Contents : Hessische Verfassungsgesetze mit Einführung und Erläuterungen.

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3.  Bestellung  einer  Buchhypothek.)

Königl.  Amtsgericht.
Herrnhut,  am  3.  Januar  1909.

Vor  dem  Grundbuchrichter  Amtsrichter  Dr.  Schulze  erklärt  der
ihm  von  Person  bekannte:)

Fabrikbesitzer  Curt  Bruno  Kaden
von  Herrnhut:

Von  dem  Brauereibesitzer  Emil  Meier  in  Herrnhut  habe
ich  5000  (fünftausend)  Mark  als  Darlehen  erhalten.

Ich  verpflichte  mich,  dieses  Kapital  nach  vierteljähriger,  an
den  ersten  Tag  jeden  Kalendervierteljahres  gebundener  Kündigung
zurückzuzahlen,  bis  dahin  von  heute  ab  mit  4  v.  H.  zu  verzinsen
  und  die  Zinsen  in  halbjährlichen  gleichen  Raten  am
2.  Januar  und  1.  Juli  jeden  Jahres  zu  entrichten.  Für  den
Fall,  daß  ich  mit  der  Abführung  einer  Zinsrate  ganz  oder  teilweise
  länger  als  zwei  Wochen  im  Verzuge  bin,  soll  das  ganze
Darlehen  ohne  Kündigung  sofort  fällig  sein.  Für  diesen  Fall
soll  sich  der  Zinssatz  vom  Fälligkeitstag  ab  auf  5  v.  H.  erhöhen.

Zur  Sicherung  dieser  Darlehnsforderung  samt  Anhang
und  zur  Sicherung  der  nicht  unter  die  Vorschrift  des  §  1118  BGB.
fallenden  Kosten  bis  zum  Höchstbetrage  von  150  M.  bestelle  ich
an  meinen  beiden  Grundstücken  Blatt  68  und  72  des  Grundbuchs
  für  Herrnhut  eine  Hypothek,  für  welche  die  Erteilung
eines  Hyppothekenbriefes  ausgeschlossen  sein  soll.)

Ich  bewillige  und  beantrage")  unter  Verzicht  auf  die
Eintragungsbekanntmachung)

1)  §§  1113,  1116  Abs.  2.  1132  BG.

2)  vgl.  S.  1  Anm.  3.

2)  vgl.  S.  3  Anm.  8.

4)  Wenn  auch  der  Antrag  in  der  Regel  die  Bewilligung  in  sich  schließt
(§  30  GB0O.),  empfiehlt  es  sich,  die  Bewilligung  ausdrücklich  hervorzuheben.

5)  vgl.  S.  5  Anm.  14.