Aufünfer 122
17. Infanterieregiment Germersheim. Joh.
Fuggentaller, Halfing, gefallen; Joseph Aschl,
Burgkirchen, leicht verwundet: Joseph Pöverlein,
Miesbach, leicht verwundet.
18. Infanterieregiment Landau. Heinr. Hummel,
Grub, schwer verwundel; Mar Gschwendtner,
Obertaufkirchen, gesallen.
Reserve-Infanterieregiment Nr. 2. Martin
Schwarz, Schechen, schwer verwundet; Johann
Schweiß, Hörmannedorf, gefallen: Matthias
Keineder, Penzing, leicht verwundet.
HFReserve-Infanterieregiment Nr. 13. Wilhelm
Ried, Reichenhall, leicht verwundet; Gefr. Joh.
Litzfelder, Kolbermoor, schwer verwundet: Sebastian
Braun, Nohrdorf, schwer verwundet:
Gefreiter Georg Friedrich Unterberger, Pfafsenhosen,
leicht verwundet; Franz Euringer,
Ernsgaden, leicht verwundet.
Reserve-Infantericregiment Nr. 17. Johann
Ramsl, Ampfing, schwer vermundet; Mar Lermer,
Reit i. W., schwer verwundet.
Reserve- Jäger-Bataillon Nr. 1. Vizefeldw.
Franz Lepperdinger, Reichenhall, leicht verwundet.
Brigade-Erfatz Bataillon Nr. 11. Joserh
Reszger, Osterham, sehmer verw.; Georg Stadler,
Fnestätt, leicht verwundet.
Flieger-Abteilung 6. Hauptmam (16. Juf.=Reg.)
Friedrich Jägerhuber, Reichenhall, t5dlich
verunglückt 16. 7. 15.
Ser#ter
Baachener ##1 55 dst —
München, 2. Aug. Der Verband der oberbayerischen
Milchwroduzenten hielt am Sonnlag
im Kathol. Gesellschaftshause eine auß r
ordentliche Generaiversammlung ab, um Aussprache
zu pflegen über die Milchpreisfrage.
Der Vorsitzende Eichner u (Jasberg! verbreitete
sich *sn*mH das Thema: „Die heutige Milchpreis
irise“. teuRedner ging von der Erregung
aus, die 5 der Stadt gegen die Milchpreisfe
herrscht. Die jetzigen! Milchpreise Baben cine
Reihe von Gründen: die bedeulende Steigerung
der Futtermittell raire, di: an sich #rischegenn
gene Mülcktron#ltiont ögiichlei. die holen
Preif e für Butier und Käse usw. Auch die sonsligen
Betriebs voftr- zu für die Bauern sind dur!“
wegs gestiegen. Die Produzenten werden jiz,
den vom K. Generallommando etwa festauf.
zenden Köd ipxreisen hinsichilich der Lieserung
nach Müncken fügen; das zu liefern. de Ouantitin
aber wird sich nach den dafür feugesetzten Höc
Freisen! richten; jede Verantwor#ung dafür leh
nen wir aber ab. Es sei zu hoffen, daß bei
der Festsetzung von Milchhöckstorei. en eine befr
sere Einsicht walte, wi: bei der Festlegung von
Höchstpreisen für Heu. Die Dielussionsredner
stellten sich nämlich auf den Ztandpunkt bhes
Referenten. Landrat Kurzenberger verlangte
inebesondere auch Höchstrreise für Brangerü#.
Zum Schlusse wurde ein Antrag des Neseren.en
einstimmig angenommen, demgemäß die ober
bayerischen Müchproduzenten etn#aigen dom Ge
neralkommando festgesetzten Höchstpreisen sich fugen
wollen, das zu liefernde Milchguantum aber
von der Höhe der Höchstpreise abhängig machn.
e sc
Swiesel, 30. Junli. Die Waldbecrenernt
ist im Banerischen Wald nunmehr im beiier
uge. Tie Heidelbeeren haben teils durch Spöt
fron, teils In#c. die anhaltende Trockenheit ge
litten, so d da- den niederen Lagen die Ernie
wenig ergiebig #a#. Dafür trägt sie in den
höheren Lagen sehr ichane und reichliche Frunn.
Die Preiselbeeren, deren Ernr- erit Mitte Au
gust beginnt, hat durch die „ia, n Ursachen gelitten
und liefert nur gering.) n Ertrag. Die
Himbceeren dagegen tragen heuer ungemein reich
lich und spenden schöne gute Fruchl, so daß mit
einer vorzüglichen Ernte gerechnet werden lann.
