Aũer 12
100 Schiebern, die mit allen Möglichen handelten
und nur den einen Grundlatz hochhiesten,
möslichst hohe Preise zu erzielen. Der jetzt ver.
bhaftete Dr. Frieß beschäftigte ch nebenbei auch
ruit Heiratsvermitklungen. Dagegen berichten
die „M. N. „Ein Münchner Rechtsanwalt
wurde kürzlich auf Veranlassung dr# Kriegsmuchetamts
wegen Teilnahme un Leb###mit.
lelschiebungen verhaftet, nach zwei Tagen jedoch
wieber auf frejen Fuß gesetzt. Die Untersuchung
mimmt ihren Fortgang und kann erst in einiger
zeit abgeschlossen werden. Dem Rechtsanwalt
Dird, wie einer ganzen Reihe von Personen,
i an den Schiebungen des Hon. ghänd ·
lers Raab zum Vorwurf gemacht.
K 8 *
Aus dem bayr. Ernährangsbeirat.
München,. 17. Jan. In der Sitzung vom
*5. Jonuar nahm die Kartoffelr#eriorgung wiederum
die besondere Aufmerksamkeit des Belate
in Anspruch. Man war sich Jarnber klar,
daß es zur ausreichenden Versorgung der Beoilerung
in den größeren Städten noch wei.
terer ourchgreisender Maßnahmen bedürfe. Eine
möclichst bald vornehm'ende Bestandsaufnahme
zum Zwecke der Herausholung von überschusigen
Beständen und der giei ichmäßigen Verteilung
wurde als unumgänglich nolwendig bezeichnel.
Vor allem wurde auch die Streckung oer Kartof
keldestände durch Zuweisung von Dotschen an
Stelle eines Teiles der Kartoffelratfon begutochtet.
Die Abgabe von Karkosfeln in Wirischafften
um. soll dem Mallenzwaung untersteilt wer.
den. Sodann wurde der neue Vertleilungeplan
für die Fleischrerkorgung u den nächsten drei
Monater bekanntgegeben. Wenn danach auch
leine Cchöhung der wöchentlichen Flesschmenge
zur die Verbraucher vorgesehen ist, so darf doch
angenommen werden, daß wenigitens diese Mende
den Einzelnen voll zukommen wird. Weiter
wurden die Preise für Kälber besprochen. Es
wurde lediglich die Feirsetzung von Richtpreisen
legutachtet. Den Kommunalverbänden soll es
verlassen bleiren, umer Beräsichtigung der
orllichen Verhältnisse die Preise, unter möglich.
ter Anlehnung an die Nichtpreise, sestau cße-l
inregen sollen Erzeuger-Höchstpreise für geichiachtet
abaelieferte Kälber, und zwar für 1.
Oualität 1,10 Mk., 2. Qualitäi 1 M. und 3.
Lhnalitäi 9 - bestimmt werden. Ale
Kalbileischpreis wurde ein Nichtpreis ron 1,50
Mark begutachter, der von den Komunal lverbäunden
im allgemeinen auch à#l: Höckstpreis
ziu deuimmen sein wird. Zur Einipa#ung von
Frackhtraum und hauptsächlich von Miich wurde
%n krkur zweckmäßig eracktet, für ote Wintermennte
ie Anlieserung von Kälbern in geschtachtetem
Jutano vorzuschreiben. Ferner solt Fleichfalls
ur Emirarung von Müch das Mindeaitschlachttuier
oer Kälber von 4 Wochen auf 14 Tage
brrooggiehng. und vorgeschrieben werden, daß
Sch'ctlälber 10 Stunden vor dem Abtransrort
nicht meh rmit Milch (Voln oder Mager-Wilch,
getränkt werden dürfen.
Mc Ldh#hin.
K#ühldorf, 17. Jan. Ein in der Nähe
Mutloo#ts bei einem Vauern beschile r #ru
rücher Kriegsgesangener läht sich oie bayer#en
Knödeln. die er Granaten neunt, rec# gui
schmecken. Als die Hausfrau in lebter Jeit die
banerichen Knödel Granaten öfler uis den Tisch
moachte. kam der Russe über diese Massen-Granalenfabrikation
vor Tulzücken fast aus dem
Lauechen: „Nir Deutichland S verlieren,
nir, ni, wenn jetzt noch so viele Cranaten!“
Seit olczbem Tage ist im ganzen Orte d# be
betuhicende- Gewißheit bei Groß und Klein ein.
geoncn, dab wir den Krieg niemat!: verlieren
lerden.
