Metadata : Handbuch zum praktischen Gebrauch der Kreis- und Amts-Ordnung.

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Blüten.  Der  Kelch  der  Blüte  ist  röhrig  und  5  zähnig.  Die  öblättrige  Blumenkrone  ist
unregelmäßig  und  gleicht  einem  Schmetterlinge  mit  ausgebreiteten  Flügeln  (Schmetterlingsblüte).
  Das  große  Blatt  heißt  Fahne  (Fig.  24),  die  beiden  seitlichen  Flügel,
  die  beiden  untern  kahnförmig  zusammengewachsenen  Schifschen  oder  Kiel.
Im  Schifschen  liegen  10  nach  innen  gekrümmte  Staubgefäße,  von  welchen  9  in  ein
Bündel  verwachsen  sind,  1  aber  allein  steht,  und  ein  Stempel,  welcher  von  der  durch
die  verwachsenen  Staubgefäße  gebildeten  Röhre  eingeschlossen  wird.  Aus  dem  seitlich
  zusammengedrückten  Fruchtknoten  entsteht  die  Frucht,  eine  Hülse.  (2  Klappen,
die  durch  Nähte  verbunden  sind.)  Die  darin  liegenden  Samenkörner  (Erbsen)  geben
eine  gesunde  Nahrung.  Weiße  und  graue  Erbse.
—  O5—6  auf  Feldern  angebaut.  —

6  Verwandte  Schmetterlingsblütler  sind:  die  Saubohne

mit  aufrechtem  Stengel  und  schwarzen  Hülsen,  die  in  Gärten
  gezogenen,  verschiedenen  Bohnen,  die  Kleearten  mit
.  3  zähligen  Blättern  und  Blütenköpfchen,  die  Wickenarten
mit  gleichpaarig  gefiederten  Blättern,  kletterndem  Stengel

und  runden  Früchten.
——  8.  Die  Hundsrose.  Die  vielfach  verästete  Wurzel
“  treibt  mehrere  holzige  Stämme.  Die  Pflanze  ist  also  ein
Strauch.  Die  Rinde  ist  unregelmäßig  mit  sichelförmi-24.
  gen  Stacheln  besetzt.  Die  Blätter  sind  unpaarig  gefiedert.
An  ihrem  Grunde  befinden  sich  2  Nebenblätter.  Der  bleibende  Kelch  ist  wie  ein
bauchiger  Krug,  der  einen  5  teiligen  Saum  hat.  Am  obern  Rande  desselben  sitzen
die  5  rosarot  bis  weiß  gefärbten  Kronenblätter,  sowie  mehr  als  20  Staubfäden  und
zahlreiche  Stempel.  Nach  der  Blüte  verwandelt  sich  der  Kelch  in  die  rote,  fleischige
Hagebutte,  welche  die  gestielten,  steifhaarigen  Früchtchen  einschließt.  Durch  Veredelung
  sind  aus  der  Hundsrose  unsere  verschieden  gefärbten  gefüllten  Rosen,  die
Königinnen  aller  Gartenblumen  —  das  Sinnbild  der  Jugend—Sentstanden.  A  5—7.

9.  Der  Apfelbaum  hat  ausgebreitete,  ziemlich  wagerecht  stehende  Aste  und  eiförmige,

  behaarte  Blätter.  Die  Blüten  bilden  eine

Doldentraube,  sind  groß,  5  blättrig  und  sehen  innen

D  9  v  weiß,  außen  rot  aus.  Auf  dem  Kelchrande  stehen  20

1  Fe  26.  und  mehr  Staubgefäße.  Die  fleischige  Frucht  enthält

7  o  ein  Kerngehäuse  (Kernobst).  Der  Birnbaum  hat  Aste,

—  welche  mehr  in  die  Höhe  wachsen  und  länglich  eiförmige
und  glatte  Blätter.  Veredelungsarten  Fig.  25—27.

Verwandte  Rosenblümler  sind:  die  Brombeere,  deren
kleine  Steinfrüchtchen  in  eine  schwarze  Halbkugel  zusammen-#
  25.  gehäuft  sind,  die  Himbeere,  die  Erdbeere,  deren  grün-1"
  liche  Nüßchen  auf  dem  roten,  fleischigen  Fruchtboden  —
D  der  Erdbeere  —  stehen,  der  Weißdorn,  die  Eberesche
(Quittsche),  der  Kirsch=  und  Pflaumenbaum  und  in
warmen  Ländern  der  Aprikosen-,  Pfirsich=  und  Nelbenpfefserbaum
  dessen  unreife  Früchte  das  englische

——  ewürz,  die  Gewürznelke,  deren  Blütenknospen  die
A  Gewürznelken  abgeben.
·  10.  Das  Bilsenkraut.  Die  weiße,  möhrenförmige

—IINMNN  Wurzel  treibt  einen  bis  1  m  hohen,  runden,  verästeten,

27  klebrig  zottigen  Stengel.  Die  großen,  unten  gestielten,
oben  sitzenden  Blätter  sind  länglich,  grob  buchtig  gezähnt,  schmutzig  grün  und  ebenfalls
  behaart.  Die  fast  ungestielten  einblättrig-5  spaltigen,  trichterförmigen  Blüten
sind  trüb  gelb,  violett,  geadert  und  winkelständig.  In  ihr  stehen  5  Staubgefäße  und
1  Stempel.  Die  Frucht,  welche  im  bleibenden  Kelche  sitzt,  ist  eine  2  fächerige  Kapsel,