Den armen Leuten bringt das Vecrensammel-:
eine reiche Einnahme. Eine fleißige Frau ver
dient sich jetzt jeden Tag sechs Mark.
Sersn
Oberauborf, 2 r%, Heute nachmittag
murde Hr. Apotheker Hagen, der sich um unsere
Gemeinde wie um das ganze Inntal die
größten Berdienste erworben hat, unter großem
Ehrengeleite zu Grabe getragen. Nach der
Ueberführung aus München wurde die Leiche
in der Kapelle auf dem Friedhof ausgebahrt,
während eine unendliche Zahl von Kranzspenden
aus nah und sern eintrafen. welche Zeugnis
dafür ablegten, wie groß die Wertschätung des
Verewigten und die Anerlennung für sein uner
müdliches, ersprießliches Wirken ist. Zur Teilnahme
an der Beerdigung hatten sich namentlich
die Feuerwehren des Bezirkes Nosenheim eingefunden;
sämtliche Wehren des Bezirkes Rosenheim-Land
waren durch größere oder lleinere
Abordnungen vertreten, während die Wehfren
von Oberaudorf und den Nachbarorten
vollzählig ausgerückt waren, mehrere mit ihren
Fahnen. Auch die Feuerwehr von Nosenheim-Stadt
war durch eine größere Abordnung mir
dem ersten Kommandanken Hrn. Stadtbaurat
Schlögl an der Sypitze erschienen. Auch die Alpenvexeinssektion
Rol war pertreten:
stand ihr doch der Verewigte besonders nahe
durch seine eifrige Förderung des Brünsteinhauses
und der Wegmarlierungen. Den schier
endlosen Kondult führte unter dem Geläute
der Oberaudorfer Pfarrkirche Hr. Stadtpfarrer
Weber von Nosenheim. Voraus schritten die
Volksschüler. welche die vielen Kranzspenden
trugen. Dann folgte die lange Reihe der Feuerwehren,
während den näch sten Angehörigen hinter
dem Sarge die vielen Trauergäste, darunter
auch H. H. Geistl. Rat Beck mit noch einem
H. H. Geistlichen sich anschlossen. Der Sarg.
der mit Kränzen reich bedeckt war, wurde von
acht Feuerwehrmännern der Oberaudorser Wehr
getragen, während die Oberaudorfer Musin.
pelle einen Trauerchoral spielte. Von der Kapelle
aus bewegte sich der Zug an der Wohnung
des Verblichenen vorbei durch die Hauptstraße
zurück zum Friedhof, wo die Beisetzung
in einem Grabe unmittelbar links am Eingang
stattfand. Kopf an Kopf hielt den engen Raum
um das Grab besetzt. Nach den kicchlichen Gebeten
hielt Hr. Stadtpsarrer Webrr die Trauerrede,
in welcher er das arbeitsreiche Leben des
Heimgegangenen, sein Wirken und Schaffen,
seine Verdie enste. und Erfolge in beredten Worten
schilderte und ein lebenswahres Bild des Heimgegangenen
zcichnete. Dam widmeten die Orte
feuerwehr, der Bezirksverband und der Kreis-Ausschuf
dem Verstorbenen ehrende Nachrufe
und Kranzspenden, während die vielen anderen
Kränze früher schon an der Bahre niedergelegt
worden waren. Die Musik spielte noch einen
Choral und ein Sängerchor sang die eindrucsvolle
Weise eines Grabliedes von Reiserer, welches
der heimische Komponist selbst dirigierte.
Bei allen hinterließ das Lied einen tiesen Eindruck.
Boll Wehmut und Trauer nahm man
dann Abschied von dem Grabe, das der Besten
einen birgt, von dem Grabe eines Mannes,
dessen Name, dessen Verdienste bei uns sortleben
werden. Hr. Apotheker Hagen und sein
erfolgreiches Wirken wird uns unvergeßlich bieiben.
Er ruhe in Frieden!
Kemmunoles.
Sitzung des Wagistrats-MWollegium=Rosenheim.
J0. Juli 1915.
Verehelic. — erhalten: Bahnschlosser
Johann Perr mit der Wagenwärtergehil
fenstochter Katb. Schmid von hier; Notaiatsassistent
Frz. -Hufner mit der Damenschneiderin
Ursula Huber von Westerndorf.
Dem pens. Salinenarbeiter Johann Schös
von hier nird das Bürgerrecht gebührenfrei
verliehen, da er an den Feldzügen 1866 und
1870.71 teilgenommen hat.
