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Canzlei zu Dresden darthut, worauf sich auch folgender Receß
„zwuschen Hansen karlewitz gelassner Wittwe vud blasig karlwitz
seligen nachgelassenn kindern“ zu beziehen scheint.
Von Gots gnaden Wir George Herczog zu Sachßen 2c. Anstadt
vnd In vollermacht des hochgeborn Fürsten vnsirs liben Hrnn ond
vaters Herezogen Albrecht bekennen offentlich vor meniglich, Nochdem
sich zwuschen vußer lieben Bsunder frawen Margarethen Hansen von
karlewitz seligen nachgelassner Witwen eins, ond Cristoff, Botte, Rudolff
vnd Georgen von karlewitz gebrudern, des gemelten Hansenn von
karlewitz Vettern andern theils vmb eine Rechnunge rij c gulden anlangende,
dorumb das Dorff Welksande verkaufft ist, Irrunge vnd gebrechenn
gehalten, haben wir dieselbigen gebrechen durch vnßer Rette
heymlichen vnd lieben getrawenn Ern Sigmundt pflug Doctor 2c. Caspar
von Schonberg, Ern Johan Erolt Doctor, Cantzler, Heinrich von
Sleinitz vnd Sigmundt von Maltitz Hoffmarschall, noch nottorft vorhornn
vnd dieselbigen mit beyderteil wissen und willenn In noch folgender
Weise beylegen ond entscheiden laßen, Nemlich also, das Cristoff
von karlewitz von wegen Botten, Rudolffen vnd Georgen seiner Bruder,
den angezeigten kauffe zugelassen und bewilligt, den forder nicht
anzufechten, und hat daruff vor sich vnd gemelte seine Bruder zugesagt
und bewilligt an der Rechnunge, So die benante fraw Margaretha
vmb die xif 4 gulden Inhalts der Register daruber besagend gethan
hat, aller vnd yder stugke vnd Artikel ein volkommlich vnd gut
genugen zu habnn ond derselbigen gentzlich vnd gar gesettiget vnd begnugig
zu sein. Also dassie die bemelte frawe oder Erben solcher
xii #c# gulden auch aller anderer anforderunge die sie wider dieselbigen
frawen bißher gehapt, ader hettenn haben mogen, zu fordern nymer
mehr anlangen, beteidingen ader einicherley einhalt thun sollen, Sundern
dye selbigen Itzt bestymten vihr Brudr von karlewitz Sollen vff
Montag noch letare schiersten hie zu Dresden Irscheinenn vnd der gemelten
frawe solcher Irer gethanen Rechnung ein genugsamme -quittan-=tzenn
geben, Auch alß dann wie wir ader vuser Rette Irkennen werden,
zu Recht genugsam zu sein, wie sich geburt, vorzcicht thun, Dodurch
die frawe der halbenn forder vnangelangt bleiben moge, Dorkegen sal die
fraw den bemelten vihr gebrudern Cristoff, Botten, Rudolff vnd Georgen
von karlewitz vff den Sontag Inuocauit schirsten x gulden Reinl.
vnd auf Jacobi nehst darnach volgend xx gulden Rl. gebenn „ond bezalen,
vnd hirmit sollen beyde teyl obenn bemelt, solcher Irer
angezceigten gebrechen gentzlich entscheiden vereinigt ond gerich
sein, vnd der xij c gulden auch aller andern anforderunge, So die
obgemelten gebruderre von karlewitz wider die benante Frawen bisher gehabt
ader hetten habenn mogen Solchs haben beiide teyl also zuehalten
bewilligt und zugesagt. Alles treulich vnd ane geuerde. Czu prkunde
ist dieser Schiedt gezwifacht 2c. Actum Dresden am Freitage Nach
Mathie Apostoli Anno 2c. xcv.ten 31).
2) H. St. Arch. Copial 72. fol. 2.