Volltext : Königlich Württembergisches Staats- und Regierungs-Blatt vom Jahr 1819. (14)

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1)  Ist  von  den  Landwirthen,  welche  Hopfenpflanzungen  anlegen,  der  Zehente
nebst  den  Landgarben  nicht  in  natura  zu  fr#adern,  sondern  dafür  ein  gemäßigtes
Aequipalent  anzusetzen.

1)  Zu  den  Hopfenpflanzungen  find  die  forchenen  und  tannenen  Stangen  aus  den
berrschaftlichen,  Gemeinde=  und  Stiftungs-Waldungen,  da,  wo  die  Abgabe  ohne
Nachtheil  derselben  geschehen  kann,  in  den  Huth-Preisen  abzugeben.

3)  Bei  neuen  Anlagen  auf  Allmanden  und  andern  Neubrüchen,  ist  das  bisherige
  niedrige  Cataster  dieser  Plátze  zehen  Jahre  lang  nicht  zu  erhöhen,  vorausgeseht,
  daß  sie  in  solchem  Zeitraum  fortwährend  zum  Hopfenbau  benutzt  werden.

4)  Sollen  die  Hopfenpflanzungen  auf  eigentlichen  Neubrüchen  zehen  Jahre,  auf
bereits  cultivirten  Gründen  aber,  auf  welchen  der  Zehente  den  beiden  königlichen
Cammern  zusteht)  drei  Jahre  lang  von  dem  gehenten  und  den  Landgarben  befreiet
bleiben.

Zur  Nachricht  und  Rachachtung  wird  dieses  hiedurch  öffentlich  bekannt  gemacht.

Stuttgart  den  238.  Januar  1819.

Ministerium  des  Innern  und  der  Finanzen
v.  Otto.  v.  Weckherlin.

Aufruf  der  Milirärpflic  tigen  zu  der  Jahres-Musterung  v.  1610.

Der  Anfang  der  Jehres-Musterung  der  waffenféhigen  fungen  Mannschaft  für
Das  Jahr  18:9.  ist  in  sämmtlichen  Oberamts-Bezirken  des  Königreichs  auf  den
8.  Fe  1819.  festgesetzt

Es  werden  daher  alle  Milicärpflichtige,  welche  vom  1.  Januar  bis  31.  Dezem,
ber  1798.  geboren  sind,  folglich  im  Laufe  des  Jahres  1318.  das  20.  Lebens  =  Jahr
zurückgelegt  haben)  hiemit  aufgerufen,  sich,  ohne  eine  weitere  Aufforderung  durch
die  einzelnen  Oberämter  zu  erwarten)  vor  gedachtem  Termin  in  ihrer  Heimath  eintufinden
  und  bei  der  Musterung  sich  vor  ihrem  Oberames  zu  stellen.

Ven  dieser  perfönlichen  Stellung  find  nur  diesenigen  ausgenommen.  welche
nach  dem  9.  5.  und  nach  dem  #.  u4.  Ut.  a.  bis  f.  des  Rekruti#ungs,  Gesehes  von
1615.  wegen  ihres  Berufs  von  der  Aushebung  ganz  oder  zeitlich  befreit  sind;sie  haben
jedoch  vor  dem  Cder#m#  ihres  Uufenthalts,  Orts  sich  zu  stellen  und  über  ihre  Verhältnisse
  ein  Zeugniß  des  lehtern  an  das  Oberamt  ihres  Heimarhs-Orte  noch  vor  dem
s.  Februar  181g.  einzusenden.

Alle  diejenigen,  welche  dieses  Auftufs  ungeachtet  bei  der  Musterung  nichr  er,
scheinen,  oder,  wenn  sie  von  dem  persönlichen  Erscheinen  befreit  ##nd  ##e  vorgeschriebenen
  Zeugnisse  nicht  noch  vor  derselben  einsenden,  werdent  in  soferne  sie  das
Loos  zur  Aushebung  treffen  sollte,  den  bestehenden  Verordnungen  gemaß  neben  der.
Seauestration,  ihres  Vermögens)  sobald  sie  sich  betreten  lassen)  in  personliche  Haft