Thalkirchdorf, (Schw.), 17. Jau. Die Ehe
frau de: Anwesensbesitzers Sebasllan Mayer
iog lich eine Blulvergistung u, der sie nach
kunzem Krankenlager erlegen ##. Der an Lun-##en
und Nippenfellentzündung celraulte Chenalte
regie sich daruber derart auf, daß er kurz
Frarauf mit Tod abging. Am Dienslag wurden
beide Ehegatten in einem gemeinsamen Grabe
neifgesetzt.
Augsburg. 17. Jan. Berhastet wurde
hier der 17jährige Schus- zer Ludwig Knoll aus
Mari Wald, welcher in München einem Edele
nhandierssohn aus Pforzheim 1000 Mk. gestohien
hat. Der Bestohlene ist oleschfolls ein
trugei Bursche, welcher seinem Vater mit 3000
Mark durchging. Von dem gestohlenen Geld smd
nuch 724 Mk. bei dem Knoll gefunden worden.
Schwabmünchen, 17. Jan. Ende Dezember
r. J. ist das Amwesen des Oekonomen Andreaqs
Schmid in Schwabetg, der um Feld steht,
vollstämdig niedergebrannt. Der Brand soll dadurch
standen sein, daß das Söhnch#en, welches
anf kur###Zeit allein im Haus war, den
Christbaum annee, wobei vie Gurdinen
Feel fingen. Wie dem hiesigen „Tagbla##“
migelleilt wird, wurden bei diesem Brand beinahe
4000 Mark in Gold geretter. außerdem
5% . Zad mit Nickelgelo, 3 Körbe Siec und naheitte:
SIl’#n### 3. Durch da Neuer ist diese
saooull- Hamüerrei adellt u
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Zwiefel,17·Jmt.DieabgesasifeaeWochc
hat une endlich den längst ersehnten Schnee auf
seiler Unterlage gebracht. Zwar in *“ noch nicht
riel, cder immerhin reicht es so weit, daß die
Schlitten mobil gemacht konnten uno dar echte
rechte Maldwinterleben, soweit dies bei dem
jetziden Leute, und Pferdemangel möglich ist.
in die Erscheinung treten konnte. die Holzzieher
zogen hinauf Luf die Felsrücken unserer
aldberge, um die Talssende von Kubikmetern
Buchen-, Vichten= und Tannenblöcher, Tau#nde
ron Steren Brennholz auf ihren langhörnigen
Zuoschlitten in sausender Fahrt zu Tal an die
Triftbäche und Abfuhrstraßen zu schaffen. um
von dort in die Industriewerke oder Ur Verfrachtung
an die Bahn gefahren oder getriftet
zu werden.
S#werissches Öberien.
Bad Aibling, 17. Jan. Eine bemerkenswerte
Veranstaltung wurde die m Sontag im
Schuhbräu dahier abgehaltene -.
des landwirtschafllichen Beink## Na E
ledigung inmerer Vereinsangettgenheiten den
Landesökonomierat Luchka-Milchen einen berldeutsamen
Vortrag über wirtschafiuche Fragen
im Kriege. Besondere Aufmert#amken schenkte
er der Kartoffelfrage, die er als wichlir!c Frage
von vielleicht politischer Bedeutung henstellte. Er
mahnte eindringlech, sich für das kommende Jahr
binreichender Meien guter Saatkartoffeln zu
dichern; Verfütlerung von Speisekartosfcla sei
ebenso unverantmertlich als Verfülterung von
Brotgetreide; mit den Kartoffelvorrälen müsse
jeder Einzelne möglichst sparsam umaehen. Eincehend
kam er auf den beklagenswerter Weise
immer mehr sich bemerkbar machenden Gegeniatz
zw ischen Land und Stadt iu jprechen. Als
Forberungen für die kommende Zeit stellte Redner
in erster Linie die Notwendigleit anf, die
Gelowirtschaft auf eine gesunde Ginnolige zu
fteilen. An einer neuen Kriegsamch He müsse sich
voie Landwirtschaft wie bisher nach Krästen letelligen.
Eine weitere Forderung bilec die Erznaung
von Lebens= und Fulierim'ieln; denn
ouf den Ansfall der nächsten Erme komme ailcs
an. Dabei müsse dafür gesorgt werden, oaß die
Voi#t nicht nur gesammelt, sondern auch richtig
weitergeleitet und verteilt werden. Im Anschluß
hieran gab Regierungerat Popp bekannt.
in weicher Weise die Ablieserung von Milch,
Bufter und Eiern auf Grund der neuen Bestimwungen
vor sich gehen werde. Alle bisheri##en
Lieserungen an Mollereien, in die Sladt müsen
wie au Kriegsbeginn fortgemacht werden. Alle
Kohhalter, die bisher nicht geliesert haben, müs.
