winters verhinderte zunächst eine Wiederholung des Sturmes.
Siegreich hatte die Süd-Armee bisher gefochten; der Angriff im
gLanzen aber kam nicht vorwärts, und die Esterreicher mußten sich
zunächst damit begnügen, den Einbruch in Ungarn verhindert zu
haben. Um Weiteres zu erreichen, waren stärkere Kräfte nötig. Die
Süd-Armee wurde durch die deutsche 4. Division des II. Korps verstärkt.
Swischen ihr und der 3. rückte die allmählich aus Dolen herangezogene
neugebildete 2. unter dem Befehl Boebhm-Ermollis ein,
und rechts von Cinsingen wurde eine neue, aus deutschen und öster-