Nür Rinnenpflasterung beim Wohnhausneubau
der (#ebr. Aicher, Jnnstr. 36, werden
408 Ml. aills der Pslasterzolllasse genehmigt.
Dem Kommssionsantrag entsprechend, find
die wegen des Kriegs zurückgestellten Verhand
lungen über Aufstellung eines Elektromotorund
einer Hochdruck-Evolvrentenpumpe in dir
Pumpstatien Hofmühle wieder aufzunehmen.
Gegen den vom Stadtbauamt im Juni ge
fertigten Vaulinienplan einschließlich der Höhen
lagen zmisetfen Münchener= und Wittelsbacher
straße wird eine Erinnerung nicht erhoben.
Nach Antrag der Baukommission wird von
der Wieder: ustandsehzung der äußerst. baufälligen
Kegelbahn im Kaiserbad mit Räßsicht auf die
erforderlichn hohen Kosten von 165700 Ml. ab
gesehen und beschlossen, die Kegelbahn zu be
seiligen. Für Beseitigung der Kegelbahn und
Herstellung einer Einfriedung sowie für die Ausführung
der im stadtbauamtl. Kostenanschlag
vom 25. Juni 1915 genannten rordringlichen
und unausschiebbaren Bauvornahmen im Koaiserbad
wird der Betrag von 2510) Mk. genehmigt.
Die Summe ist in den Gemeindcelat
1915 einzustellen.
Um die schweren Nacteile, welche die Rechte
der Euigsieftenbesitzer in finanzieller und betriebstechnischer
Hinsicht dem städtischen Wasserwerk
bringen, zu beseitigen und die Ewigstejienvesizer
jür eine Ablösung ihrer Rechte
geneigt zu machen, wird dem Antrage der Kommission
für das Wasserwerk vom 29. ds. Mts.
entsprechend beschlossen: „denjenigen Anwesensbesitzern,
melche Wasser aus der slädtischen
Hochdruckleitung in Form von Erigftesten beziehen
und bio spätestens 31. Dezember 1915
dem Magistrat gegenüber den Verzicht auf ihre
Enigsteften-Rechte erllärt haben, werden für
den Wasserbezug folgende Vergünstigungen eingeräumt:
a der seinerzeit für den Erwerb je
eines Ewigsteftens an die Stadltgemeinde geleistete
Kaufschilling wird an den gegenwärtigen
Inhaber des Rechtes zurückerstattet. Hiebei
wird für den Betrag von 125 fl. der Betrag
von 250 Mk. berechnet; b) weiter wird für die
gesamte dem betreffenden Anwesen aus der
städtischen Hochdruckwasserleitung zugeführte und
durch den Aassermesser angezeigte Wassermenge
auf die Dauer von 20 Jahren, gerechnet vom
Tage des Verzichts ab, am Wasserzins ein
Rabatt von 500 Proz. gewährt.“
Baugenehmigungen erhalten: 1. Bäckermeister
Taver Buchecker zur Herslellung einer Entwäslerung
und W##rtanlage im Aumelen Saus
Nr. 4 und 6 am Esbaum; 2. Postbote Hubert
Rasp zur Herstellung einer .19
auf dem Grundstück Plan Nr. 966 an
Ellmaierstraße durch die Vberböperische Ueberlandzentrale
(A.-G.).
———.—
Rosfenheim, 3. August.
Auf dem Felde der Ehre gefallen:
Fritz Bayer, Sohn des Kaufmanns Josef Bayer
in Bad Mbling, Unteroffi izier im 13. Res.-Inf.=Reg.;
Josef Winterer, Feichtbauerssohn von
Irlham, Pf. Oberbergkirchen, Soldat im 216.
Res.-Inf.-Reg.; Seb. Unterforsthuber, Viktnalienhändlerssohn
i in Rückl, Pf. Tauflirchen, Soldat
im 16. Res.-Inf. Reg.
Auszeichnungen im Felde. Der Kriegsfreiwillige
Kanonier „Willy Rösner, Sohn der
Fabrikbesitzerswitwe Frau Kathi Rösner, wurde
mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet, ebenso
der Oekonomenssohn Leonhard Wiser aus Willing
bei Aibling, welcher als Infanterist im
2. Res.-Inf.-Reg. fteht. Dem Oberleutnant Anion
Grimm im 1. Jäger-Bat., früher Lehrer in
Bad Aibling, und dem Bezirksamts-Assistenten
Hans Kraus in Erding, früher in Bad Aibling,
wurde das Eiserne Kreuz erster Klasse
verliehen. Der Infanterist Georg Kaiser im
Inf. Leib-Neg., Sohn des Sparkassenbuchhalters
Kaiser in Traunstein, wurde mit dem Eisernen
Kreuz 2. Kl. ausgezeichnet. Die gleite
Auszeichnung - sich der Gefreite Joses
(Gras im 6. f. Reg., Sohn des Bezirlsamtesekretär
Gaf in Mühldorf.