sen wöchentlich pro Kuh 10 Liter Milsch over 1
Pfund Butter öbbesern und zwar an eine von
der Gemei beftimmende Samnasstelle. Die
sünn ist leine Bring-, sondern eine Holchusd
Ennterrhanfen, 17. Jan. Am Somnlag
kam ein serbischer Kriegsgefungener zu einem
Bauein in Emking und rrrl etas zu Essen
Die Bäuerin gab ihm Kaffee und Brot und
lief zum Nachbar, wo der Wachtposten der hiesigen
Gefangenen e3 ist. Der Gefangene
mußte indes etwas gemerkt dr denn
er nohm sofort wieder Reiems.
boiten es aller Müe # mehr,
eine Spur des # entdechn. Tags
kean- es Mmis
n der inzwi ver
— Serben in # 8
töbern un " war *.
froren und soli in der Gegend ron Taumstein
entwihen sein.
tueenenen 17. ö Kederducher.
san, wo er s#
— Ist om 14. e der besamte
*——
führer Joham Grill sen., genannt Kedeibackher.
im Aller ron 31 Jahren 3 Monaten gestorben.
Er galt bis ins hohe Alter als eine- dererfolgreichslen
Führer und hat insbesondere auc, in
den Schweizer Allpen aufsehene izgende Befleigungen
geleitel. Der Verlebte war früher
auch Bewirtschafter des Munchner Haues auf
dem Watzmann.
Au a. J., 17. Jan. Die hiesige Postagentur
wurde dem Volkeschullehrer Franz Göttinger
übchnagen. In den letzten 17 Jahren wurde diejer
Dienst von der Gaßnerschen Brauerei versehen.
Wasserburg, 17. Jan. Ein vedauericher
Ungläcksfall mit tödlichem Ansgung ereignete
sich gemern auf der Bürg. Doct wird Eis abgesaden
und der Fuhrwerksverkehr dauert den
Jgan:en Tag. Auch des Gespann 2es Kunstmühlbesitzers
Wildgruber nahm an dieen Fahrten
teil. Dabel mußte der 47 Jahre alle Knecht
Mart## Steliner von Farrach bei Namerberg
sein v. den lassen. Er s#and, zwischen zmei Wn.
gen: als einer daron sich in Bewegung setzle.
wurde dem Siellner der Kopf zerquetscht. Der
Tod t#a josort ein. Stellner war ein zuverlesiger
Arbeiter, der bereits seit 10 Jahren
in der Wildgruberschen Kunstmuhle sland.
Rosenheim, 18. Jan.
Auxzeichnungen im Felde. Dem Insanteristen
Franz Dulienberger im 1. Duf.Reg.
wurde das Militärverdiensttreuz 3. Hl. mit
Schwertern verliehen. Er ist der Sohn der
Witwe Therese Dulzenberger in Rosenheim und
war früher Maschinenarbeiter in der Papierfabrik
Redenfelden.
Dic neuen Eierpreise. Die Bayer.
Lebenemittelstelle (Eierversorgungest- l) erkäßt
eine Bekanntmachung an sämtliche Kommunal.
bände über Eierpreise, der wir entuehmen: Die
örtliche Sammel. und Aufkaussiolle und der
Ausflausel darf dem Geslugelhalt: r für das
frische Ei im Regierungsbezirk der Pfal; höchstens
20 Pfg., im Regierungsbezirk Unterfranken
hömsslen 16 Pfg. und in den übrigen Re.
gierungebezirken höchstens 14 Pfg. lezahlen. (Eczeugerpreis.)
Der Zuschlag, den die örtliche
Sammel= und Aufkausstelle oder der Aufkäufer
bei der Lleserung der Eier an den Kommanalver.
band, den Kommissionär oder die Hauptsammel.
stelle erhlt, darf nicht mehr als 1½ Pfg. für
das Ei betragen. Der Zuschlag, den der licsernde
Kommunalverband bei der Weitergabe
der Eier an Bedarfskommunalrerbände höchstens
beaniytuchen kann, wird auf 1½ Pfa. für das
Ei sesfr-esegt. Der Zuschkag, den de: Kommunalverdano
für die Abgabe der Eier an die Verbra
beanspruchen kann, wird auf 1 Ug.
festgesez. Dieser Zuschlag kann vom Kommnnalveradnd
erniedrigt oder mit vorgängiper Ce.-nehmigung
der Bayer. Eferversorgungsstelle erhöht
werden. Die Kommunalverbände haben
den hiernach ergabenden Preis für die Abgabe
von Eiern an Verbraucher —
cherpreie) aksbasd r umnd
kanmyageden.
