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anlagen eigenmächtig verändern, bei Vermeidung
einer vom Vorsteher festzusetzenden Ordnungsstrafe
bis zu dreißig Mark für jeden Übertretungsfall.
§ 20.
Der gemeinsamen Beschlußfassung der Genossen
unterliegen:
1. die Wahl der Vorstandsmitglieder und
deren Stellvertreter;
2. die Festsetzung der dem Vorsteher zu gewährenden
Entschädigung;
3. die Wahl der Schiedsrichter und deren
Stellvertreter:; ,
4. die Abänderung des Statuts.
g 21.
Die erste zur Bestellung des Vorstandes erforderliche
Generalversammlung beruft die Aufsichtsbehörde,
welche auch zu den in dieser Versammlung
erforderlichen Abstimmungen eine
vorläufige Stimmliste nach den Flächenangaben
des Grundstücksregisters des beitragspflichtigen
Genossenschafsgebiets aufzustellen hat.
Die weiteren Generalversammlungen sind in
den gesetzlich vorgeschriebenen Fällen (§ 60 des
Wassergenossenschaftsgesetzes) durch den Vorstand,
im übrigen aber durch den Vorsteher, und zwar
mindestens alle fünf Jahre, zusammenzuberufen.
Die Einladung erfolgt unter Angabe der
Gegenstände der Verhandlung durch ortsübliche
Bekanntmachung in denjenigen Gemeinden und
Gutsbezirken, deren Bezirk dem Genossenschaftsgebiete
ganz oder teilweise angehört.
Zwischen der Einladung und der Versammlung
muß ein Zwischenraum von mindestens
zwei Wochen liegen. «
Die Versammlung ist ohne Rücksicht auf die
Zahl der-Erschienenen beschlußfähig.
Der Vorsteher führt den Vorsitz.
Die Generalversammlung kann auch von der
Aufsichtsbehörde zusammenberufen werden. In
diesem Falle führt sie oder der von ihr ernannte
Kommissar den Vorsitz. "
g 22.
Die Streitigkeiten, welche zwischen Mitgliedern
der Genossenschaft über das Eigentum an
Grundstücken, über das Bestehen oder den Umfang
von Grundgerechtigkeiten oder anderen Nutzungsrechten
oder über etwaige, auf besonderen Rechtstiteln
beruhende Rechte und Verbindlichkeiten der
Parteien entstehen, gehören zur Entscheidung der
ordentlichen Gerichte. .
Dagegen werden alle anderen Beschwerden,
welche die gemeinsamen Angelegenheiten der Ge—
nossenschaft oder die vorgebliche Beeinträchtigung
einzelner Genossen in ihren durch das Statut
begründeten Rechten betreffen, von dem Vorsteher
untersucht und entschieden, soweit nicht nach dem
Statut oder nach gesetzlicher Vorschrift eine andere
Stelle zur Entscheidung berufen ist.
Gegen die Entscheidung des Vorstehers steht,
sofern nicht eine andere Behörde ausschließlich
zuständig ist, jedem Teile die Anrufung der Ent—
scheidung eines Schiedsgerichts frei, welche binnen
zwei Wochen, von der Bekanntmachung des Be—
scheides an gerechnet, schriftlich bei dem Vorsteher
angemeldet werden muß. Die Kosten dieses
Verfahrens sind dem unterliegenden Teile auf—
zuerlegen.
Das Schiedsgericht besteht aus einem Vor—
sitzenden, welchen die Aufsichtsbehörde auf die
Dauer von fünf Jahren ernennt, und aus zwei
Beisitzern. Diese werden nebst zwei Stellvertretern
von der Generalversammlung nach Maßgabe der
Vorschriften des Statuts ebenfalls auf fünf Jahre
gewählt. Wählbar ist jeder, der in der Gemeinde
seines Wohnortes zu den öfentlichen Gemeindeaämtern
wählbar und nicht Mitglied oder Vorsteher
der Genossenschaft ist.
Wird ein Schiedsrichter mit Erfolg abgelehnt,
worüber im Streitfalle die Aufsichtsbehörde endgültig
entscheidet, so ist der Ersatzmann aus den
gewählten Stellvertretern oder erforderlichenfalls
aus den wählbaren Personen durch die Aufsichtsbehörde
zu bestimmen.
§ 23.
Die von der Genossenschaft ausgehenden
Bekanntmachungen sind unter ihrem Namen (8 2)
zu erlassen und vom Vorsteher zu unterzeichnen.
Die für die Offentlichkeit bestimmten Bekanntmachungen
der Genossenschaft werden in das
Kreisblatt des Kreises Usedom-Wollin aufgenommen,
sofern nicht die ortsübliche Bekanntmachung allein
durch dieses Statut vorgeschrieben ist.
g 24.
Soweit die Aufnahme neuer Genossen nicht
auf einer dem § 69 des Wassergenossenschaftsgesetzes
entsprechenden rechtlichen Verpflichtung
beruht, kann sie auch im Wege der Vereinbarung
auf den Antrag des Aufzunehmenden durch
Vorstandsbeschluß erfolgen. Der Beschluß unterliegt
der Prüfung des Vorstandes des Meliorationsbaumts
und bedarf der Zustimmung der Aufsichtsehörde.
—.
Vorstehendes Statut, dem die Beteiligten
zugestimmt haben, wird auf Grund der 8§8 57
und 82 des Gesetzes, betreffend die Bildung von
Wassergenossenschaften, vom 1. April 1879 in Ver-