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5. Am Ufer dräute der Möwenstein,
Drauf stand ein verrufnes Gemäuer,
Dort schleppten sie Werg und Strandholz hinein
Und gossen Gl in das Feuer.
Das leuchtete weil in die Macht hinaus
Und sollte rufen: O komm nach Haus!
Dumpf an rollen die Fluten.
Hier steht dein Weib in NMacht und Wind
Und jammert laut auf und küßt dein U#ind:
„Sen Boot is noch buten!“
4. Doch die Macht verrann, und die See ward still,
Und die Sonne schien in die Flammen,
Da schluchzte die Urmste: „As Gott will!“
Und bewußtlos brach sie zusammen! ·
Sie trugen sie heim auf schmalem Brett,
Dort liegt sie nun fiebernd im Mrankenbett,
Draußen plätschern die Fluten;
Dort spielt ihr Ulind, ihr „lütting Jeham“,
Und jtallt wie träumend dann und wann:
„Een Boot is noch buten!“ —
71. Der blinde König. Von Ludwig Uhland.
Wa#a steht der nord'schen Fechter Schar
Hoch auf des Meeres Bord?
Was will in seinem grauen Haar
Der blinde König dort?
Er ruft, in bitterm Harme
Auf seinen Stab gelehnt,
Daß überm Meeresarme
Das Eiland widertönt:
2. „Gib, Räuber, aus dem Felsverlies
Die Tochter mir zurück! «
Ihr Harsenspiel, ihr Lied so süß
War meines Alters Glück.
Vom Tanz auf grünem Strande
Hast du sie weggeraubt;
Dir ist es ewig Schande,
Mir beugt's das graue Haupt!“
5r