Koth. Fra n#enbund Tosenkeim. Um
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tin wurde ms *1½ #l so
Fremdin der geschlldert, dah
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der Anwesenden den Wunsch hakke, so
treue Gchilfin im Haushalt tn u je ·
des Voi#nrteil gegen diese ak
schwinden. Wie uns Frau K
ist die Kochkiste nicht ein
der Neureit, sondern vor Sahes#penen
unsere Vorestern ohne Studimu n-Nan#
ichon Stroh, Heu und n auch
Papier als schlechte Wärmeleiter benütt, um
Speilen lange heißzuhalten. Im 19. Jahrhundert
sond die Kochkiste erst in den nordischen
kalten Landern Eingang und 1867 fand mon
sie in verbeilerter Form auf der Pariser Ausstellung.
Unter verschiedenen Namen und Ausführungen
wie „Haussreund“, „Resorm sen
„Selbt ocher“ usw. kam sie dann in den
bel. Die einfachste, praktischste und billigste 2
ist jedenfalls die einfache Holzliste mit vier
Leisten, mit Holzwolle fest ausgestoyft, und mit
Flanell uberzogen. Solche belommt man hier bei
Frl. Gradl, Mar.Josephsplatz, und Frau Jimmermann
Nathausstrawe, jederzeit vorrätig oder
auf Wunsch angesertigt. Sollten Hauirauen,
welche die Versammlung nicht besuchten, nä
Ausschlüre wünschen. so ist Frau Konr
Wismyer gerne bereit. sie in ihrer Veh
ming zu erleilen. Die Vorkochzeit für die ein.
zelnen Speisen wird vervielfältigt und ist bei
Frau Kaufmann Weinberger (Münch- vepre
zu beirmmen. Allo mit Mut an die Probe!
Jeder tüchtigen Lausfrau wird ein Sparsystem.
wic es die Kochkiste nach allen Seiten hin
ist, hochwilllommen sein.
Cefunden. Eine Tasche und ein Schlüssel
wurden gesunden; abzuholen im maantratischen
Gcschäftszimmer Nr.
Der Weltkrieg.
#r ocgsn
WTB. Großes Hauptuartie „ bden
18. Jannar, vormittage. Amtiich.
Mestlicher Kriegsschaunlas.
Front des General-Feldmarschakls
E onprinzen Rupprecht v. Bayern.
An eine engliscke Sprenaung dei Loos schlof
sen sich kurze Kämpfe an. bei denen vorge
drungener Feind in erbittertem Nahkl#empf roll
loieder zurü4geworfen wurde. In der
vom 12. zum 13. Jannar wuroen nach den
Kämpiten bei Serre die noch von uns gehal
tenen Tele der Vorslellung p'angem ãß und unneh'indect
vom Feinde geräumt. Seitdem lag
tägiich sdimeres Feuer auf den reria##ienen leeren
Graben. Eestern ersolgle hiegegen der
von uns erwariete Luftstoß, welcher den An.
gPreifern schwere Verlune brachtc.
Oestlicher Kriegsschauplas.
Heeresfront
des Generalfeldmarschalls
Prinzen Leopold von Bayern.
Zu vielen Abschnitten lebte di. beiderseitige
Artillerietätigkeit bei llarer Sicht merklich
auf. Nordlich Krassin drangen russische Stoß
trupps mit zehnfacher Ueberlegenheit in eine
vorgeschobene Feldwache ein. Die Felwwachsteklung
ist wieder in unserem Besch. An anderen
Stelken wurden Jagdkommandos und Patroullten
abgewiesen.
Kront des Geverg#beer ste
räherzogs golepb.
Wahrend südlich der Oytos Steaße ein von
siarlen russischen Kräften unternommener Angriff
in unserem Artillerie. und Maschinengewehrfeuer
zusammenbrach, gelang es uns,
durch nberraschenden Vorfioß zwiichen Susitaund
Puna-Tal 1 Offizier, 230 Gesangene und
1 Muchinengewehr aus der feindiichen Stellung
zu holen.
Heeresgruppe des General-SNeldmarschalks
v. Masensen
Jn der Dobrudscha werden seit einigen Tagen
Tulcea und Isaccea von russischer Artille.
rie beichossen, Mehrere Einwohner, vor allem
Frauen und Kinder, sind getötet.
Mazedbnische Frant.
Vereimelt geringe Gefechtstätigleit.
Der erste Generalquarticma####:
Luden##r#ff.
Gäste in Berlin.
Berlin, 18. Januar. Die Prdenten dei
Parkamente unferer Berbündeten. alle
osterreichischen, ungarischen, burgarsschen u. Kr#
eicchen Volksvertretung treffen mor###e#
som in Berlin ein, und werden vom Metchmat
prästoium, den städtischen und anderen B#h###