Full text : Sachsen-Chronik Erste Serie. (1)

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benn  setezen  magk,  Doch  der  neben  vnd  do  bey  sal  karkwicz  der  Jorin
vff  die  houbtsache  Inhalt  des  erstenn  Receß  antwortten,  vff  das  alles
sal  vud  magk  die  Jorin  tzwißhen  martini  vnd  weynachten  ir  kegenrede
  nach  ir  notdorfft  setezun  vnd  ein  brengenn,  Doch  das  als  dann
dem  vorigen  Receß  forder  wie  billich  nach  seinen  Inhalt  werde  nachgegangenn,
  alles  getreulich  vnnd  ongeferlich  Datum  13)  uts.  (1490).

Uebrigens  dürfte  wohl  folgende  Registratur  sich  auf  den  Ratbmann
  Hans  von  Carlowitz  14)  beziehen,  der,  wie  wir  bereits  erwähnt,
  etwa  um  1494  zu  Dresden  gestorben  sein  mag.  —

Mitwoch  nach  Egidi  Eodem  dem  Rath  zu  pirn  geschrieben  nach
dem  Hans  karlewicz  seligern  etlich  geld  bey  Ine  zu  einem  Steinwege  zuuerbrengen
  vnd  zu  machen  gegebenn  hat  das  bißher  mit  anhebunge  desselbigen
  nicht  verbracht,  daß  sie  nochmals  darob  sein,  das  solchs  vorderlich
  und  ane  vorzigen  geschee,  Angesehn,  das  sie  bei  xri  silbrenn  Schocken
darzu  entpfangenn  vnd  Ingenohmen  habenn.  15)

Daß  aber  H.  v.  C.  auf  Hosterwitz  in  Dresden  ansässig  war,
geht  aus  folgender  für  die  Topographie  höchst  interessanten  Belehnung
  von  1487  hervor.

Wir  theilen  auch  diesen  Lehnbrief  in  so  weit  er  den  H.  v.
C.  angeht,  wörtlich  mit:

Wir  Albricht  von  gots  gnaden  Herzcog  zcu  Sachssen  Landgraue
iinn  Thoringen  vnd  Marggraue  zen  meyssen  Bekennen  fur  vns  vnser
erbenn  vund  thun  kunt  im  diesem  briue  allermenniglich,  das  wir  vunsernn
  lieben  getrawen  Hanßen  zu  Dresden  —  von  karlewitz  Dissße
nachgeschrebene  guter  von  vus  zew  lehne  rurende  mit  namen  das  Dorff
Hostebritz  mit  dem  kirchlehen  doselbist  und  die  moel  16)  vnd  leithen  17)
mit  den  Zeinsen  vf  der  wusten  pogeritz  mit  Zeinsen  fronen  Dinsten
und  erbgerichten,  Dreisszig  gr.  Zeins  vf  eym  Weijuberge  zu  kotzschebrode,
  den  Merten  lawbenitz  zen  freiberg  hath,  der  meister  clements  gewest
  ist,  vj  gr.  Zeins  vff  eynen  weynberge  zeu  Mickten,  die  tzinst  (zinset)
  Henuyg  zen  Bresenitz18),  zweene  groschen  Zeins  vff  eynem  weiin-12)

  Ebendaselbst  Copial  72.  fol.  127.

14)  Auch  kommen  Hans  und  Friedrich  von  C.  im  Jahre  1477  als  Tulores
des  Leibgedings  der  Ursula.  Gattin  Hans  Kundig's  zu  Wachwitz  (Hpt.  St.
A.  Copial  59.  fol.  524),  sowie  Hans  von  C.,  Bürger  zu  Dresden  1478
(Dienst.  n.  Fabian  Sebastian)  nebst  Balthafar  von  Ziegelheim  als  Tutores
des  Leibgedings  Ilsens  (Elisabeths),  Gattin  Balthasars  von  Lindenau,  Bürgers
  zu  Dresden,  über  Zinsen  zu  Ottendorf  „unter  der  lausnitzer  Heide“  vor
(Copial  5.  fol.  187),  und  endlich  ist  derselbe  Haus  1479  (Donnerst.  u.  Jubil.)
als  Tutor  für  Hans  Kieselings  von  Hermannsdorf  seeligers  Hausfrau  Margarethe,
  dermals  Hansens  von  Liebenau  zu  Herrmannsdorf  bei  Stolpen-Neustadt
  Gattin,  erwähnt.  ·

15)  Ebendas.  Verzeichniß  der  Briefe,  die  im  Namen  Herzog  Georgs
aus  seiner  Canzlei  ausgegangen  sind  1495.

16)  Mühle.

17)  Abhängige  Waldgegend.

18)  Briesnitz.