Full text : Königlich Württembergisches Staats- und Regierungs-Blatt vom Jahr 1809. (4)

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Ehrfurcht  der  Universitaͤt  ausdruͤkte;  er  uͤberreichte  nun  den  Preiß  feierlich  in  die  Haͤnde
des  Siudierenden  der  Chnurgie,  Wilhelm  Friedtich  Ludwig,  von  Uhlbach.  Der  Eindruk,
den  die  Feierlicheit  dieser  Handlung  in  den  Gemüthern  der  Studierenden  hervorbrachte,  betechtigt
  zu  den  schönsten  Erwartungen  für  neue  Belebung  des  Studiums  der  Chirurgie.

Bekanhtmachung.  Diesentgen  Behörden,  welche  sich  noch  im  Rükstand  mie  Zahtungen
  für  das  Regierungs=  Blatt  befinden,  werden  zu  ungeséumter  Berichtigung  derfelben
a#nmit  aufgefordert,  indem  derglelchen  Ausstände  durchaus  nicht  statt  haben  können.

Blaubdeuren.  Nach  ergangenem  Kön.  Befehl  solle  die  hiesige  &  sizige  Klosters-  Kutsche  und  der  kupfer-2e
  Bad=  Kessel,  welcher  ungesehr  3  Aimer  dält,  in  öffentlickem  Au'streich  verkauft  werden.  Zu  dieser  Verbondlung
  ist  Mittwoch  der  20.  Nov.  anberaumt.  Diejenige,  welche  hierzu  Lust  haben,  wollen  sich  ersagten
Tags,  Hormurtags  0  Uhr  in  der  Cameralverwaltung  eininden.  Bodei  angemerkt  wird,  daß  sowohl  die
Klosters-Kutsche  als  der  Bad-  Kessel  in  noch  gutem  Zustand  und  lezterer  vorzüglich  für  einen  Bierbrauer  zu
gebrauchen  seie.  Den  30.  Okt.  180.  Kön.  Cameral-Amt.

Herrenberg.  Da  die  vor  einiger  Zeit  auf  3  Jahre,  nemlich  von  1800  bis  1812.  vorgenommene  Verleihung
  der  biesigen  sowohl,  als  der  Con  mun-Schaafwelde  zu  Gültstein  allergnädigst  nicht  genehmiget,  und
die  Beranstaltung  einer  nochmaligen  Verpachtung  befohlen  worden,  so  werden  solche,  und  zwar  in  hiesiger
Stadt  Montag  den  13.  Nov.  und  zu  Gltstein,  Dienstog  den  14.  Nov.  jedesmal  ormittags  0  Uhr  auf  dem
Rathhauß  jeden  Orts  wiederholt  vorgenommen  werren,  wobei  bemerkt  wid,  daß  sowohl  hier  als  zu  Gültstein
  jede  Walde  mit  500  Stük  beschlagen  werden  könne.  Den  21.  Okt.  1800.  Kön.  Oberamt.

Herrenberg.  Di  Schaafweide  zu  Obrjesingen,  welche  250  Ser2  erträgt,  wobel  ein  Beständer

war  keine  Wohnung,  jedoch  aber  eine  Stallung  zu  benuzen  hat,  wird  bis  Somstog  den  as.  diß,  auf  drei
Eent.  verliehen,  worzu  die  Liebhaber  Vormittogs  S.  Uhr  mit  Meister=  und  Conressions-Briefen  auch  Verms-Vens-
  Zeugnissen  versehen,  in  des  Schultheissen  Behaufung  daselbst  eingrladen  werden.  #n.  Vo%  1809.
.  .  .  .-.  .  n.  Oberamt.
Vfftondorf.  Die  Untenzeichnete  sind  durch  allergnädigstes  Reseript  bem  16.  diß  angewiesen,  die
Schaafwald  und  Pförchgerechtigkeit  auf  der  Orts-Markung  Dfrondorf  auf  1!  Jab#  öffentlich  zu  verpachten.
Sie  darf  mit  150  bis  200.  Stük  befahren  werden,  und  die  Woide  ist  vorzüglich  gut.  Am  Dienstag  den  28.
Nov.  Nachmittags  1  Uhr  gedenken  wir  diese  Leerhandlung  auf  dein  Rorhhouse  zu  Pfrondorf  vorzunehmen,
wozu  die  Liebhaber  präcise  um  die  genannte  Sturde  erscheinen,  und  sich  wigen  ihres  Prädikats  und  Vermsgens
  mit  magistratischen  Jeugnissen  legltimiren  wollin.  Vebenhausen,  den  31.  Tkt.  1809.
Kreis-Steuerrath  des  Rötenburger  Krelses  und  Caimeral  Verwalter  zu  Bebenhauten.

Warthausen.  Da  die  auf  den  21.  und  .  Jul.  d.  J  korgenom  tne  Bernachtung  des  hiesigen  herrcchaftlichen
  Schloßguts  und  der  Ziegeldrennerei  nach  einem  ollergndigsten  Rereript  vom  4.  August  10  enehmiget,
  sor  dern  un  demselben  allergnaͤdigst  befohlen  worben  ist,  auf  Martini  d  J.  eine  anderwaͤrtige  thung
  derselben  vorzünehmen,  so  wird  in  Bezug  hierouf  folgendes  hicmit  zur  allgmeinen  Kenntniß  gebracht.
Die  zu  dlesem  Schloßgut  gehörige  und  seither  in  eigener  Mdministration  geloffenen  Oekonomie-Gebdude,  Gäruen,
  Güter  und  Ziegelhütte  werden  unter  Vorbehalt  allergnätiester  Ratisttation  an  den  Meistbictenden  in
ocht  gegeben  werden  Dieselben  bestehen  in  folgendem:  1)  Eine  Schwesßzerei.  In  der  untern  Etage  des
Oekonomie-Gebäudes  befinret  sich  eine  Wohmmg,  bestebend  aus  4  heizbaren  Zuinmern,  mit  2  Oefen,  1  Käde,
  1  Speißgewölbe,  1  Milchkammer,  1  Keller,  1  Remmer  für  die  Knechte,  1  Sattel  Kammer,  und  2
Kammern  8  Mägde,  2  Thennen,  1  Remise,  Heubören  und  die  Uöthige  Fruchk=  Speicher,  1  PMerdstaluung
  für  6  Pferde,  und  Stallung  für  das  erforderliche  Rindvieh,  nebst  einer  nicht  unbedeutenden  Anzahl  Vie
1  gemeinschaftliches  Wasch=  und  Bakhaus,  1  Holz-Magah'n,  1  Schweinstall  mit  4  Abtheilungen,  1  en
von  Holz  und  Brettekn  beschlogen  in  der  untern  Wiesen;  in  allen  3  Oeschen,  l1ot  Morgen  7  Uchtl.  92  Rth.
Teker,  worauf  200  Obsibaqume  von  bester  Gattung  steten  §6  Mrg.  6  4  Achtl.  3  Rkh.  Wiesen,  den  sogenannlen
  Schdfergarten  von  2  Morgen,  ungefehr  §  Morgen  Anwänden  und  Berg.  Dir  Caution  ist  das  Pachtbeld,
  der  Beständer  muß  wenigstens  ein  Vermögen  von  3  bis  gooo  il.  besijen.  2)  in  Ziegelstadel  mit  eß

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