Vom Landsturm-Inf. Bat. Rosenbeim.
Das Militärverdienstlreuz J. Kl. mie
Schwertern wurde verliehen den Gefreiten Julius
Seidl, Martin Zaunbos und Michael Hofreiter
und den Landsturmmännern Hieronymus
Opbacher und Kaver Milkreiter.
Der Opfertag in Rosenheim hatte
ein überaus erfreuliches Ergebnis. Wie wir erfahren,
stellt es sich auf insgesamt 5 246.70 Ml.
Davon entfallen 4792.13 Mk. auf die Sammlung
und 452.57 Mk. auf das Konzert. Dazu
lommt ein weiterer uns heute noch übermittellter
Beitrag des Hru. Regierungsrates Frhrn.
v. Pechmann mit 10 Mk., so daß sich das Ergebnis
auf 5 254.70 Mk. erhöht. Für diese
erneute Opferwilligleit unserer Einwohnerschaf:
sei auch hier Dank und Anerlennung ausgesprochen,
ebenso all jenen, welche sich in den Dienst
des Opfertages stellten. Auch in anderen Or
len des bayer. Oberlandes hatte der Opfertag
schöne Ergebnisse. In Traunstein erbrachte er
über 3000, in Miesbach 1 475 Mk.
K. Oberzollinspektor Pezold r.
Eine ansehnliche Trauerversammlung gab a
Montag nachmittag dem so jäh hinweggerafften
Vorstand des K. Hauptzollamtes Rosenheim,
Hrn. K. Oberzollinspeltor Mar Pezold dalethte
Geleite. Die Spitzen der staatlichen und
slädtischen Behörden, Vorstände und Beamte
der hiesigen Aemter waren erschienen, ihnen
gesellten sich zahlreiche Herren des Magistratlollegiums,
des Kollegiums der Gemeindebe
vollmächtigten und riele Freunde und Bekanutf
des Verblichenen zu. H. H. Ceistl. Rat Stadl
pfarrer Geßl hielt in tiefergrei ender Weise dir
Trauerrede und schilderte mit bewegten Worten
die edlen Charaltereigenschaften, die Herzens
güte und den Pflichteiser des Verewigten. Wiwir
der Tranerrede entnahmen, wurde Herr
Pezold im Jahre 1853 als Sohn eines Ober
försters in Kronach geboren. Nach Absolvie
rung des Gymnasiums zu Bayrenth und Bam
berg vollendete er seine Studien an der Uni
versität zu München. Seine erste Anstellung
als Praltilant erhielt er im Jahre 1880 am
K. Hauptzollamte Rosenheim. Im Jahre 1817
übernahm Herr Pezold als Oberzollinspektor
die Leitung des K. Hauptzollamtes Rosenheim,
dem er bis zu seinem Ende seine ganze
Kraft widmete. An der Bahre trauern 7
der tiesgebengten Witwe vier Kinder; 2 Kinder
sind dem Vater im Tode bereits voraus.
gegangen. Nach der Trauerrede widmeten die
Beamten des K. Hauptzollamtes, das Korps
Palatia, der Korpsphilister-Verband Rosenheim
und die Gesellschaft Harmonie dem Verewigten
unter gleichzeiliger Niederlegung von Kränzen
tiesempfundene Nachrufe.
Eine Jagd nach einem Diebsgesellen
war am letzten Sonntag, nachmittags halb
2 Uhr in der Frühlingsstraße zu beobachten. Ein
junger Mann hatte nämlich bei Metzgermeister
Rothmayer ein größeres Stück Hackbraten mitgehen
lassen und entfsernte sich dann eiligst auf
einem Rad, während der Bestohlene und ein
paar Hunde dem Langfinger nachsetzten. Zur
Abwehr des ihm zu nahe kommenden Hundes
ließ der Dieb den Braten fallen und entkam
so den Verfolgern.
der.
Wetterbericht
Wetterbericht für Mittwoch, 4. Auguft:
— —· —4
Mittwoch, 4. August 1014
Der Welltkrieg.
Versenkt.
London, 3. Aug. (Reuter.) Der Dampfer
„Clintonia“ wurde versenkt. 54 Mann der Besatzung
sind gerettet, 11 Mann werden als verloren
gemeldet. Der britische Dampfer „Benvorlich“
wurde versenkt. Der erste Leutnant und
6 Matrosen wurden gelandet. Der Kapitän und
der Rest der Besatzung verließen das äi
in einem Boote. (J.)
