Volltext : Reichs-Gesetzblatt. 1918. (52)

—  240  —

Artikel  25
Soweit  nicht  Verabredungen  zwischen  den  Interessenten  von  Schiff  und
Ladung  entgegenstehen,  wird  die  während  der  Fahrt  von  dem  Schiffe  eines  vertragschließenden
  Teiles  erlittene  Haverei  von  den  Generalkonsuln,  Konsuln,  Vizekonsuln
oder  Konsularagenten  dieses  Teiles  geregelt,  wenn  das  Schiff  einen  Hafen  ihres
Amtsbezirkes  anläuft.

Die  Regelung  erfolgt  jedoch  durch  die  Landesbehörden,  wenn  ein  Landesangehöriger
  oder  der  Angehörige  einer  dritten  Macht  beteiligt  ist  und  eine  gütliche
  Einigung  nicht  zustande  kommt.

Artikel  26

Die  Konsularbeamten  jedes  der  vertragschließenden  Teile  können  unter  dem
Vorbehalt  der  Gegenseitigkeit  im  Gebiete  des  anderen  Teiles  außerdem  dieselben
Amtsbefugnisse  ausüben  wie  die  Konsularbeamten  gleicher  Art  und  gleichen  Ranges
der  meistbegünstigten  Nation.

Vierter  Abschnitt
Schlußbestimmungen

Artikel  27
Die  deutschen  Schutzgebiete  werden  von  diesem  Vertrage  nicht  berührt.  Die
Beziehungen  zwischen  diesen  Gebieten  und  dem  Osmanischen  Reiche  in  Ansehung
der  Zulassung  der  Konsuln  sowie  ihrer  Vorrechte,  Befreiungen  und  Amtsbefugnisse
werden  durch  besonderen  Vertrag  geregelt.