Diie Ausstände in Amerika.
Newyork, 3. Aug. (Neuter.) Die Miliztruppen
wurden aufgerufen, um die bewaffnete
ungarische ausständige Aluminiumfabrik von
Massena zu überwältigen. Die Fabrilbeamten
schreiben die Bewegung ausländischen Einflüssen
zu. Ein Ausständiger wurde getötet, mehrere
verwundet.
Die Reden in der Duma.
Berlin, 3. Aug. Man muß Sasanows
Aeußerungen über die Neutralen mit seiner herrischen
Rede zu Beginn des Krieges vergleichen.
Am eindruckvollsten ist der Appell am
Serbien, es möge in den Drangsalen dieser Zeit
ut zu neuen Opfern schöpsen. Aus dem
Schüttzling ist also der ersehnte Helser geworden.
Sasanom hat in der letzten Dumasitzung in
hohem Tone verkündet, Konstantinopel müsse
an Rußland fallen. Davon hat er jetzt weise
geschwiegen und nur von beinahe unübersteigbaren
Hindernissen gesprochen. Ferner erwähnte
Sasanow bei dem Italien gespendeten Lobe,
daß Italien zu seinem Verrat von Anfang an
entschlossen war. Diesem Zeugnis Sasanow“
gegenüber ist alles Leugnen und Zügen der
Italiener hinfällig. (Z.
.
Das Friedenshoffen des Papstes. ·x
Brüssel, 3. Aug. Nach Milteilungen aus
der Umgebung des Kardinals Mercier wird "
der Panxst nach der Entscheidung in Polen eine
neue Friedensaktion bei allen Staatsoberhäuptlern
der kriegführenden Staaten unternehmen.
Der Papst wünsche vor allem einen neuen Winlerfeldzug
vermieden zu sehen. (33.)
Cholera in Italien.
Lugano, 3. An . Seit Tagen laufsen Gerüchte
über den #####ruch der Cholera in Süditalien
um. Ein Ministerrat hat einen Erlaß
zur Verschärfung der hygienischen Maßnahmen
beschlossen. (Z.)
Serbisches.
Nisch, 3. Aug. Nach der „Agence Havas“
hat der serbische Kronprinz folgenden Tagesbesehl
erlassen: Da in ganz Frankreich, Belgien,
Italien und in den Ebenen von Gaiizien und
Russisch-Polen blutige Kämpfe entbrannt sind,
ist es unmöglich, unsere militärische Aufgabe
als beendet zu betrachten und unser Schwert in
der Scheide zu lassen. Wir haben die Verpflichtung,
unsere nationale Aufgabe bis zum Ende
zu erfüllen, ebenso unsere Aufgabe als Verbündete
gegenüber dem Russentum und Slaventum.
(J.,
Die japanische Hilfe.
Kopenhagen, 3. Aug. Die „Nationaltidende“
erfährt aus Paris, daß die Entsendung
eines japanischen Hilselorps von einer
halben Million Mann fest beschlossene Sache
sei. Die japanischen Truppen würden über
Mladiwostok an die russische Front gebracht
werden. Die englische Presse bespricht die Meldung
von der japanischen Hilfe auch heute noch
sleplisch und zurückhaltend. (3.)
Die englischen Verluste an den
Dardanellen.
Rotterdam, 3. Aug. Das englische W)
chenblatt „The Nation“ bemerlt zu den Verlusten
der Engländer an den Dardanellen, daß
sie bis zum 183. Juli 49000 Mann acbetragen
haben gegen 266u000 in Franlreich. Die Verluste
an den Dardanellen, wo die Streitkräfte
laum ein Fünstel der Armee in Frankreich betragen,
seien ganz außer Verhältnis in ihrer
surchtbaren Schwere. An den Dardanellen lausen
die Engländer eine dreimal größere Gefahr
wie in Frankreich. Die Zahl der englischen Verwundeten
vor den Dardanellen ist so groß und
der Mangel an Verbandmaterial so empfindlich,
daß die Engländer genötigt waren, die armsekigen
Apotheken auf den Inseln ganz auszuplündern.
Ein Uugengeuge erfährt, daß insolge
des Mangels an Heilmitteln befonders
zahlreiche farbige Soldaten der Nuhr erlegen
sind, und versichert, daß die haufigen Fe-#
von Zuchtkosigkeit viel Wi die * pörung
bestuführen sind, die sich der Truppen angesichts
der unzureichenden eern der Ver-###
### bat. —
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